
Arthrose beim Pferd verstehen und lindern: Was wirklich hilft
Erfahre, welche MaĂnahmen wie entzĂŒndungshemmende Therapien, schonende Bewegung und spezielle FutterzusĂ€tze die LebensqualitĂ€t Deines Pferdes verbessern. Lerne, wann eine tierĂ€rztliche Behandlung wichtig ist und wie alternative Methoden wie Akupunktur und Blutegel unterstĂŒtzen können. Hilf Deinem Pferd, ein aktives und schmerzfreies Leben zu fĂŒhren
Inhaltsverzeichnis
Was ist Arthrose?Â
âĄïž Videotipp: Arthrose beim Pferd verstehen und erkennen â Dieses Video erklĂ€rt anschaulich, wie Arthrose bei Pferden entsteht, welche Symptome darauf hindeuten und wie die GelenkflĂŒssigkeit und der Knorpelabbau die Beweglichkeit beeinflussen. Ein Muss fĂŒr Pferdebesitzer, um rechtzeitig Warnzeichen zu erkennen und das Wohlbefinden des Pferdes zu sichern!
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Arthrose beim Pferd ist eine chronische Gelenkerkrankung, bei der sich der Knorpel zwischen den Gelenken allmĂ€hlich abbaut. Der Gelenkknorpel bildet eine dĂŒnne, elastische Schicht zwischen den Knochenenden und dient als natĂŒrlicher StoĂdĂ€mpfer bei Bewegungen. Die Geschmeidigkeit der Gelenke wird durch die GelenkflĂŒssigkeit â auch Synovia genannt â unterstĂŒtzt. Diese FlĂŒssigkeit schmiert das Gelenk und versorgt den Knorpel mit wichtigen NĂ€hrstoffen wie HyaluronsĂ€ure.
Bei einer gesunden Bewegung verteilt sich die Synovia im Gelenk, schmiert den Knorpel und versorgt ihn mit NĂ€hrstoffen. Bei Arthrose jedoch funktioniert dieser Prozess nicht mehr reibungslos. Wenn das Pferd sich zu wenig bewegt oder die AufwĂ€rmphase zu kurz ist, bekommt der Knorpel nicht genĂŒgend Synovia. Dadurch verliert er seine ElastizitĂ€t und wird anfĂ€lliger fĂŒr SchĂ€den.
Infolge des Mangels an GelenkflĂŒssigkeit leidet der Knorpel an einem NĂ€hrstoffdefizit, wodurch die Knorpelschicht allmĂ€hlich abgenutzt wird. Die Folgen sind schwerwiegend: Das Gelenk kann sich entzĂŒnden, was zu einer akuten Arthritis fĂŒhrt. Mit fortschreitendem Knorpelabbau reiben die Knochen im schlimmsten Fall direkt aufeinander, was fĂŒr das Pferd Ă€uĂerst schmerzhaft ist und Lahmheit verursacht. Durch diese wiederkehrenden EntzĂŒndungen entsteht schlieĂlich eine chronische GelenkentzĂŒndung â die eigentliche Arthrose. ZusĂ€tzlich können sich Knochenzubildungen (Osteophyten) entwickeln, die das Gelenk steifer machen, da sich der Gelenkspalt verengt.
Arthrose Arten
Die verschiedenen Arten von Arthrose können unterschiedliche Gelenkbereiche betreffen und verursachen je nach Lokalisation spezifische Symptome und EinschrĂ€nkungen. In der folgenden Ăbersicht werden die hĂ€ufigsten Formen von Arthrose bei Pferden sowie ihre charakteristischen Merkmale dargestellt
Arthrose Ursachen
Arthrose wird oft als Alterserscheinung angesehen, da Ă€ltere Pferde durch langjĂ€hrige Belastung der Gelenke hĂ€ufig betroffen sind. Jedoch kann Arthrose auch bei jungen Pferden auftreten und entsteht hĂ€ufig durch eine Kombination aus Ăberbelastung, Verletzungen und fehlender Bewegung.
Alters- und VerschleiĂerscheinungen
Mit zunehmendem Alter werden die Gelenke durch langjÀhrige Belastung abgenutzt, was den Knorpelabbau beschleunigt. Dies betrifft vor allem Àltere Pferde.
Verletzungen und Ăberlastung
- Akute Arthritis: Eine akute GelenkentzĂŒndung geht der chronischen Arthrose oft voraus. Diese kann durch Verletzungen, SehnenschĂ€den oder KnochenbrĂŒche ausgelöst werden, die zu einer Fehlbelastung fĂŒhren.
- Schonhaltungen: Schmerzen in einem Bein, etwa durch Verletzungen, fĂŒhren oft dazu, dass das andere Bein ĂŒberlastet wird, was die Gelenke schĂ€digt.
Fehlstellungen und Hufprobleme
Eine falsche Hufbearbeitung oder angeborene Fehlstellungen der Hufe fĂŒhren zu Fehlbelastungen und können langfristig Arthrose fördern.
Ăbergewicht und FĂŒtterung
Ăbergewicht erhöht die Belastung auf die Gelenke enorm. Fast die HĂ€lfte der Freizeitpferde wird als zu dick eingestuft, was das Risiko fĂŒr Arthrose erhöht und zudem Stoffwechselerkrankungen wie Hufrehe begĂŒnstigt.
FrĂŒhe Belastung bei jungen Pferden
Pferde sind erst ab etwa sechs Jahren vollstĂ€ndig ausgewachsen. Jungpferde, die zu frĂŒh intensiv trainiert werden â etwa durch Longieren auf engem Zirkel, Springen oder Dressur â riskieren SchĂ€den an den noch unreifen Gelenken.
Bewegungsmangel
GegensĂ€tzlich zur Ăberbelastung fĂŒhrt auch Bewegungsmangel zu Problemen: Ohne regelmĂ€Ăige Bewegung verteilt sich die GelenkflĂŒssigkeit nicht ausreichend, der Knorpel bleibt ungenĂ€hrt und trocknet schneller aus, was das Gelenk steifer und anfĂ€lliger macht.
Symptome von Arthrose beim Pferd
Es gibt verschiedene Symptome, die auf Arthrose beim Pferd hinweisen können. Diese Anzeichen treten hÀufig auf:
- âEinlaufenâ: Zeigt das Pferd zu Beginn einer Reiteinheit einen klammen oder sogar lahmen Gang, der sich nach kurzer Zeit verbessert, ist das ein typisches Anzeichen fĂŒr Arthrose.
- Lahmheit: Wiederkehrende oder anhaltende Lahmheit, besonders nach Belastung.
- Geschwollene Gelenke: Schwellungen an den betroffenen Gelenken sind ein hÀufiges Symptom.
- Schwierigkeiten beim Aufstehen und Hinlegen: Pferde mit Arthrose haben oft MĂŒhe, sich hinzulegen oder aufzustehen.
- HÀufiges Stolpern: Besonders im GelÀnde oder bei schnellen Gangarten tritt Stolpern vermehrt auf.
- Gallen an den Gelenken: Diese Ansammlungen von FlĂŒssigkeit an den Gelenken deuten auf EntzĂŒndungen hin.
- Bewegungsunlust: Betroffene Pferde zeigen oft wenig Motivation zur Bewegung und wirken insgesamt steifer.
- WitterungsabhĂ€ngige Symptome: Bei kaltem, feuchtem Wetter können die Schmerzen und Lahmheiten zunehmen. Die KĂ€lte verlangsamt den Stoffwechsel und macht die Synovia (GelenkflĂŒssigkeit) zĂ€hflĂŒssiger.
Diagnose von Arthrose
âĄïž Videotipp: Arthrose beim Pferd diagnostizieren â Dieses Video zeigt Schritt fĂŒr Schritt, wie Arthrose beim Pferd erkannt werden kann. Es erlĂ€utert typische Untersuchungsmethoden wie die Lahmheitsanalyse, bildgebende Verfahren (Röntgen, Ultraschall, MRT), sowie die Bedeutung der GelenkflĂŒssigkeitsanalyse.
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Bei Verdacht auf Arthrose sollte umgehend ein Tierarzt hinzugezogen werden. Der Tierarzt wird das Pferd zuerst im Schritt und Trab auf verschiedenen Böden begutachten und die Beweglichkeit der Gelenke prĂŒfen. Oft wird auch eine systematische AnĂ€sthesie (LeitungsanĂ€sthesie) durchgefĂŒhrt, bei der bestimmte Abschnitte des Pferdebeins nacheinander betĂ€ubt werden. Nach jeder BetĂ€ubung erfolgt eine Lahmheitsanalyse, um die Schmerzquelle prĂ€zise zu lokalisieren.
FĂŒr eine detaillierte Diagnose stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur VerfĂŒgung. Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT) und MRT bieten je nach Fall unterschiedliche Vorteile. In einigen FĂ€llen kann auch eine diagnostische Arthroskopie sinnvoll sein. Hierbei wird das Pferd in Vollnarkose gelegt, und das betroffene Gelenk wird mit einer Kochsalzlösung gefĂŒllt, um ausreichend Raum fĂŒr eine genaue Untersuchung zu schaffen. Ein Arthroskop mit Kamera gibt dem Chirurgen die Möglichkeit, direkt in das Gelenk zu sehen und SchĂ€den am Knorpel genau zu analysieren. Nach der Untersuchung wird die FlĂŒssigkeit wieder entfernt.
Auch eine Szintigraphie kann hilfreich sein, um sehr frĂŒhe VerĂ€nderungen im Knochenstoffwechsel zu erkennen. Hierbei wird eine geringe Menge radioaktiver Substanz injiziert, die sich in den Knochen ansammelt und in geschĂ€digten Bereichen stĂ€rker anreichert. So können Problemzonen erkannt werden, bevor sie im Röntgenbild sichtbar sind.
âĄïž Videotipp: Wie funktioniert die Szintigraphie beim Pferd? â In diesem Video wird gezeigt, wie die Szintigraphie ablĂ€uft, wann sie sinnvoll ist und wie sie hilft, Arthrose und andere Knochenprobleme frĂŒhzeitig zu erkennen. Ein hilfreicher Einblick fĂŒr Pferdebesitzer, die mehr ĂŒber dieses Verfahren und seine Vorteile erfahren möchten!
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Kosten und Ablauf der Szintigraphie
Die Szintigraphie ist ein hilfreiches, jedoch kostenintensives Verfahren. Nach der aktuellen GebĂŒhrenordnung fĂŒr TierĂ€rztinnen und TierĂ€rzte (GOT) kostet eine Szintigraphie allein mindestens 460 Euro. ZusĂ€tzliche Kosten fĂŒr den Klinikaufenthalt, die Sedierung und eventuelle Nachbehandlungen sind darin noch nicht enthalten.
Der Ablauf ist zudem zeitaufwendig: Das injizierte Mittel benötigt etwa zwei Stunden zur Verarbeitung im Körper, bevor die eigentliche Untersuchung â die nochmals eine Stunde oder lĂ€nger dauert â durchgefĂŒhrt werden kann. Da das Pferd wĂ€hrend der Aufnahmen absolut ruhig stehen muss, erfolgt eine Sedierung, und Eisen an den Vorderbeinen mĂŒssen abgenommen werden. Eine Szintigraphie sollte daher sorgfĂ€ltig abgewogen werden.
Welche diagnostische Methode insgesamt notwendig ist, hÀngt vom Schweregrad, der Lokalisation und der Sichtbarkeit der Arthrose ab.
Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose
Da Arthrose beim Pferd nicht heilbar ist, zielt die Therapie darauf ab, das Pferd möglichst lange schmerzfrei zu halten und seine LebensqualitĂ€t zu verbessern. Je frĂŒher die Erkrankung erkannt wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten der Behandlung. In akuten Phasen lindern entzĂŒndungshemmende und schmerzlindernde Medikamente die Beschwerden.
HyaluronsÀure-Injektionen
Eine hĂ€ufig angewandte Methode ist die Injektion von HyaluronsĂ€ure, entweder direkt ins Gelenk oder intravenös. HyaluronsĂ€ure ist ein natĂŒrlicher Bestandteil der GelenkflĂŒssigkeit (Synovia), der das Gelenk schmiert und EntzĂŒndungsmediatoren neutralisiert. In schweren FĂ€llen kann Cortison zur EntzĂŒndungshemmung zusĂ€tzlich verabreicht werden. Bei stĂ€rkerer SchĂ€digung wird oft hochmolekulare HyaluronsĂ€ure oder ein KombinationsprĂ€parat aus hoch- und niedermolekularer HyaluronsĂ€ure verwendet, um einen langanhaltenden, schĂŒtzenden Film um das Gelenk zu bilden. HyaluronsĂ€ure kann zudem ĂŒber das Futter verabreicht werden, um den Hyaluronspiegel im Blut zu erhöhen und das Gelenk besser zu versorgen.
Eigenbluttherapie (IRAP/ACS)
Die Behandlung mit Eigenblut ist ein moderner und teurer Ansatz, der ursprĂŒnglich aus der Humanmedizin stammt. Dabei wird dem Pferd Blut entnommen, das in speziellen Verfahren aufbereitet und konzentriert wird. Die Substanzen im aufbereiteten Serum können den Abbau von Knorpel reduzieren und die Regeneration fördern. Besonders das sogenannte IRAP (Interleukin-Rezeptor-Antagonist-Protein) bzw. ACS (autolog konditioniertes Serum) ist bei Arthrose wirkungsvoll, da es die Zytokine blockiert, die den Knorpelabbau vorantreiben. Diese Behandlung wird in der Regel zwei- bis fĂŒnfmal wiederholt und kostet bis zu 1000 Euro.
Therapeutische Arthroskopie
Die Arthroskopie wird bei Arthrose sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eingesetzt. Bei diesem Eingriff wird die KnorpeloberflÀche geglÀttet und lose Fragmente entfernt. HÀufig kommt die Arthroskopie bei Gelenkchips zum Einsatz. Ihr Nutzen bei Arthrose ist jedoch umstritten, da eine Studie aus der Humanmedizin keine signifikante Besserung im Vergleich zu einer Nichtbehandlung zeigte.
Spezialbeschlag
Ein spezialangefertigter Beschlag kann helfen, die Gelenke zu entlasten. Soll das Pferd barhuf laufen, ist eine regelmĂ€Ăige und fachgerechte Bearbeitung erforderlich, um Fehlstellungen zu verhindern und die Gelenke zu schonen.
Alternative Methoden
ErgÀnzend zu den klassischen Therapien setzen viele Pferdebesitzer auf alternative Methoden:
- Blutegeltherapie: Blutegel werden angesetzt, um Blut zu saugen. Dies soll entzĂŒndungshemmend wirken.
- Akupunktur: Lange, dĂŒnne Nadeln werden in die betroffenen Regionen gesetzt, um Blockaden im Energiefluss aufzulösen.
- Therapie-Gamaschen mit Keramikfasern: Diese Gamaschen können unterstĂŒtzend wirken und das Wohlbefinden verbessern.
Alternative Methoden sollten stets als unterstĂŒtzende MaĂnahmen verstanden werden und ersetzen keine tierĂ€rztliche Behandlung.
Reiten mit Arthrose
âĄïž Videotipp: RĂŒstige Rentner â Was braucht das alte Pferd? â In diesem Video erfahren Sie, wie Ă€ltere Pferde auch im Alter gesund und aktiv bleiben können. Es zeigt die besten Pflege- und Bewegungsstrategien fĂŒr Ă€ltere Pferde, erklĂ€rt die Wichtigkeit einer angepassten FĂŒtterung und gibt Tipps, wie Sie Arthrose und andere Altersbeschwerden gezielt lindern können. Ein wertvoller Ratgeber fĂŒr alle, die ihrem Pferd im Alter ein langes und erfĂŒlltes Leben ermöglichen möchten!
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Die Diagnose Arthrose bedeutet nicht zwingend, dass ein Pferd nicht mehr geritten werden kann â im Gegenteil. RegelmĂ€Ăige, schonende Bewegung hilft, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen, da sie die Gelenkfunktion unterstĂŒtzt und Muskeln aufbaut, die die Gelenke entlasten. Ein gut trainierter Muskelapparat schĂŒtzt die Gelenke und hilft, Ăbergewicht zu vermeiden, das die Arthrose verschlimmern kann.
Da ein Pferd mit Arthrose jedoch empfindlicher ist, sind Anpassungen im Training wichtig. Eine ausgedehnte AufwĂ€rmphase von mindestens 20 Minuten ist unerlĂ€sslich, damit sich die GelenkflĂŒssigkeit gut verteilt und die Gelenke geschmeidig bleiben. Auf enge Wendungen sollte verzichtet werden, da sie die Gelenke belasten. Stattdessen eignen sich gerade Linien auf weichem Boden, idealerweise auch im GelĂ€nde. Hier ist es wichtig, auf die Bodenbeschaffenheit zu achten, da sie Einfluss auf die Belastung hat.
Im Schritt ĂŒber kleine Hindernisse wie BaumstĂ€mme oder Stangen zu gehen, fördert die Beweglichkeit der Gelenke und stĂ€rkt die Muskeln. Bei leichter Arthrose kann Stangenarbeit in allen Gangarten helfen, die MobilitĂ€t zu erhalten. Springen sollte jedoch vermieden werden, da die StoĂdĂ€mpfung in den betroffenen Gelenken eingeschrĂ€nkt ist. Ebenso ist klassisches Longieren auf engem Zirkel nicht ratsam, da es eine einseitige Belastung der Gelenke darstellt. Stattdessen bieten sich Arbeit an der Hand, LangzĂŒgelarbeit oder Doppellonge an â Ăbungen, die auf groĂen Bahnen stattfinden und das Gewicht des Reiters entfallen lassen.
Wichtig ist, dass das Pferd nur dann geritten oder bewegt wird, wenn es lahmfrei ist. Lahmen oder Ticken ist ein Zeichen von Schmerz und sollte immer beachtet werden. Da Arthrose witterungsabhĂ€ngig Beschwerden verstĂ€rken kann, sollte der Reiter auch die Tagesform des Pferdes berĂŒcksichtigen.
FĂŒr alle Pferde â insbesondere solche mit Arthrose â ist freier Auslauf essenziell, um die GelenkflĂŒssigkeit zu aktivieren. Ein Aktiv- oder Offenstall mit einer ruhigen Herde und Bewegungsanreizen ist ideal. Die genaue Belastbarkeit eines Pferdes mit Arthrose sollte immer mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden.
Welche Futtermittel können bei Arthrose helfen?Â
FutterzusĂ€tze können die Behandlung von Arthrose nicht ersetzen, aber bestimmte Hausmittel können unterstĂŒtzend wirken, da sie entzĂŒndungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften haben. Zu den bewĂ€hrten ZusĂ€tzen gehören:
- GrĂŒnlippmuschelpulver
- MSM (Methylsulfonylmethan)
- Teufelskralle
- Ingwer
- Brennnessel
- HyaluronsÀure
Diese ZusĂ€tze sollten kurweise gefĂŒttert werden, da eine langfristige Gabe den Magen des Pferdes belasten kann. Jedes Pferd reagiert unterschiedlich auf die Mittel â daher ist es ratsam, verschiedene ZusĂ€tze auszuprobieren, um herauszufinden, was dem Pferd am besten hilft.
Wann muss ein Pferd wegen Arthrose eingeschlĂ€fert werden?Â
Auch wenn Arthrose heute gut behandelbar ist, bleibt sie unheilbar. Sollte die Krankheit und die damit verbundenen Schmerzen so stark sein, dass das Pferd kein lebenswertes Leben mehr fĂŒhren kann, liegt es in der Verantwortung des Pferdebesitzers, den letzten Schritt zu gehen und das Tier von seinen Leiden zu erlösen.
Arthrose beim Pferd:Â Zusammengefasst
Arthrose beim Pferd ist eine fortschreitende, nicht heilbare Gelenkerkrankung, die mit den richtigen MaĂnahmen und einer angepassten Pflege gut kontrolliert werden kann. Durch eine frĂŒhzeitige Diagnose und eine individuelle Behandlung, die entzĂŒndungshemmende Therapien, kontrollierte Bewegung und spezielle FutterzusĂ€tze umfasst, lĂ€sst sich die LebensqualitĂ€t des Pferdes erheblich verbessern. Dabei ist es wichtig, das Training behutsam und gelenkschonend zu gestalten, Ăberbelastung zu vermeiden und auf die Tagesform des Pferdes einzugehen. Alternative Therapien wie Blutegel, Akupunktur oder spezielle BeschlĂ€ge können tierĂ€rztliche MaĂnahmen zusĂ€tzlich unterstĂŒtzen.
FĂŒr Pferdebesitzer ist es entscheidend, die Symptome frĂŒhzeitig zu erkennen und eng mit dem Tierarzt zusammenzuarbeiten. So kann das Pferd trotz Arthrose ein aktives und erfĂŒlltes Leben fĂŒhren. Sollte jedoch der Punkt erreicht werden, an dem die LebensqualitĂ€t nicht mehr gewĂ€hrleistet werden kann, ist eine verantwortungsvolle Entscheidung im Sinne des Tieres gefragt.
Arthrose beim Pferd: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Was verschlimmert Arthrose beim Pferd?
Bewegungsmangel, Ăbergewicht, falsche Hufbearbeitung, zu frĂŒhe und intensive Belastung sowie unebenes GelĂ€nde können die Symptome von Arthrose verschlimmern.
Was hilft am besten bei Arthrose beim Pferd?
âSchonende Bewegung, eine angepasste FĂŒtterung und entzĂŒndungshemmende ErgĂ€nzungen wie GrĂŒnlippmuschelpulver und Teufelskralle können die Beschwerden lindern. Eine tierĂ€rztliche Behandlung mit HyaluronsĂ€ure-Injektionen und Eigenbluttherapie kann ebenfalls unterstĂŒtzend wirken.
Kann ein Pferd mit Arthrose geritten werden?
âJa, Bewegung ist wichtig, aber die IntensitĂ€t sollte angepasst sein. Schonendes Training, gerade Linien und eine grĂŒndliche AufwĂ€rmphase von mindestens 20 Minuten helfen dabei, die Gelenke zu mobilisieren.
Was kann ich einem Pferd mit Arthrose als Schmerzmittel geben?
âTierĂ€rztlich verschriebene entzĂŒndungshemmende Medikamente und ErgĂ€nzungsmittel wie MSM (Methylsulfonylmethan) und Teufelskralle können die Schmerzen lindern. Eine Gabe sollte jedoch immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Was hilft wirklich bei Arthrose beim Pferd?
âRegelmĂ€Ăige, kontrollierte Bewegung, eine ausgewogene ErnĂ€hrung und gezielte ErgĂ€nzungen wie HyaluronsĂ€ure und MSM können die LebensqualitĂ€t verbessern. Der tierĂ€rztliche Rat ist entscheidend fĂŒr eine geeignete Therapie.
Kann man ein Pferd mit Arthrose noch reiten?
âJa, aber das Training sollte an die BedĂŒrfnisse des Pferdes angepasst werden. Ăbungen an der Hand, LangzĂŒgelarbeit und das Vermeiden von engen Wendungen entlasten die Gelenke und fördern die MobilitĂ€t.
Wann sollte man ein Pferd mit Arthrose einschlÀfern lassen?
âWenn die Schmerzen trotz Behandlung nicht mehr kontrolliert werden können und das Pferd kein lebenswertes Leben mehr fĂŒhrt, kann das EinschlĂ€fern eine verantwortungsvolle Entscheidung sein. Dies sollte in enger Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Welches Zusatzfutter hilft bei Arthrose beim Pferd?
FutterzusĂ€tze wie GrĂŒnlippmuschelpulver, MSM, Teufelskralle, Ingwer und HyaluronsĂ€ure können entzĂŒndungshemmend und schmerzlindernd wirken. Es ist sinnvoll, verschiedene ZusĂ€tze auszuprobieren, um herauszufinden, was dem Pferd am besten hilft.
Was kann man gegen Arthrose beim Pferd tun?
âRegelmĂ€Ăige, schonende Bewegung, angepasstes Futter und gezielte Behandlung durch den Tierarzt helfen dabei, die Symptome zu lindern und die LebensqualitĂ€t des Pferdes zu erhalten.
Wie macht sich Arthrose beim Pferd bemerkbar?
âTypische Anzeichen sind Steifheit, Lahmheit, Probleme beim Aufstehen, geschwollene Gelenke, vermehrtes Stolpern und Bewegungsunlust, besonders bei kaltem Wetter.
Welche Ăbungen kann man mit einem Pferd machen, wenn es Arthrose hat?
âSchonende Bodenarbeit, LangzĂŒgelarbeit, geradlinige Bewegung auf weichem Boden und leichte Stangenarbeit im Schritt helfen, die Gelenke mobil zu halten und Muskeln aufzubauen.
Wie bewege ich ein Pferd mit Arthrose?
âDas Pferd sollte regelmĂ€Ăig und behutsam bewegt werden, idealerweise mit einer langen AufwĂ€rmphase. Geradlinige Bewegungen auf weichen Böden oder im GelĂ€nde und das Vermeiden von engen Wendungen entlasten die Gelenke.