Equines Asthma beim Pferd - Ursachen, Symptome & Behandlung

Equines Asthma beim Pferd - Ursachen, Symptome & Behandlung

Equines Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die Husten, Atemnot und Leistungsabfall verursacht. Erfahre die wichtigsten Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten sowie Tipps für eine optimale Haltung und Fütterung.

Inhaltsverzeichnis

Was ist equines Asthma? Ursachen & Entstehung

Equines Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung bei Pferden, die durch allergische Reaktionen auf Umweltreize wie Staub, Pollen oder Schimmelsporen ausgelöst wird. Die Krankheit führt zu einer Verengung der Atemwege, Schleimbildung und Entzündungen, wodurch das betroffene Pferd zunehmend unter Atemnot leidet. Früher wurden ähnliche Erkrankungen auch als RAO (Recurrent Airway Obstruction) oder COB (Chronisch Obstruktive Bronchitis) bezeichnet, heute spricht man allgemein von equinem Asthma.

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Equines Asthma vs. COPD & COB – Wo liegt der Unterschied?

Viele Pferdebesitzer sind unsicher, wenn sie Begriffe wie Equines Asthma, COPD und COB hören. Tatsächlich handelt es sich dabei um verschiedene Bezeichnungen für ähnliche Atemwegserkrankungen, die sich jedoch in Details unterscheiden.

Kurz erklärt:

  • Equines Asthma ist der heute gängige Begriff für chronische Atemwegserkrankungen bei Pferden.
  • COB (Chronisch Obstruktive Bronchitis) war eine ältere Bezeichnung für das gleiche Krankheitsbild.
  • COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) ist eine menschliche Erkrankung und wird für Pferde nicht mehr verwendet.
💡 Merke:
Der Begriff COPD wird für Pferde heute nicht mehr verwendet, da er sich eigentlich auf eine Lungenkrankheit beim Menschen bezieht. Die korrekte Bezeichnung ist „Equines Asthma“.
Richtige Terminologie: Stattdessen unterscheidet man heute zwischen leichtem und schwerem equinem Asthma, um den Krankheitsverlauf präziser zu beschreiben.

Ursachen: Allergien, Umweltfaktoren & genetische Veranlagung

Die Hauptursachen für equines Asthma sind Umweltfaktoren und allergische Reaktionen. Pferde reagieren besonders empfindlich auf feine Partikel in der Atemluft.

Risikofaktoren für equines Asthma:

Kategorie Risikofaktoren Auswirkungen auf die Atemwege
Staub & Schimmel Staubige Einstreu, Heustaub, verschimmeltes Futter Reizt die Schleimhäute, fördert Entzündungen
Luftqualität & Umwelt Schlechte Belüftung im Stall, hohe Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe in der Luft Erhöhte Feinstaubbelastung, Atemwegsreizungen
Pollen & Allergene Blütenpollen, Sporen, Insektenkot Allergische Reaktionen, Schwellung der Atemwege
Ammoniakdämpfe Urin- und Mistdämpfe in schlecht gereinigten Ställen Schleimhautreizung, Bronchialverengung
Genetische Veranlagung Bestimmte Pferderassen oder Blutlinien sind anfälliger Höheres Risiko für chronische Atemwegserkrankungen
Fütterung Trockenes, ungewaschenes Heu, minderwertige Heulage Aufnahme von Staubpartikeln, verstärkter Hustenreiz
Haltungsbedingungen Überwiegende Stallhaltung, wenig Bewegung an der frischen Luft Schleimansammlung in den Bronchien, schlechtere Lungenfunktion
Infektionen & Erkrankungen Wiederholte Atemwegsinfektionen oder unbehandelter Husten Chronische Schädigung der Atemwege, erhöhte Anfälligkeit für Asthma

💡 Tipp: Die beste Vorbeugung ist eine staubfreie Umgebung. Heu sollte bedampft oder nass gefüttert werden, und die Stallhygiene spielt eine große Rolle. Eine gute Belüftung sowie täglicher Weidegang helfen, die Atemwege gesund zu halten.

Warum leiden immer mehr Pferde an equinem Asthma?

Die Zahl der Pferde mit Atemwegserkrankungen nimmt stetig zu. Während früher vor allem ältere Pferde betroffen waren, erkranken heute zunehmend auch junge Tiere. Das liegt an einer Kombination aus veränderten Haltungsbedingungen, Umweltfaktoren und genetischen Aspekten.

1. Moderne Stallhaltung: Weniger Frischluft, mehr Staubbelastung

Pferde sind Lauftiere und an das Leben in offenen Weiten angepasst. Die heutige Haltung in geschlossenen Ställen mit begrenzter Luftzirkulation führt zu einer höheren Staub- und Ammoniakbelastung. Besonders in Pensionsställen mit hoher Pferdedichte ist die Luftqualität oft problematisch. Staub aus Einstreu, Heu und Futter gelangt in die Atemwege und kann Entzündungen auslösen.

➡️ Problem: Schlechte Luftqualität fördert chronische Atemwegserkrankungen.

2. Veränderte Fütterungsmethoden: Weniger Weidegang, mehr staubiges Heu

Früher verbrachten Pferde den Großteil ihrer Zeit auf der Weide und fraßen frisches Gras, das kaum Staub enthält. Heute ist der Weidegang oft eingeschränkt, und die Hauptnahrung besteht aus trockenem Heu und Kraftfutter.

  • Heu kann staubig oder schimmelig sein, was die Lunge reizt.
  • Kraftfutter statt natürlicher Bewegung: Pferde stehen länger still, husten Schleim nicht mehr ab.
  • Minderwertige Heulage oder Silage kann zusätzlich Schimmelsporen enthalten.

➡️ Problem: Staubiges Heu ist einer der größten Auslöser für equines Asthma.

3. Steigende Umweltverschmutzung: Feinstaub und Abgase belasten die Atemwege

Die Luftqualität hat sich in den letzten Jahrzehnten durch Feinstaub, Abgase und Umweltgifte verschlechtert. Besonders in der Nähe von Industriegebieten, Autobahnen oder landwirtschaftlichen Betrieben sind Pferde einer erhöhten Feinstaubbelastung ausgesetzt.

  • Blütenpollen, Pestizide und Schadstoffe in der Luft erhöhen die Allergieanfälligkeit.
  • Abgase und Feinstaub setzen sich in der Lunge ab und können chronische Entzündungen fördern.
  • Luftverschmutzung kann sogar das Immunsystem schwächen und Pferde anfälliger für Atemwegsinfekte machen.

➡️ Problem: Pferde mit empfindlichen Atemwegen reagieren verstärkt auf Umweltgifte.

4. Höhere Lebenserwartung: Mehr Diagnosen, mehr chronische Erkrankunge

nPferde werden heutzutage älter als noch vor einigen Jahrzehnten. Bessere medizinische Versorgung und optimierte Fütterung führen dazu, dass Krankheiten häufiger erkannt werden. Chronische Atemwegserkrankungen wie equines Asthma treten oft bei älteren Pferden auf, da sich über Jahre hinweg eine dauerhafte Schädigung der Lunge entwickelt.

➡️ Problem: Je älter das Pferd, desto höher das Risiko für chronische Atemwegsprobleme.

💡 Schon gewusst?
Pferde, die regelmäßig draußen auf der Weide stehen, sind seltener betroffen als Pferde, die vorwiegend im Stall gehalten werden. Bewegung an der frischen Luft hilft, die Atemwege freizuhalten und Schleim abzutransportieren.

Equines Asthma erkennen: Symptome & Diagnose

Equines Asthma entwickelt sich schleichend und wird oft erst spät erkannt. Besonders im Frühstadium sind die Symptome unspezifisch und können mit einem harmlosen Husten oder einer leichten Erkältung verwechselt werden. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln.

Typische Symptome – von Husten bis Nasenausfluss

Pferde mit equinem Asthma zeigen verschiedene Symptome, die je nach Schweregrad und Krankheitsverlauf variieren. Während einige Pferde nur gelegentlich husten, leiden andere unter schwerer Atemnot und chronischem Nasenausfluss.

Häufige Symptome von equinem Asthma:

Symptom Beschreibung
Husten Besonders nach dem Fressen von Heu oder während der Arbeit
Nasenausfluss Klar, weißlich oder gelblich – oft in Verbindung mit Husten
Erhöhte Atemfrequenz Pferd atmet schneller, auch in Ruhe
Atemgeräusche Pfeifen oder Rasseln bei der Atmung
Dampfrinne Deutlich sichtbare Bauchmuskulatur durch angestrengte Atmung
Leistungsabfall Pferd wird schneller müde, zeigt Unlust bei Bewegung
Erstickungsanfälle In schweren Fällen kann es zu lebensbedrohlicher Atemnot kommen
⚠️ Hinweis: Ein gelegentlicher Husten ist nicht sofort besorgniserregend. Hustet dein Pferd jedoch regelmäßig oder hat es Nasenausfluss, sollte ein Tierarzt die Lunge überprüfen.

Chronisches vs. akutes equines Asthma - wann wird es gefährlich?

Equines Asthma ist eine fortschreitende Erkrankung, die sich über Monate oder Jahre hinweg langsam verschlimmern kann. In manchen Fällen kommt es jedoch plötzlich zu einem akuten Asthmaanfall, der für das Pferd lebensgefährlich werden kann. Daher ist es wichtig, die Unterschiede zwischen chronischem und akutem Asthma zu kennen und zu wissen, wann schnelles Handeln erforderlich ist.

Chronisches equines Asthma: Ein schleichender Prozess

Die meisten Pferde mit equinem Asthma zeigen anfangs nur milde Symptome, die oft nicht als besorgniserregend wahrgenommen werden. Ein gelegentliches Husten nach dem Fressen oder während des Trainings wird häufig als „normal“ abgetan. Doch mit der Zeit verschlimmert sich die Erkrankung:

Typische Anzeichen eines chronischen Verlaufs:

  • Häufiger Husten, besonders nach Kontakt mit Heu oder Staub
  • Nasenausfluss, meist klar oder leicht weißlich
  • Leicht erhöhte Atemfrequenz, auch in Ruhe
  • Nachlassende Leistungsfähigkeit, Pferd ermüdet schneller
  • Vermehrter Schleim in den Atemwegen, der schwer abgehustet werden kann

Chronisches Asthma entwickelt sich meist über mehrere Monate oder Jahre und führt unbehandelt zu einer zunehmenden Verengung der Atemwege. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann sie in ein schweres, nicht mehr umkehrbares Stadium übergehen.

Akutes equines Asthma: Wenn plötzlich die Luft wegbleibt

Während sich das chronische Asthma schleichend verschlechtert, tritt ein akuter Asthmaanfall plötzlich und oft ohne Vorwarnung auf. Die Atemwege verkrampfen sich in kurzer Zeit, sodass das Pferd kaum noch Luft bekommt.

Anzeichen eines akuten Asthmaanfalls:

  • Pferd ringt nach Luft, Atmung ist angestrengt und flach
  • Pfeifende oder rasselnde Atemgeräusche
  • Starke Bauchatmung, deutlich sichtbare „Dampfrinne“
  • Erhöhte Atemfrequenz, auch in Ruhe extrem schwerfällig
  • Panikreaktionen: Pferd wirkt unruhig oder zeigt Erstickungsangst
  • Nüstern stark geweitet, um mehr Luft aufzunehmen

Ein akuter Asthmaanfall ist ein tiermedizinischer Notfall, der sofort behandelt werden muss! Ohne schnelle Hilfe kann das Pferd im schlimmsten Fall ersticken.

Was tun bei einem akuten Asthmaanfall?
☑️ Sofort den Tierarzt rufen! Keine Zeit verlieren, Notfallmedikamente bereithalten.
☑️ Pferd an einen luftigen Ort bringen (wenn möglich nach draußen oder ans Fenster).
☑️ Staub und Allergene vermeiden – keine Heu- oder Strohpartikel in der Nähe.
☑️ Ruhig bleiben und Pferd beruhigen – Stress kann die Atemnot verstärken.
Ein akuter Asthmaanfall kann durch extrem staubige Luft, Allergene oder Stresssituationen ausgelöst werden. Manche Pferde reagieren auf Pollenflug, Schimmelsporen im Heu oder sogar auf plötzliche Wetterumschwünge.

Chronisches oder akutes Asthma – welche Form hat mein Pferd?

Asthmaform Merkmale
Chronisches Asthma Langsame Verschlechterung über Monate oder Jahre
Regelmäßiger Husten, besonders nach Kontakt mit Staub
Schleimproduktion in den Atemwegen, Nasenausfluss
Pferd wird schneller müde, Leistung nimmt ab
Akutes Asthma Plötzliche Atemnot, oft innerhalb von Minuten oder Stunden
Schwere Bauchatmung, geweitete Nüstern, Panikreaktionen
Pfeifende Atemgeräusche, Erstickungsgefahr

Chronisches Asthma kann durch gutes Management und eine staubfreie Umgebung oft stabil gehalten werden. Akute Asthmaanfälle erfordern jedoch sofortiges Handeln, um lebensgefährliche Situationen zu vermeiden.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose? Untersuchungsmethoden erklärt

Die Diagnose von equinem Asthma erfordert eine sorgfältige Untersuchung, da die Symptome anfangs oft unspezifisch sind und mit einer harmlosen Erkältung verwechselt werden können. Der Tierarzt nutzt verschiedene Methoden, um die Atemwege zu beurteilen und andere mögliche Ursachen wie Infektionen oder anatomische Probleme auszuschließen.

➡️ Videotipp: Equines Asthma - So stellen Tierärzte die Diagnose! Dr. med. vet. Julia Engels erklärt, wie Tierärzte Equines Asthma erkennen, welche Untersuchungsmethoden eingesetzt werden und welche nächsten Schritte für eine gezielte Behandlung folgen – ein wichtiger Einblick in die Diagnostik!

1. Klinische Untersuchung

Der erste Schritt ist eine ausführliche Allgemeinuntersuchung, bei der der Tierarzt folgende Punkte überprüft:

  • Atemfrequenz und Atemgeräusche
  • Nüstern und Nasenausfluss (Farbe, Konsistenz, Menge)
  • Bauchatmung und Dampfrinne
  • Allgemeinzustand und Leistungsfähigkeit

Durch Abhören der Lunge mit einem Stethoskop kann der Tierarzt bereits erste Hinweise auf Schleimansammlungen oder Verengungen der Atemwege erhalten.

2. Endoskopie der Atemwege

Mithilfe eines Endoskops kann die Luftröhre und die Bronchien direkt untersucht werden. Dabei wird ein dünner Schlauch mit einer Kamera über die Nüstern oder das Maul in die Atemwege eingeführt. So lassen sich Schleimablagerungen, Entzündungen oder anatomische Veränderungen erkennen.

3. Bronchoalveoläre Lavage (BAL)

Die sogenannte Lungenspülung ist eine der zuverlässigsten Methoden zur Diagnose von equinem Asthma. Dabei wird eine kleine Menge Flüssigkeit in die Lunge eingebracht und wieder abgesaugt, um Zellen und Entzündungsmarker zu analysieren. Je nach Zellzusammensetzung kann festgestellt werden, ob eine allergische oder entzündliche Reaktion vorliegt.Hinweis-Box:
Die BAL ist besonders hilfreich, um chronisches von akutem Asthma zu unterscheiden. Bei Pferden mit schwerem equinem Asthma finden sich oft vermehrt entzündliche Zellen in der Flüssigkeitsprobe.

4. Röntgen und Ultraschall

Um strukturelle Veränderungen der Lunge sichtbar zu machen, können Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen eingesetzt werden. Besonders bei fortgeschrittenem equinem Asthma zeigen sich typische Verdichtungen und Vernarbungen in den Lungenflügeln.

5. Atemwegstests und Belastungstests

Einige Tierärzte führen spezielle Atemtests durch, um die Lungenfunktion genauer zu beurteilen. Dabei wird die Atemfrequenz vor und nach einer Belastungssituation gemessen, um festzustellen, wie stark die Atemwege auf Anstrengung reagieren.Tipp-Box:
Eine frühzeitige Diagnose kann verhindern, dass sich equines Asthma verschlimmert. Je früher eine gezielte Behandlung beginnt, desto besser sind die Chancen, die Atemwegsfunktion möglichst lange stabil zu halten.

Lebenserwartung: Kann ein Pferd mit equinem Asthma alt werden?

Die Lebenserwartung eines Pferdes mit equinem Asthma hängt stark von der Früherkennung und dem Management der Krankheit ab. Obwohl equines Asthma nicht heilbar ist, kann ein betroffenes Pferd mit der richtigen Haltung und Behandlung noch viele Jahre ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.

Faktoren, die die Lebenserwartung beeinflussen

  • Frühzeitige Diagnose: Je früher das Problem erkannt wird, desto besser kann es behandelt werden.
  • Optimale Haltungsbedingungen: Eine staubfreie Umgebung ist entscheidend.
  • Regelmäßige Bewegung: Unterstützt den Abtransport von Schleim aus der Lunge.
  • Gezielte medikamentöse Therapie: Inhalationstherapie und entzündungshemmende Medikamente können helfen, die Symptome zu kontrollieren.

Wie lange kann ein Pferd mit equinem Asthma leben?

Mit einer konsequenten Behandlung und Anpassung der Haltung kann die Lebenserwartung fast der eines gesunden Pferdes entsprechen. Pferde, die jedoch keine angepasste Haltung oder Therapie erhalten, leiden oft unter wiederkehrenden Atemwegsinfektionen und einer zunehmenden Verschlechterung der Lungenfunktion.

Unbehandeltes equines Asthma kann im schlimmsten Fall zu einer dauerhaften, irreversiblen Schädigung der Lunge führen, die die Lebensqualität stark einschränkt. Eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte Therapie sind entscheidend für eine lange Lebenserwartung.

Equines Asthma behandeln: Die besten Therapien & Medikamente

Equines Asthma ist nicht heilbar, aber mit einer gezielten Therapie und einem guten Management lassen sich die Symptome oft deutlich reduzieren. Die Behandlung setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

  1. Medikamentöse Therapie, um akute Symptome zu lindern und Entzündungen zu kontrollieren
  2. Inhalationstherapie, um Medikamente gezielt in die Lunge zu bringen
  3. Haltungs- und Fütterungsanpassung, um Reizstoffe in der Umgebung zu minimieren
  4. Alternative und unterstützende Behandlungen, um die Atemwege zusätzlich zu entlasten

Medikamentöse Behandlung: Was hilft wirklich?

Bei Pferden mit equinem Asthma können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, um die Atemwege zu weiten, Entzündungen zu reduzieren und Schleim zu lösen. Dabei unterscheidet man zwischen kurzfristigen Notfallmedikamenten und langfristigen Therapien zur Stabilisierung der Atemwege.

Wichtige Medikamente zur Behandlung von equinem Asthma:

Wirkstoffklasse Wirkung Beispiele
Bronchodilatatoren Erweitern die Atemwege, erleichtern das Atmen Clenbuterol, Salbutamol
Kortikosteroide Entzündungshemmend, reduzieren Schleimproduktion Dexamethason, Prednisolon
Antihistaminika Blockieren allergische Reaktionen Clemastin, Hydroxyzin
Mukolytika Lösen zähen Schleim in den Atemwegen Acetylcystein, Bromhexin
Immunmodulatoren Stärken das Immunsystem und reduzieren Entzündungen Interferon alpha

Wann ist Cortison notwendig?

Cortison ist eines der wirksamsten Medikamente gegen equines Asthma, da es Entzündungen reduziert und die Schleimproduktion hemmt. Es wird entweder als Tablette, Spritze oder Inhalationsmittel verabreicht. Langfristige systemische Gaben von Cortison können jedoch Nebenwirkungen wie Muskelabbau oder Hufrehe verursachen. Daher bevorzugen viele Tierärzte die lokale Anwendung per Inhalation, um die Belastung für den Körper zu minimieren.

Systemisches Cortison sollte nur unter tierärztlicher Aufsicht eingesetzt werden, da es den Stoffwechsel beeinflussen kann. Die inhalative Therapie ist oft besser verträglich.

Inhalieren bei equinem Asthma: Methoden & Geräte im Vergleich

Die Inhalationstherapie ist eine der effektivsten Behandlungsmethoden bei equinem Asthma, da sie die Medikamente direkt in die Lunge bringt. Dadurch kann die Dosierung reduziert und Nebenwirkungen minimiert werden.

Methoden der Inhalationstherapie:

Methode Vorteile Nachteile
Vernebler Feine Partikel gelangen tief in die Lunge, individuell dosierbar Anschaffungskosten hoch
Dosieraerosole (Asthmasprays) Einfache Anwendung, gezielte Medikamentengabe Erfordert Maske für das Pferd
Sole-Inhalation Natürliche Reinigung der Atemwege, entzündungshemmend Wirkung langsamer als Medikamente

Welches Gerät ist das beste?

  • Elektrische Vernebler erzeugen feinen Nebel, der tief in die Bronchien gelangt.
  • Asthmasprays mit speziellen Inhalationsmasken sind einfach in der Handhabung.
  • Solekammern und Ultraschallvernebler helfen, Schleim zu lösen und die Atemwege zu reinigen.
💡 Tipp:
Inhalationstherapie bei equinem Asthma: Pferde mit equinem Asthma profitieren von einer regelmäßigen Inhalationstherapie, die hilft, die Atemwege zu befeuchten und Schleim zu lösen.
Staubfreie Umgebung: Eine möglichst staubfreie Haltung – etwa durch nasses Heu, entstaubtes Einstreu oder Offenstallhaltung – unterstützt den Therapieerfolg nachhaltig.

Alternative & ergänzende Therapien: Von Solekammern bis Homöopathie

Neben schulmedizinischen Behandlungen gibt es verschiedene ergänzende Methoden, die helfen können, die Atemwege zu entlasten und das Immunsystem zu stärken.

Sole-Inhalation & Halotherapie

  • Salzhaltige Luft wirkt entzündungshemmend und schleimlösend.
  • Solekammern oder spezielle Inhalationsgeräte können helfen, die Symptome zu lindern.

Akupunktur & Physiotherapie

  • Akupunktur kann die Durchblutung der Atemwege fördern und Verkrampfungen lösen.
  • Physiotherapie mit gezielten Dehnübungen verbessert die Atmung und Mobilität der Rippenmuskulatur.

Kräuter und homöopathische Mittel

  • Thymian, Efeu und Süßholzwurzel wirken schleimlösend.
  • Globuli wie Antimonium arsenicosum werden in der Homöopathie zur Unterstützung der Atemwege eingesetzt.
Wichtiger Hinweis
Alternative Therapien können die schulmedizinische Behandlung ergänzen, sollten aber nicht als alleinige Therapie verwendet werden.

Die Behandlung von equinem Asthma erfordert eine Kombination aus Medikamenten, Inhalation und Haltungsanpassung. Bronchodilatatoren, Cortison und Mukolytika helfen, die Symptome zu kontrollieren. Die Inhalationstherapie ist eine besonders wirksame und schonende Methode. Sole-Inhalation, Kräuter und Physiotherapie können als unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden.

Haltung & Fütterung: Wie lebt ein Pferd mit equinem Asthma am besten?

Die richtige Haltung und Fütterung spielen eine entscheidende Rolle im Management von equinem Asthma. Staub, Schimmel und schlechte Luftqualität sind die größten Auslöser für Atemwegserkrankungen. Daher sollte die Umgebung des Pferdes so staubarm wie möglich gestaltet werden. Neben einer angepassten Stallhaltung trägt auch die Wahl des richtigen Futters dazu bei, die Atemwege zu entlasten.

Staubarme Einstreu & optimales Stallklima

Ein staubfreier Stall ist einer der wichtigsten Faktoren für Pferde mit Asthma. Besonders Einstreu, Heu und mangelnde Belüftung können die Atemwege belasten.

Tipps für eine asthmagerechte Stallhaltung
☑️ Tägliches Ausmisten, um Ammoniak- und Staubbelastung zu minimieren
☑️ Großzügige Belüftung, um frische Luftzirkulation zu gewährleisten
☑️ Offenstall oder Paddockhaltung, um den Kontakt mit Stallstaub zu reduzieren
☑️ Getrennte Fütterung und Einstreu-Wechselzeiten, damit das Pferd nicht im aufgewirbelten Staub steht

Welche Einstreu ist die beste Wahl?

Nicht jede Einstreu ist für asthmakranke Pferde geeignet. Während Stroh oft zu staubig ist, gibt es Alternativen, die deutlich weniger Staub entwickeln.

Vergleich: Welche Einstreu eignet sich für Pferde mit Asthma?

Einstreu Vorteile Nachteile
Staubarmes Stroh Natürlich, gute Saugfähigkeit Kann dennoch staubig sein, oft schimmelanfällig
Hobelspäne Staubarm, leicht zu reinigen Mäßige Saugfähigkeit, kann trocken stauben
Leinenstroh Extrem staubarm, hohe Saugkraft Teurer als andere Alternativen
Pelleteinstreu Staubfrei nach Befeuchtung, hohe Saugkraft Muss regelmäßig nachbefeuchtet werden
Sand oder Gummimatten Nahezu staubfrei, hygienisch Weniger Komfort für liegende Pferde

💡 Tipp: Leinenstroh oder Holzpellets sind besonders empfehlenswert, da sie fast staubfrei sind und die Atemwege entlasten.

Raufutter: Heubedampfer, nasses Heu oder Heulage?

Das Raufutter ist die häufigste Ursache für Staubexposition. Deshalb ist es essenziell, eine staubarme Alternative zu finden, ohne die Verdauung und Nährstoffversorgung des Pferdes zu gefährden.

Welche Fütterungsmethode ist bei Equinem Asthma am besten?

Fütterungsmethode Vorteile Nachteile
Trockenes Heu Natürlichste Fütterung, einfach zu lagern Staubbelastung sehr hoch, nicht geeignet
Nasses Heu Bindet Staub, reduziert Allergene Kann schnell schimmeln, aufwendige Handhabung
Bedampftes Heu Tötet Schimmelsporen und Bakterien, staubfrei Anschaffung eines Heubedampfers nötig
Heulage Staubfrei, hohe Feuchtigkeit Muss qualitativ hochwertig sein, Fermentierung kann problematisch sein

Bedampftes Heu ist die beste Wahl für Pferde mit Asthma, da es nahezu staubfrei ist und Schimmelsporen entfernt. Falls kein Heubedampfer vorhanden ist, kann nasses Heu eine Alternative sein, sollte aber sofort verfüttert werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Heulage ist nicht für jedes Pferd geeignet! Der hohe Fermentationsgrad kann bei empfindlichen Pferden Verdauungsprobleme verursachen.

Kann man ein Pferd mit equinem Asthma noch reiten?

Viele Pferdebesitzer fragen sich, ob ein Pferd mit Asthma noch belastet werden darf. Die Antwort hängt vom Schweregrad der Erkrankung und dem individuellen Zustand des Pferdes ab.

  • Leichtes equines Asthma: Das Pferd kann meist weiterhin normal geritten werden.
  • Mittelschweres Asthma: Reiten ist möglich, aber in angepasstem Tempo und mit längeren Aufwärm- und Erholungsphasen.
  • Schweres equines Asthma: Stark betroffene Pferde sollten nur noch schonend bewegt werden, da starke Belastung Atemnot auslösen kann.

Reiten ist möglich, wenn das Pferd symptomfrei ist und keine Atemnot zeigt. Die Belastung sollte individuell angepasst werden.

Training & Bewegung: Was ist noch möglich?

Regelmäßige Bewegung ist für asthmakranke Pferde essenziell, da sie den Abtransport von Schleim aus der Lunge unterstützt und die allgemeine Fitness fördert. Dabei sollte das Training so gestaltet sein, dass es die Atmung fördert, ohne das Pferd zu überlasten.

Empfohlene Trainingsformen für Pferde mit Asthma:

  • Geländeritte in frischer Luft, um die Lunge zu durchlüften
  • Longieren in ruhigem Tempo, um eine gleichmäßige Atmung zu fördern
  • Cavaletti- und Bodenarbeit, um die Beweglichkeit der Rippenmuskulatur zu erhalten
  • Lockernde Dehnübungen, um Verspannungen durch erschwerte Atmung zu vermeiden

Was sollte vermieden werden?

  • Intensive Belastung bei hoher Luftfeuchtigkeit oder starkem Pollenflug
  • Reiten in staubiger Halle ohne gute Belüftung
  • Zwangspausen über mehrere Wochen, da dies die Schleimproduktion fördert

Ein gut gemanagtes Pferd mit Asthma kann oft lange aktiv bleiben. Bewegung hilft, die Lunge zu stärken und die Atemwege freizuhalten.

Notfall: Was tun bei einem Asthmaanfall beim Pferd?

Ein schwerer Asthmaanfall beim Pferd kann lebensbedrohlich sein. Wenn die Atemwege sich plötzlich stark verengen, bekommt das Pferd nicht mehr genug Sauerstoff. In solchen Fällen ist schnelles und besonnenes Handeln entscheidend, um das Leben des Pferdes zu retten.

Symptome eines schweren Asthmaanfalls

Ein Asthmaanfall kann sich schleichend entwickeln oder plötzlich auftreten. Typische Anzeichen sind:

  • Deutlich erschwerte Atmung, selbst in Ruhe
  • Stark geweitete Nüstern und angespannte Bauchmuskulatur
  • Rasselnde oder pfeifende Atemgeräusche
  • Erhöhte Atemfrequenz, sichtbare Anstrengung bei jeder Ein- und Ausatmung
  • Panikreaktionen wie Unruhe oder Schweißausbrüche
  • Blau verfärbte Schleimhäute (Hinweis auf Sauerstoffmangel)

Je nach Schweregrad kann ein Asthmaanfall in wenigen Minuten eskalieren. Wenn das Pferd in Panik gerät oder das Atmen extrem schwerfällt, besteht akute Lebensgefahr.

💡 Erste Hilfe für Pferde mit akuter Atemnot
Bei einem schweren Asthmaanfall zählt jede Minute. Sofortige Maßnahmen können helfen, die Situation zu stabilisieren, bis der Tierarzt eintrifft.
1. Pferd sofort an einen gut belüfteten Ort bringen:
✔ Frische Luft ist essenziell. Falls möglich, das Pferd ins Freie führen, aber dabei Hektik vermeiden.
✔ Staubquellen wie Heu oder Stroh meiden.
2. Ruhe bewahren und Panik vermeiden:
✔ Stress verstärkt die Atemnot. Ruhig auf das Pferd einwirken, hektische Bewegungen vermeiden.
✔ Andere Pferde aus der Nähe entfernen, um Unruhe zu verhindern.
3. Asthma-Medikamente verabreichen (falls vorhanden):
✔ Falls das Pferd bereits Medikamente wie Bronchodilatatoren oder Cortison vom Tierarzt verordnet bekommen hat, diese sofort einsetzen.
✔ Inhalationsgeräte oder Notfall-Sprays nutzen, falls verfügbar.
4. Nüstern sanft befeuchten:
✔ Ein feuchtes Tuch oder Inhalationsdampf kann helfen, die Atemwege leicht zu befeuchten und die Schleimlösung zu unterstützen.
5. Tierarzt rufen:
✔ Ein schwerer Asthmaanfall ist ein lebensbedrohlicher Notfall. Auch wenn sich die Symptome bessern, sollte das Pferd tierärztlich untersucht werden.

Wann sollte der Tierarzt gerufen werden?

Nicht jeder Hustenanfall erfordert sofort einen Notruf, doch es gibt klare Anzeichen, bei denen ein Tierarzt umgehend verständigt werden sollte:

  • Plötzliche, schwere Atemnot, die auch in Ruhe nicht besser wird
  • Starke Bauchatmung und ausgeprägte Dampfrinne
  • Panik oder Kollaps, das Pferd wirkt orientierungslos oder schwankt
  • Blau verfärbte Schleimhäute (Hinweis auf Sauerstoffmangel)
  • Keine Besserung trotz eigener Maßnahmen
💡 Wichtig:
Frühzeitige Erkennung von Atemproblemen: Auch milde Symptome sollten ernst genommen werden, da sie ein Hinweis auf eine beginnende Atemwegserkrankung sein können.
Tierärztliche Abklärung: Ein Pferd mit regelmäßig wiederkehrenden Atemproblemen sollte unbedingt tierärztlich untersucht werden, um frühzeitig eine geeignete Therapie einzuleiten.

Ein schwerer Asthmaanfall ist ein Notfall und kann lebensbedrohlich sein. Erste Hilfe-Maßnahmen wie Frischluft, Ruhe und Notfallmedikamente können helfen, bis der Tierarzt eintrifft. Langfristig ist eine angepasste Haltung, Fütterung und Therapie der beste Schutz, um das Risiko schwerer Anfälle zu minimieren.

So lässt sich Equines Asthma langfristig managen

Equines Asthma ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar, aber gut kontrollierbar ist. Der Schlüssel zu einem möglichst beschwerdefreien Leben liegt in einer Kombination aus frühzeitiger Diagnose, gezielter Behandlung und optimalem Management der Haltung und Fütterung.

Wichtige Maßnahmen zur langfristigen Kontrolle von equinem Asthma:

  • Eine staubfreie Umgebung schaffen, etwa durch Offenstallhaltung oder gut belüftete Boxen mit staubarmer Einstreu
  • Die Fütterung anpassen, insbesondere durch bedampftes Heu oder hochwertige Heulage
  • Gezielte medikamentöse Therapie nach tierärztlicher Empfehlung, etwa durch Inhalationstherapie, Bronchodilatatoren und Cortison
  • Regelmäßige, moderate Bewegung, um die Lungenfunktion zu fördern und den Schleimabtransport zu unterstützen
  • Ausreichender Weidegang und frische Luft, um die Belastung durch Stallstaub zu minimieren

Warum ist frühzeitige Behandlung so wichtig?
Je früher Equines Asthma erkannt wird, desto besser kann die Erkrankung kontrolliert werden. Unbehandelt kann es zu irreversiblen Lungenschäden kommen, die die Lebensqualität des Pferdes erheblich einschränken und seine Leistungsfähigkeit stark reduzieren.Mit der richtigen Therapie und Haltung können viele betroffene Pferde jedoch über Jahre hinweg ein aktives und weitgehend beschwerdefreies Leben führen. Ein konsequentes Management ist entscheidend, um schwere Krankheitsverläufe und akute Notfälle zu vermeiden.

Equines Asthma: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Wie bekommt ein Pferd equines Asthma?

Equines Asthma wird durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Umweltreizen ausgelöst. Häufige Ursachen sind Staub, Schimmelsporen, Pollen oder Ammoniakdämpfe in schlecht belüfteten Ställen. Langfristige Belastung durch diese Reizstoffe kann zu chronischen Entzündungen der Bronchien führen, die die Atemwege dauerhaft verengen.

Was füttern bei equinem Asthma?

Pferde mit equinem Asthma sollten möglichst staubfreies Futter erhalten. Empfehlenswert ist bedampftes Heu, da es Schimmelsporen und Staub reduziert. Alternativ kann hochwertige Heulage gefüttert werden. Kraftfutter sollte ebenfalls staubarm sein, und Zusatzstoffe wie schleimlösende Kräuter können unterstützend wirken.

Ist equines Asthma vererbbar?

Es gibt Hinweise darauf, dass eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen kann. Pferde aus Linien, in denen Atemwegserkrankungen häufiger vorkommen, können anfälliger sein. Dennoch sind Umweltfaktoren der Hauptauslöser, und eine angepasste Haltung kann das Risiko verringern.

Wie schlimm ist equines Asthma?

Die Schwere der Erkrankung variiert stark. In leichten Fällen treten nur gelegentliche Symptome auf, die durch eine optimierte Haltung gut kontrolliert werden können. Bei schweren Verläufen kann das Pferd jedoch dauerhaft unter Atemnot leiden, was seine Lebensqualität und Leistungsfähigkeit stark einschränkt. Ohne Behandlung kann die Krankheit fortschreiten und im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Warum atmet mein Pferd im Ruhezustand schwer?

Schwere Atmung in Ruhe kann ein Zeichen für Atemwegsprobleme wie equines Asthma sein. Mögliche Ursachen sind verengte Bronchien, übermäßige Schleimbildung oder Entzündungen der Atemwege. Auch eine schlechte Luftqualität im Stall kann das Atmen erschweren. Ein Tierarztbesuch ist ratsam, um die Ursache abzuklären.

Warum zieht ein Pferd den Bauch hoch?

Wenn ein Pferd den Bauch sichtbar hochzieht, nutzt es seine Bauchmuskulatur verstärkt zur Unterstützung der Atmung. Dies ist ein typisches Zeichen für eine erschwerte Atmung, wie sie bei equinem Asthma vorkommt. Die sogenannte Bauchatmung ist besonders bei fortgeschrittenen Fällen zu beobachten.

Was ist die Dampfrinne bei equinem Asthma?

Die Dampfrinne ist eine sichtbare Vertiefung entlang der Bauchmuskulatur, die durch dauerhaft erhöhte Atemarbeit entsteht. Pferde mit chronischem Asthma müssen oft ihre Bauchmuskulatur einsetzen, um die Luft aus der Lunge zu pressen. Dadurch entwickelt sich eine verstärkte Muskulatur entlang der unteren Bauchlinie, die als Dampfrinne bezeichnet wird.

Autor*in
Nele SchimmelpfennigKlinikenMehr VON CMH.TV

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