
Experten warnen vor negativen Folgen eines Trail-Hunting-Verbots
Neue Regel fordert unabhängige Überprüfung der Jagdgesetzgebung
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Ein neues politisches Briefing-Papier mit dem Titel „Broken Countryside“ fordert die britische Regierung auf, eine unabhängige Instanz zur Überprüfung der Jagdgesetzgebung einzusetzen. Die Autoren Charlie Pye-Smith und Jim Barrington argumentieren, dass der Hunting Act von 2004 das Leid wildlebender Tiere verstärkt habe und warnen davor, dass ein Verbot des Trail-Huntings die Situation weiter verschlechtern könnte.
In dem Papier, das auf den Erkenntnissen des „Rural Wrongs“-Projekts basiert, heißt es, dass das geplante Verbot erhebliche negative Auswirkungen auf die ländliche Wirtschaft und Gemeinschaften haben werde. Die Autoren betonen, dass bis zu 10.000 Jagdhunde und zahlreiche Jagdpferde ohne Verwendung bleiben und möglicherweise getötet werden müssten.
Auch die British Hound Sports Association (BHSA) unterstützt den Ruf nach einer umfassenden, wissenschaftlich fundierten Überprüfung der Jagdgesetzgebung. Sie kritisiert, dass bestehende Gesetze von Ideologie statt von Fakten geprägt seien und fordert eine systematische Reform aller relevanten Wildtiergesetze.
Die britische Regierung hält jedoch an ihrem Plan fest, das Trail-Hunting zu verbieten, wie es im Wahlmanifest angekündigt wurde. Befürworter der unabhängigen Überprüfung warnen davor, dass eine weitere Verschärfung der Jagdgesetze sowohl den Tierschutz als auch das ländliche Leben nachhaltig beeinträchtigen könnte.