FEI-Anhörung zu Missbrauchsvorwürfen gegen Cesar Parra gestartet

FEI-Anhörung zu Missbrauchsvorwürfen gegen Cesar Parra gestartet

Dressurreiter muss sich nach mehr als einem Jahr Suspendierung verantworten

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Die zweitägige Anhörung zu den Missbrauchsvorwürfen gegen den Dressurreiter Cesar Parra hat begonnen. Mehr als ein Jahr nach seiner vorläufigen Suspendierung muss sich der ehemalige kolumbianische und US-amerikanische Teamreiter nun den Anschuldigungen stellen.

Parra war im Februar 2024 suspendiert worden, nachdem umfangreiches Videomaterial von Adam Steffens und Sven Smienk der FEI und weiteren Organisationen zugespielt wurde. Smienk, inzwischen kanadischer Reiter, hatte zuvor für Parra gearbeitet. Die FEI hat seitdem zahlreiche Zeugen befragt und will ein möglichst belastbares Verfahren führen, um einer potenziellen Berufung vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) standzuhalten.

Ursprünglich war die Anhörung bereits vor zwei Monaten angesetzt, wurde aber von Parra aufgrund gesundheitlicher Gründe verschoben. Der Reiter, der derzeit auf seiner Farm in Jupiter, Florida, lebt – eine Immobilie, die laut Informationen von horses.nl für vier Millionen US-Dollar zum Verkauf steht –, nahm nun an dem nicht-öffentlichen Verfahren teil.

USEF, die amerikanische Federation, erklärte, dass sie erst nach einer Regeländerung im Dezember 2024 Maßnahmen außerhalb von Wettkampfstätten ergreifen könne. Dennoch unterstützte sie die vorläufige Suspendierung durch die FEI und kündigte an, der endgültigen Entscheidung zu folgen. Das US Center for Safe Sport, das ebenfalls Beschwerden erhalten haben soll, hat bislang keine Maßnahmen ergriffen.

In Deutschland wurden bereits zwei Pferdehändler, die mit Parra zusammengearbeitet haben sollen, kurz nach Veröffentlichung der Videos suspendiert.

Autor*in
Sophia WilhelmKlinikenMehr VON CMH.TV

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