FEI will LLN-Finale nicht mehr als Qualifikation für Los Angeles 2028 werten

FEI will LLN-Finale nicht mehr als Qualifikation für Los Angeles 2028 werten

Vorgeschlagene Änderungen sollen mehr Chancengleichheit für nicht-europäische Nationen schaffen

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Im Rahmen des FEI Sports Forums in Lausanne hat der Weltreiterverband vorgeschlagen, die Longines League of Nations (LLN) künftig nicht mehr als Qualifikationsweg für die Olympischen Spiele zu nutzen. Damit würden für Los Angeles 2028 keine Startplätze mehr über die LLN-Finale in Barcelona vergeben – im Gegensatz zu den beiden zurückliegenden Zyklusjahren, in denen jeweils zwei Teams dort ein Olympiaticket lösen konnten.

Stattdessen sollen diese Startplätze bei den Weltmeisterschaften 2026 in Aachen vergeben werden, wo dann sieben statt wie bisher fünf Teams qualifiziert werden könnten. Diese Änderung betrifft vor allem den Springsport. In der Vielseitigkeit soll zudem das Mindestalter der Pferde auf neun Jahre angehoben werden, wie es bereits im Springen der Fall ist – in der Dressur bleibt die Teilnahme für achtjährige Pferde weiterhin möglich.

Die FEI begründet die Vorschläge mit dem Ziel, mehr internationale Ausgewogenheit zu schaffen. LLN sei laut FEI-Springsportchef Todd Hinde ein Format für die zehn besten Nationen, wodurch andere Länder kaum realistische Chancen auf eine Olympiaqualifikation hätten.

Kritik kam unter anderem vom französischen Reiterverband, der das bisherige LLN-System als fair und sportlich gerechtfertigt bezeichnete. Zudem befürchtet die FFE, dass der Status der LLN weiter geschwächt wird, da bereits jetzt das Interesse unter Spitzenreitern gering sei. Die Vorschläge müssen noch von der FEI-Generalversammlung und dem IOC bestätigt werden.

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Sophia WilhelmKlinikenMehr VON CMH.TV

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