Frühe Erfahrungen prägen das Pferdeleben

Frühe Erfahrungen prägen das Pferdeleben

Neue Forschung zur optimalen Ausbildung junger Pferde

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Das Alter, in dem ein Pferd für das Training und das Reiten bereit ist, bleibt ein viel diskutiertes Thema. Während früher vor allem die physische Belastbarkeit im Fokus stand, rückt heute das mentale Wohlbefinden der Tiere zunehmend in den Mittelpunkt. Ein Workshop im Jockey Club Newmarket, veranstaltet von der Beaufort Cottage Educational Trust und dem Graf Lehnsdorff Institut für Pferdewissenschaften, widmete sich dieser Thematik mit einem breiten Kreis an Fachleuten.

Besonders die ethischen Aspekte der Pferdeausbildung standen im Zentrum der Debatte. Die Einführung eines Mindestalters für das Training und den Wettkampfeinsatz – wie es in Deutschland mit einer Grenze von 30 Monaten bereits gesetzlich verankert wurde – zeigt, dass der gesellschaftliche Druck auf den Reitsport wächst. Der sogenannte „soziale Lizenz zum Operieren“ steht auf dem Spiel, wenn die Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu stark von tierschutzrechtlichen Bedenken geprägt wird.

Das derzeit verbreitetste Modell zur Beurteilung des Wohlbefindens von Pferden ist das „Five Domains Model“. Dieses Modell berücksichtigt neben der körperlichen Gesundheit auch psychische und soziale Faktoren, die Einfluss darauf haben, wie sich ein Tier fühlt. Die wachsende Forderung aus Wissenschaft und Gesellschaft, Pferden nicht nur ein „lebenswertes Leben“, sondern ein „gutes Leben“ zu ermöglichen, dürfte die Diskussion in Zukunft weiter prägen.

Weitere Informationen können direkt hier nachgelesen werden: Start ‘em young, treat ‘em right: How horses’ early life experiences can set them up for success in life - Pearson - Equine Veterinary Journal - Wiley Online Library

Autor*in
Sophia WilhelmKlinikenMehr VON CMH.TV

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