
Kaltblutzüchter für Erhalt einheimischer Nutztierrassen ausgezeichnet
Auszeichnungen für die Familie zum Berge-Utspann, Kaltblutzucht Faßbender und die Zuchtgemeinschaft Meyer zu Hücker
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Im Rahmen der FN-Bundeskaltblutschau wurden drei Kaltblutzuchtstätten für ihren Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen geehrt. Das Informations- und Koordinationszentrum für Biologische Vielfalt (IBV) zeichnete gemeinsam mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die Zuchtstätten Familie zum Berge-Utspann GmbH & Co KG, die Kaltblutzucht Faßbender sowie die Zuchtgemeinschaft Meyer zu Hücker aus.
Von ihren Hengsten der Rassen Rheinisch Deutsches Kaltblut und Schleswiger Kaltblut wurde bereits genetisches Material in der Deutschen Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere eingelagert. Diese Kryokonservierung dient der langfristigen Sicherung der genetischen Vielfalt und kann im Falle von Seuchen oder Bestandsrückgängen zur Wiederaufstockung der Population beitragen.
Das „Nationale Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen“ von 2003 sieht sowohl die Erhaltung der Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben (in-situ) als auch die ex-situ-Konservierung außerhalb der natürlichen Umgebung vor. Die 2016 gegründete Deutsche Genbank landwirtschaftlicher Nutztiere verwaltet diese genetischen Ressourcen und ist am Friedrich-Loeffler-Institut in Mariensee angesiedelt.