Pferdezucht in der Krise: Rückgang bei Stuten, Fohlen und Bedeckungen

Pferdezucht in der Krise: Rückgang bei Stuten, Fohlen und Bedeckungen

Wirtschaftliche Unsicherheit bremst Entwicklung im Zuchtbereich aus

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Die Pferdezucht in Deutschland verzeichnet im Jahr 2024 einen spürbaren Rückgang. Laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) sank die Zahl der eingetragenen Reitpferdestuten auf 50.195 – ein Minus von rund vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Stutbucheintragungen gingen auf 8.000 zurück und liegen damit sogar unter dem Tiefstand von 2017. Die Zahl der registrierten Fohlen fiel um etwa zehn Prozent auf 25.594. Dr. Klaus Miesner, Geschäftsführer im Bereich Zucht der FN, macht wirtschaftliche Unsicherheiten und steigende Kosten für die Entwicklung verantwortlich.

Auch bei den Bedeckungen herrscht Zurückhaltung: Mit 23.809 gedeckten Stuten droht 2025 ein weiterer Rückgang der Fohlenzahlen. Besonders stark betroffen sind Pony- und Kleinpferderassen, deren Fohlenzahlen 2024 bereits um sieben Prozent sanken. Im Gegensatz dazu verzeichnen Schwere Warmblüter und Kaltblüter leichte Zuwächse – unterstützt durch gezielte Fördermaßnahmen für bedrohte Nutztierrassen.

Parallel zum Rückgang bei Stuten sinkt auch die Zahl der eingetragenen Hengste, mit Ausnahme der Schweren Warmblüter und Kaltblüter. 2024 war zudem das letzte Jahr der Hengstleistungsprüfung nach dem bisherigen System. Ab 2025 tritt ein neues Prüfverfahren in Kraft.

Alle Zahlen aus dem Bereich Zucht der FN können kostenlos im FN-Shop heruntergeladen werden. fn-press/Hb

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Sophia WilhelmKlinikenMehr VON CMH.TV

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