
Schwere Tierquälerei-Vorwürfe gegen Bereiter aus NRW
Ex-Kolleginnen berichten von Misshandlungen – Disziplinarverfahren läuft nur schleppend
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Ein Bereiter aus Nordrhein-Westfalen steht im Zentrum gravierender Vorwürfe: Ehemalige Kolleginnen beschuldigen ihn, Pferde über Jahre hinweg misshandelt zu haben. Unter anderem soll er Pferde an Kopf und Schweif fixiert, Zungen hochgebunden und Ausrüstungsgegenstände manipuliert haben. Zudem berichten Zeuginnen von übermäßiger Trainingsintensität und ängstlichem Verhalten der Tiere.
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) wurde bereits im April 2024 informiert, verwies jedoch auf den Pferdesportverband Westfalen, bei dem mittlerweile ein Disziplinarverfahren läuft. Das Veterinäramt wurde bislang nicht eingeschaltet. Trotz der Kündigung im Jahr 2023 ist der beschuldigte Bereiter weiterhin im Beruf tätig. Er weist alle Anschuldigungen zurück.
Kritik an der Reaktion der Verbände wächst. Die FN verweist auf ihre begrenzten Möglichkeiten außerhalb des Turniersports. Für ehemalige Kolleginnen wie „Annika“, die ihre Ausbildung wegen der Erlebnisse abbrach, bleibt vor allem ein Gefühl: Alleingelassen worden zu sein.