Studie untersucht Entscheidungsprozesse rund um Pferdeeuthanasie

Studie untersucht Entscheidungsprozesse rund um Pferdeeuthanasie

Forschung zielt darauf ab, Tierbesitzer in schwierigen Momenten besser zu unterstützen

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Ein aktueller Fachbeitrag im Journal Animals beleuchtet, wie Tierärzte und Mitarbeitende von Tierschutzorganisationen Pferdebesitzer bei Euthanasieentscheidungen begleiten. Die Studie ist Teil eines umfassenderen Projekts der Universität Nottingham, das praktische Unterstützung für alle Beteiligten in solchen Situationen entwickeln will.

Im Zentrum der Untersuchung stehen die unterschiedlichen Herangehensweisen bei chronischen Erkrankungen versus Notfällen sowie der emotionale Druck auf beratende Personen. Forscherin Amelia Cameron erklärte gegenüber Horse & Hound, dass in langfristigen Fällen ein kooperativer Ansatz zwischen Tierarzt und Besitzer bevorzugt werde. Bei akuten Notlagen müsse hingegen oft der Tierarzt die Entscheidung anleiten – häufig unter schwierigen Umständen.

Finanzielle Aspekte, etwa bei teuren Operationen wie Kolikchirurgie, spielen laut Studie ebenfalls eine zentrale Rolle und können den Ausschlag für eine Euthanasie geben, wenn die Behandlungskosten nicht tragbar sind. Eine frühzeitige Diskussion über die Entscheidungsrolle der Besitzer sei daher entscheidend.

Parallel dazu testet man in Tierarztpraxen neue Informationsmaterialien zur Euthanasieberatung. Die British Horse Society begrüßt diese Initiative und verweist auf ihr eigenes Notfall-Vorsorgeprogramm sowie das Unterstützungsangebot „Friends at the End“, bei dem über 75 geschulte freiwillige Pferdebesitzern in dieser schweren Zeit zur Seite stehen.

Autor*in
Sophia WilhelmKlinikenMehr VON CMH.TV

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