
Va Va Voom: Ehemals Viva la Vida – eine zweite Chance im Sport?
Rückkehr des Hengstes des Gut Neuenhofs in Westfälischer Frühjahrs-Auktion
Inhaltsverzeichnis
Die Katalognummer 3 der diesjährigen Westfälischen Frühjahrsauktion, Va Va Voom, sorgt für Gesprächsstoff: Hinter dem neuen Namen verbirgt sich niemand anderes als Viva la Vida (Viva Gold OLD x Rosengold OLD), der 2022 von der Equus Invest AG erworben wurde. Offiziell ist dies auch im Auktionskatalog vermerkt – dennoch wirft die plötzliche Rehabilitation des Hengstes viele Fragen auf.
Nach seiner erfolgreichen Körung und ersten Prüfungen galt Viva la Vida als vielversprechender Nachwuchshengst und Sohn des Viva Gold, der auf den Stamm zurückgeht, aus dem einst auch Ahlerich, Rembrandt und Rubinstein stammten. 2024 musste er unerwartet aufgrund von Unwilligkeit seine Sportprüfung abbrechen musste. Eine tierärztliche Untersuchung ergab eine ausgeheilte Rippenverletzung, woraufhin der Hengst für mehrere Wochen pausierte. Auf Initiative von Zuchtleiter Thomas Münch wurde er schließlich ins Westfälische Pferdezentrum überführt, wo er unter kontrollierten Bedingungen beobachtet wurde.
Laut Münch zeigte der Hengst weder an der Longe noch unter dem Sattel Anzeichen von Schmerzen. Nach weiteren tierärztlichen Untersuchungen erhielt er im August 2024 grünes Licht für eine behutsame Ausbildung. Mit Bundeschampion Bentheim hat die Hengststation Gut Neuenhof bereits einen Vertreter des Dodona-Stamms in ihrem Hengstkatalog.Aus diesem Grund erhielt Münch nun, rund ein Jahr nach vermeintlichen Karriereende, das Go, durch welches der Hengst unter neuem Namen auf der Auktion angeboten wird.