
Levisto Alpha Z: Das Klonpferd von Levisto Z im Porträt
Zwei nahezu identische Schimmel, dieselbe Abstammung und verblüffende Ähnlichkeiten im Springparcours: Levisto Alpha Z ist kein gewöhnliches Sportpferd. Der 2009 geborene Hengst ist ein Klon des international erfolgreichen Springhengstes Levisto Z. Doch kann ein geklontes Pferd tatsächlich die sportlichen Leistungen seines genetischen Vorbilds wiederholen? Die Geschichte von Levisto Alpha Z zeigt, welche Möglichkeiten das Klonen in der Pferdezucht eröffnet und warum identische Gene nicht automatisch zu identischen Erfolgen führen.
Inhaltsverzeichnis
Levisto Alpha Z im Steckbrief
- Name: Levisto Alpha Z
- Geburtsdatum: 19. März 2009
- Rasse/Zuchtbuch: Zangersheide
- Farbe: Schimmel
- Geschlecht: Hengst, 2012 gekört
- Genetisches Vorbild: Levisto Z
- Abstammung: Leandro x Carolus I
- Mutterlinie: Hirtin (Chica Bay)
- Zuchtverband: Zangersheide, Belgien
- FEI-ID: 104ND63
- Größter Erfolg: Belgischer Meister der vierjährigen Springpferde 2013
- Sportliche Leistungen: Springprüfungen bis 1,40 Meter
- Bekannte Reiter: Judy-Ann Melchior, Annika Axelsson, Adam Morgan und Mia Green
Die Geschichte von Levisto Alpha Z: Wenn man Pferde doppelt sieht
Im Herbst 2013 sorgte das Cover des Z-Magazins vom Gestüt Zangersheide für Aufmerksamkeit. Darauf war ein junger Schimmelhengst zu sehen, der einen blau-gelben Sprung überwand. Im Hintergrund stand ein Lkw, auf dessen Seite der berühmte Springhengst Levisto Z über einem Hindernis abgebildet war.
Die Ähnlichkeit zwischen beiden Pferden war bemerkenswert. Doch dabei handelte es sich nicht um einen gewöhnlichen Nachkommen des bekannten Hengstes. Der vierjährige Schimmel im Vordergrund war Levisto Alpha Z, eine genetische Kopie von Levisto Z.
Das Bild verdeutlichte, wie weit die moderne Reproduktionsmedizin in der Pferdezucht bereits fortgeschritten war. Zwei Pferde mit nahezu identischem Erbgut, aber unterschiedlichen Geburtsjahren, konnten zur gleichen Zeit existieren.
Während Levisto Z 2013 seine erfolgreiche Sportkarriere beendete, stand sein zwölf Jahre jüngerer Klon noch am Anfang seiner reiterlichen Laufbahn.
Levisto Z: Das berühmte Vorbild des Klonpferdes
Um die Bedeutung von Levisto Alpha Z zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf seinen genetischen Vorgänger.
Levisto Z wurde am 28. April 1997 geboren und stammt von Leandro aus der Hirtin von Carolus I ab. Der Holsteiner Schimmelhengst entwickelte sich unter der belgischen Springreiterin Judy-Ann Melchior zu einem international erfolgreichen Sportpferd.
Das Paar nahm an zahlreichen hochklassigen internationalen Turnieren teil und vertrat Belgien unter anderem beim Weltcupfinale 2008 in Göteborg und bei den Europameisterschaften 2009 in Windsor.
Zu den besonderen Erfolgen des Hengstes gehörten seine Siege im Wettbewerb „Sires of the World“ in Lanaken in den Jahren 2008 und 2009. Zudem erreichte er zahlreiche Platzierungen bei internationalen Großen Preisen und Weltcupturnieren.
Levisto Z war besonders für seine Rittigkeit, seine Übersicht am Sprung und seinen ausgeglichenen Charakter bekannt. Seine auffällige Erscheinung als Schimmel mit langer, weißer Mähne machte ihn zusätzlich zu einem der bekanntesten Pferde des Gestüts Zangersheide.
Im September 2013 wurde der Hengst im Alter von 16 Jahren offiziell aus dem Turniersport verabschiedet. Anschließend konzentrierte sich sein Einsatz auf die Zucht.
Am 10. Dezember 2021 verstarb Levisto Z im Alter von 24 Jahren. Seine Nachkommen und sein Klon Levisto Alpha Z bewahren einen Teil seiner genetischen Grundlage für die Pferdezucht.
Wie entstand der Klon Levisto Alpha Z?
Levisto Alpha Z wurde am 19. März 2009 geboren. Anders als bei der klassischen Pferdezucht entstand er nicht durch die Befruchtung einer Eizelle mit einer Samenzelle, sondern durch ein biotechnologisches Verfahren.
Beim sogenannten somatischen Zellkerntransfer (SCNT) wird das Erbgut aus einer Körperzelle des zu klonenden Pferdes verwendet. Häufig stammen diese Zellen aus einer Hautprobe.
Aus einer Eizelle eines anderen Pferdes wird zunächst der Zellkern entfernt. Anschließend wird das genetische Material des ursprünglichen Pferdes in die entkernte Eizelle eingebracht. Nach entsprechender Aktivierung kann sich daraus ein Embryo entwickeln, der in eine Empfängerstute übertragen wird.
Diese trägt den Embryo aus und bringt das Fohlen auf natürliche Weise zur Welt.
Das Ergebnis ist ein Pferd, dessen Zellkern-DNA weitgehend mit der des genetischen Vorbilds übereinstimmt. Vollständig identisch sind beide Tiere jedoch nicht zwangsläufig, da unter anderem die mitochondriale DNA aus der Eizelle und epigenetische Einflüsse eine Rolle spielen können.
Levisto Alpha Z trägt somit im Wesentlichen dieselben genetischen Anlagen wie Levisto Z, wurde aber zwölf Jahre später geboren und entwickelte sich unter anderen Umweltbedingungen.
Das erste geklonte Pferd: Prometea
Levisto Alpha Z war nicht das erste geklonte Pferd der Welt. Bereits am 28. Mai 2003 wurde in Italien das Haflinger-Stutfohlen Prometea geboren.
Wissenschaftlern um Cesare Galli gelang es damals erstmals, ein lebensfähiges Pferd durch den Zellkerntransfer zu erzeugen. Eine Besonderheit war, dass die Stute, von der die Körperzellen stammten, auch selbst das geklonte Fohlen austrug.
Die erfolgreiche Geburt von Prometea markierte einen bedeutenden Fortschritt in der Reproduktionsmedizin.
Auch das belgische Gestüt Zangersheide beschäftigte sich frühzeitig mit dieser Technologie. Im Jahr 2008 wurde dort mit Chellano Alpha Z das erste Klonpferd des Gestüts geboren. Ein Jahr später folgte Levisto Alpha Z.
Levisto Alpha Z im Sport: Vom Klon zum belgischen Meister
Dass Levisto Alpha Z nicht ausschließlich für die Zucht vorgesehen war, zeigte seine sportliche Entwicklung.
2012: Körung und neue Möglichkeiten im Turniersport
Im September 2012 wurde Levisto Alpha Z gekört und damit als Zuchthengst anerkannt. Er war das zweite gekörte Klonpferd des Gestüts Zangersheide.
Im selben Jahr hatte auch der Weltreiterverband FEI eine wichtige Entscheidung getroffen: Geklonten Pferden und ihren Nachkommen wurde die Teilnahme an internationalen FEI-Wettbewerben ermöglicht.
Zuvor hatte die FEI dem Einsatz von Klonen im internationalen Pferdesport kritisch gegenübergestanden. Nach der Bewertung wissenschaftlicher Erkenntnisse entschied sie jedoch, geklonte Pferde nicht grundsätzlich von Wettbewerben auszuschließen.
Damit stand auch der sportlichen Zukunft von Levisto Alpha Z nichts mehr im Weg.
2013: Belgischer Meister der vierjährigen Springpferde
Seinen größten frühen Erfolg feierte Levisto Alpha Z im Jahr 2013. Als Vierjähriger gewann er die belgische Meisterschaft der vierjährigen Springpferde.
Der Erfolg sorgte auch deshalb für Aufmerksamkeit, weil erstmals ein geklontes Pferd einen solchen Meistertitel im Springreiten errang.
Besonders bemerkenswert war der Zeitpunkt: Im selben Jahr wurde Levisto Z aus dem internationalen Turniersport verabschiedet, während sein Klon bereits erste bedeutende Erfolge feierte.
Weitere Turnierstarts in Deutschland und den USA
Nach seinen frühen Erfolgen wurde Levisto Alpha Z weiterhin im Springreiten eingesetzt.
Aus den folgenden Jahren sind Turnierauftritte in Deutschland dokumentiert, unter anderem in Gahlen und Marl. Auch bei Hengstpräsentationen wurde der Schimmel vorgestellt.
Später setzte der Hengst seine sportliche Laufbahn in den USA fort. Dort ging er unter verschiedenen Reitern an den Start und wurde unter anderem in Springprüfungen bis 1,40 Meter vorgestellt.
Ein dokumentierter Erfolg gelang ihm im April 2022 bei der Longines Global Champions Tour of Miami Beach. Mit der US-amerikanischen Reiterin Mia Green erreichte Levisto Alpha Z den dritten Platz in einer internationalen CSI2*-Springprüfung über 1,15 Meter.
Das Paar blieb fehlerfrei und absolvierte den Parcours in 53,81 Sekunden.
Damit zeigte Levisto Alpha Z auch Jahre nach seinem Erfolg als Jungpferd, dass er im internationalen Turniersport eingesetzt werden konnte. Öffentlich dokumentierte neuere Ergebnisse lassen jedoch keine verlässliche Aussage über seinen aktuellen sportlichen Status zu.
Videotipp: Erlebe Levisto Alpha Z bei der Hengstpräsentation des Gestüts Zangersheide 2015 auf ClipMyHorse.TV.

Levisto Alpha Z in der Pferdezucht: Welche Nachkommen hat der Klon?
Neben seiner Karriere im Springreiten wurde Levisto Alpha Z auch als Zuchthengst eingesetzt.
Bereits 2014 kamen mehrere seiner ersten Nachkommen zur Welt. Zu ihnen zählen unter anderem Levano MV Z, Lolita van Overis Z, Obora's Lex und Leojano Z.
Die Nachkommen entstanden durch gewöhnliche Fortpflanzung und sind selbst keine Klone. Sie tragen einen Teil der genetischen Anlagen von Levisto Alpha Z beziehungsweise seines genetischen Vorbilds Levisto Z.
Ein Beispiel für die sportliche Entwicklung seiner Nachzucht ist Levisto Junior A Z, der 2025 in den USA im Springreiten über 1,40 Meter platziert war. Auch Obora's Lex ist in Turnierergebnislisten dokumentiert.
Die genetische Linie von Levisto Alpha Z findet sich mittlerweile auch in nachfolgenden Generationen wieder. Bei einer Zangersheide-Auktion im September 2023 wurde beispielsweise die Stute As Right As Rain EL Z angeboten. Sie stammt von Aganix du Seigneur Z ab und führt Levisto Alpha Z als Muttervater.
Damit zeigt sich, dass geklonte Pferde nicht nur selbst im Sport eingesetzt werden können, sondern auch über ihre Nachkommen Einfluss auf die Pferdezucht nehmen.
Warum werden erfolgreiche Sportpferde geklont?
Der wichtigste Beweggrund für das Klonen von Pferden ist häufig der Erhalt wertvoller genetischer Anlagen.
Sportlich erfolgreiche Pferde besitzen Eigenschaften, die für Züchter besonders interessant sein können. Dazu gehören beispielsweise Springvermögen, Bewegungsqualität, Rittigkeit und Leistungsbereitschaft.
Durch das Klonen besteht die Möglichkeit, diese genetische Grundlage über die Lebenszeit des ursprünglichen Pferdes hinaus zu bewahren.
Besonders interessant ist diese Methode bei erfolgreichen Wallachen. Da sie kastriert sind, können sie selbst keine Nachkommen mehr zeugen. Wird jedoch aus einer vor der Kastration gewonnenen oder anderweitig geeigneten Körperzelle ein genetisch entsprechendes männliches Pferd geklont, kann dieses bei erhaltener Fortpflanzungsfähigkeit als Hengst zur Zucht eingesetzt werden.
Allerdings ersetzt das Klonen keine gezielte Zuchtplanung. Die genetische Vielfalt, die gesundheitliche Entwicklung und die Eigenschaften der Nachkommen müssen weiterhin berücksichtigt werden.
Sind geklonte Pferde genauso erfolgreich wie das Original?
Die Ähnlichkeit zwischen Levisto Z und Levisto Alpha Z wirft eine interessante Frage auf: Kann ein geklontes Pferd dieselben sportlichen Erfolge erreichen wie sein genetisches Vorbild?
Die Antwort lautet: nicht automatisch.
Obwohl ein Klon nahezu dieselbe Zellkern-DNA besitzt, entwickelt er sich als eigenständiges Lebewesen. Seine körperlichen Eigenschaften, seine Gesundheit, sein Verhalten und seine sportliche Leistungsfähigkeit werden nicht ausschließlich durch die Gene bestimmt.
Auch Aufzucht, Fütterung, Training, Umweltbedingungen, Erfahrungen und die Zusammenarbeit mit dem Reiter beeinflussen seine Entwicklung.
Ein geklontes Pferd kann deshalb anders aussehen, sich anders verhalten oder andere sportliche Fähigkeiten entwickeln als das ursprüngliche Pferd.
Gerade im Spitzensport spielen neben den körperlichen Voraussetzungen auch Faktoren wie Vertrauen, Ausbildung, Erfahrung und die Abstimmung zwischen Pferd und Reiter eine entscheidende Rolle.
Judy-Ann Melchior über die Ähnlichkeit von Levisto Z und seinem Klon
Eine besonders interessante Einschätzung stammt von Judy-Ann Melchior, die Levisto Z über viele Jahre im internationalen Springsport ritt.
Als sie später auch seinen vierjährigen Klon Levisto Alpha Z kennenlernte, berichtete sie von auffälligen Gemeinsamkeiten zwischen beiden Pferden.
Nach ihrer Einschätzung waren insbesondere das Verhalten am Sprung, die Gelassenheit und die Übersicht vergleichbar. Beide Pferde zeichneten sich demnach durch einen ruhigen Charakter aus und behielten auch in anspruchsvollen Situationen die Kontrolle.
Für die Reiterin war die Ähnlichkeit so ausgeprägt, dass sie das Reitgefühl beider Pferde als nahezu identisch beschrieb.
Diese persönlichen Erfahrungen sind bemerkenswert, stellen jedoch keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür dar, dass geklonte Pferde grundsätzlich denselben Charakter entwickeln.
Klonen von Pferden: Chancen, Risiken und Kritik
Das Klonen eröffnet der Pferdezucht neue Möglichkeiten, ist aber auch mit wissenschaftlichen und ethischen Fragen verbunden.
Welche Vorteile bietet das Klonen?
Ein wesentlicher Vorteil ist die Möglichkeit, die Genetik besonders erfolgreicher Sportpferde zu erhalten. Dadurch lassen sich wertvolle Erbanlagen auch dann für die Zucht nutzen, wenn das ursprüngliche Pferd bereits verstorben ist oder als Wallach keine Nachkommen zeugen kann.
Darüber hinaus kann die Technologie für den Erhalt seltener genetischer Linien interessant sein.
Auch aus wissenschaftlicher Sicht bietet das Klonen Möglichkeiten, den Einfluss von Erbanlagen und Umweltbedingungen auf die Entwicklung von Pferden besser zu untersuchen.
Welche Nachteile und Risiken gibt es?
Die Herstellung eines Klons ist technisch anspruchsvoll, kostspielig und nicht immer erfolgreich.
Nicht jeder rekonstruierte Embryo entwickelt sich zu einer tragfähigen Trächtigkeit. Auch Trächtigkeitsverluste und gesundheitliche Probleme bei geklonten Tieren gehören zu den Risiken, die bei der Bewertung der Methode berücksichtigt werden müssen.
Hinzu kommen Fragen des Tierwohls, insbesondere im Hinblick auf die beteiligten Eizellspenderinnen und Empfängerstuten.
Aus züchterischer Sicht ist außerdem entscheidend, dass die wiederholte Nutzung besonders gefragter genetischer Linien nicht zulasten der genetischen Vielfalt geht.
Kritiker sehen deshalb die Gefahr, dass die Konzentration auf einzelne erfolgreiche Pferde die Zucht langfristig einseitiger machen könnte.
Befürworter betonen dagegen die Möglichkeit, wertvolle Genetik zu erhalten und bisher nicht für die Zucht verfügbare Pferde genetisch nutzbar zu machen.
Levisto Z und Levisto Alpha Z: Zwei Pferde, eine genetische Grundlage
Die Geschichte von Levisto Z und Levisto Alpha Z verdeutlicht, welche Möglichkeiten die moderne Pferdezucht inzwischen bietet.
Mit Levisto Z gelangte ein außergewöhnlich erfolgreiches Springpferd in den internationalen Spitzensport. Sein Klon Levisto Alpha Z konnte ebenfalls sportliche Erfolge feiern, wurde als Zuchthengst eingesetzt und gab seine genetischen Anlagen an die nächsten Generationen weiter.
Dennoch bleiben beide eigenständige Pferde mit unterschiedlichen Erfahrungen und individuellen sportlichen Laufbahnen.
Während Levisto Z auf höchstem internationalem Niveau erfolgreich war, entwickelte sich Levisto Alpha Z zu einem erfolgreichen Jungpferd und späteren Turnierpartner in Springprüfungen bis 1,40 Meter.
Seine Geschichte macht deutlich, dass das Klonen zwar Erbgut reproduzieren kann, die sportliche Karriere und die Persönlichkeit eines Pferdes jedoch nicht einfach kopiert werden können.
Wer die Turnierergebnisse, Abstammung und Nachkommen des besonderen Schimmels verfolgen möchte, findet weitere Informationen im Pferdeprofil von Levisto Alpha Z auf ClipMyHorse.TV.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Levisto Alpha Z
Was ist Levisto Alpha Z?
Levisto Alpha Z ist ein 2009 geborener geklonter Schimmelhengst aus dem Zuchtbuch Zangersheide. Er wurde aus dem Erbgut des international erfolgreichen Springhengstes Levisto Z erzeugt und später selbst im Springreiten und in der Zucht eingesetzt.
Wann wurde Levisto Alpha Z geboren?
Levisto Alpha Z wurde am 19. März 2009 in Belgien geboren. Er ist damit zwölf Jahre jünger als sein genetisches Vorbild Levisto Z.
Ist Levisto Alpha Z ein Klon von Levisto Z?
Ja. Levisto Alpha Z wurde durch den somatischen Zellkerntransfer geklont und besitzt im Wesentlichen dieselbe Zellkern-DNA wie Levisto Z. Trotz der genetischen Ähnlichkeit handelt es sich um zwei eigenständige Pferde.
Welche Erfolge hat Levisto Alpha Z erreicht?
Seinen größten frühen Erfolg feierte Levisto Alpha Z 2013 mit dem Gewinn der belgischen Meisterschaft der vierjährigen Springpferde. Später startete er unter anderem in den USA und erreichte im April 2022 mit Mia Green einen dritten Platz in einer CSI2*-Prüfung über 1,15 Meter in Miami Beach.
Darf man mit geklonten Pferden an Turnieren teilnehmen?
Ja. Seit einer Entscheidung des Weltreiterverbands FEI aus dem Jahr 2012 ist die Teilnahme geklonter Pferde und ihrer Nachkommen an internationalen FEI-Wettbewerben grundsätzlich erlaubt. Dabei müssen sie die regulären Teilnahme- und Qualifikationsbedingungen erfüllen.
Können geklonte Pferde selbst Nachkommen bekommen?
Ja. Geklonte Pferde können bei entsprechender Fortpflanzungsfähigkeit selbst Nachkommen zeugen oder austragen. Diese Nachkommen entstehen durch gewöhnliche Fortpflanzung und sind keine Klone.
Sind geklonte Pferde identisch mit dem Original?
Geklonte Pferde besitzen eine weitgehend identische Zellkern-DNA. Unterschiede können jedoch durch mitochondriale DNA, epigenetische Prozesse und Umwelteinflüsse entstehen. Deshalb müssen Aussehen, Verhalten und sportliche Leistung nicht vollständig übereinstimmen.
Wann ist Levisto Z gestorben?
Levisto Z verstarb am 10. Dezember 2021 im Alter von 24 Jahren. Der erfolgreiche Springhengst war besonders durch seine internationale Karriere mit Judy-Ann Melchior bekannt.
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