
Parasiten beim Pferd: Symptome, Behandlung und Vorbeugung
Parasitenbefall beim Pferd ist ein ernstzunehmendes Problem, das die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Tieres beeinträchtigen kann. Es ist von entscheidender Bedeutung, Parasitenbefall frühzeitig zu erkennen und angemessen zu behandeln, um schwerwiegende Folgen zu vermeiden. Haarlinge, Hirschlausfliege und Co können sehr lästig und schmerzhaft für Pferde sein. Erfahre hier wie man Parasiten beim Pferd erfolgreich bekämpfen kann.
Inhaltsverzeichnis
Was sind Parasiten beim Pferd?
Parasiten beim Pferd definiert man als Organismen, die sich auf oder in dem Körper des Pferdes ansiedeln und sich von ihrem Wirt (dem Pferd) ernähren. Diese Parasiten können verschiedene Arten von Würmern, wie Strongyliden und Spulwürmer, sowie andere Mikroorganismen wie Lungenwürmer und Hautparasiten wie Milben und Fliegenlarven umfassen. Diese Parasiten können eine Vielzahl von gesundheitlichen Problemen verursachen, von Gewichtsverlust und stumpfem Fell bis hin zu ernsthaften Krankheiten. Daher ist es wichtig, Parasitenbefall beim Pferd frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Tieres zu erhalten.
Arten von Parasiten beim Pferd
Die Liste der Parasiten beim Pferd ist lang, dennoch überschaubar, hier wird zwischen Endoparasiten und Ektoparasiten unterschieden. Der Hauptunterschied zwischen Endo- und Ektoparasiten liegt in ihrem Lebensraum innerhalb oder außerhalb des Körpers des Wirts. Endoparasiten leben im Inneren des Pferdekörpers, typischerweise im Verdauungstrakt oder anderen Organen, während Ektoparasiten auf der äußeren Oberfläche des Pferdes oder in seiner unmittelbaren Umgebung leben.
Beide Arten von Parasiten können ernsthafte gesundheitliche Probleme beim Pferd verursachen, daher ist es wichtig, sowohl vorbeugende Maßnahmen als auch angemessene Behandlungen zu ergreifen, um das Risiko von Parasitenbefall zu minimieren und die Gesundheit des Pferdes zu schützen. Regelmäßige Kontrollen auf Parasitenbefall sowie die Verwendung von geeigneten Präventivmaßnahmen und Behandlungen können dazu beitragen, das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit des Pferdes zu erhalten.
Was sind Endoparasiten beim Pferd?
Endoparasiten sind Organismen, die sich innerhalb des Körpers ihres Wirts befinden und sich von dessen Geweben oder Körperflüssigkeiten ernähren. Im Kontext von Pferden umfassen Endoparasiten hauptsächlich verschiedene Arten von Würmern, die im Magen-Darm-Trakt des Pferdes leben. Zu diesen Würmern gehören beispielsweise Strongyliden, Spulwürmer und Bandwürmer.
Hier finden Sie eine Übersicht, der Wurmarten, die sich bei Ihrem Pferd einnisten können, wie Pferde sich infizieren können, welche Symptome auftreten können und wie diese Parasiten diagnostiziert werden:
Diese Parasiten können sich im Verdauungssystem des Pferdes vermehren und sich dort festsetzen, was zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen kann. Wenn sich die Population der Endoparasiten im Pferdekörper unkontrolliert vermehrt, können sie den Verdauungstrakt schädigen, Verdauungsstörungen verursachen, die Nährstoffaufnahme beeinträchtigen und sogar zu schwerwiegenden Erkrankungen führen.
Einige Endoparasiten können auch in andere Organe des Pferdes wandern und dort Schäden verursachen. Zum Beispiel können Lungenwürmer das Atmungssystem des Pferdes infizieren und zu Atemproblemen führen.
3 Endoparasiten beim Pferd, die du kennen solltest und was du gegen sie tun kannst
Kleine und große Strongyliden beim Pferd
Kleine Strongyliden
Sobald Ende April oder Anfang Mai die Weidesaison beginnt, werden Pferde vermehrt den kleinen Strongyliden ausgesetzt. Diese Würmer infizieren Pferde durch die Aufnahme von infektiösen Wurmlarven auf der Weide. Die Larven durchbohren die Darmschleimhaut im Dickdarm und können dort für mehrere Monate wandern.
Einkapselung der Larven: Ein Überlebensmechanismus
Eine besondere Eigenschaft der kleinen Strongyliden ist ihre Fähigkeit, sich in der Darmwand einzukapseln. Dieser Prozess wird durch die Kommunikation zwischen erwachsenen Würmern und Larven gesteuert:
- Wenn genügend eierlegende Würmer vorhanden sind, signalisieren diese den Larven, sich zu kapseln.
- In der Kapsel können die Larven bis zu drei Jahre inaktiv bleiben.
- Erst unter günstigen Bedingungen setzen sie ihre Entwicklung zu ausgewachsenen Würmern fort.
Symptome einer Infektion mit kleinen Strongyliden
Ein Befall mit kleinen Strongyliden kann schwerwiegende Symptome hervorrufen, darunter:
- Durchfall
- Gewichtsverlust
- Koliken
- Fieber
- Ödeme (Wassereinlagerungen an Unterbauch und Gliedmaßen)
Gefahr der larvalen Cyathostominose
Die larvale Cyathostominose tritt auf, wenn eingekapselte Larven plötzlich aus der Darmwand freigesetzt werden. Diese Erkrankung verursacht massive Schäden an der Darmschleimhaut und tritt besonders im Frühjahr auf.
- Hauptgefährdete Gruppen:
- Besonders betroffen sind Jungpferde bis zu einem Alter von 6 Jahren.
- Diese Form des Wurmbefalls kann tödlich verlaufen.
Diagnose und Behandlung
Nachweis des Befalls
Ein Befall mit kleinen Strongyliden wird durch wiederholte Kotuntersuchungen nach der zeitgemäßen selektiven Entwurmungsstrategie nachgewiesen.
- Eine Behandlung erfolgt in der Regel ab einem Befall von 200 EpG (Eier pro Gramm Kot).
Wirkstoff Moxidectin: Der Schlüssel zur Bekämpfung
Die Behandlung eingekapselter Larven ist aufgrund der Resistenzlage bei Wirkstoffen wie Ivermectin besonders herausfordernd.
- Moxidectin, ein fettlöslicher Wirkstoff, ist das einzige zugelassene Mittel, das:
- Die Bindegewebskapsel durchdringt, die die Larven umgibt.
- Die Larven in ihrem Ruhestadium effektiv abtötet.
- Die Hauptwurmlast im Pferd nachhaltig reduziert.
Begrenzte Wirkung anderer Präparate
Andere zugelassene Präparate bekämpfen nur die 10 % der Larven, die sich im Darmrohr befinden. Sie verhindern nicht zuverlässig den Ausbruch einer larvalen Cyathostominose und bieten daher keinen umfassenden Schutz.
Die großen Strongyliden
Die großen Strongyliden, auch als Blutwürmer (Strongylus vulgaris) bekannt, stellen eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Pferden dar. Erwachsene Würmer leben im Blind- und Dickdarm, während ihre Larven durch die Gefäßwände der Darmarterien wandern. Diese Wanderung kann Schleimhautblutungen und Entzündungen verursachen, was zu Koliken und Lahmheiten führt. In schweren Fällen können die Larven Gefäßverstopfungen oder -erweiterungen hervorrufen, die bei einem Riss lebensbedrohlich sind.
Infektionsweg und Entwicklungszyklus
Die Ansteckung erfolgt über die Aufnahme von Larven auf kontaminierten Weiden oder im Stall. Besonders gefährdet sind Fohlen während ihrer ersten Weideperiode.
- Eierablage: Die Weibchen legen Eier im Darm ab, die mit dem Kot ausgeschieden werden.
- Entwicklung zu Larven: Innerhalb weniger Tage entwickeln sich die Eier zu infektiösen Larven, die vom Pferd aufgenommen werden.
- Larvenwanderung: Nach der Aufnahme durchlaufen die Larven verschiedene Entwicklungsstadien in den Gefäßwänden, bevor sie wieder in den Darm zurückkehren und dort zu geschlechtsreifen Würmern heranwachsen.
Symptome eines Blutwurmbefalls
Eine Infektion mit großen Strongyliden kann sich durch folgende Anzeichen äußern:
- Fieber
- Appetitlosigkeit
- Struppiges Fell
- Koliken
Vorbeugung und Behandlung
- Diagnose: Eine Kotuntersuchung kann den Befall nachweisen, wobei die wandernden Larven nicht direkt nachweisbar sind.
- Hygiene: Regelmäßiges Entfernen von Kot, Trockenhalten der Stallwände und Vermeidung von Bodenfütterung sind essenziell.
- Weidemanagement: Praktiken wie Koppelwechsel, Zwischenmahd und das Trockenlegen sumpfiger Stellen reduzieren das Infektionsrisiko.
- Wurmkuren: Regelmäßige Wurmkuren sind notwendig, um Infektionen zu bekämpfen und zukünftigen Befall zu verhindern.
Pfriemenschwanz (Oxyrius Equi)
Der Pfriemenschwanz, auch bekannt als Anuswurm, ist ein Parasit, der besonders Stallpferde betrifft. Die erwachsenen Würmer leben im Blind- und Dickdarm und verursachen durch ihre Ernährung Schleimhautblutungen, die zu Koliken führen können. Besonders ältere Pferde sind anfällig für diese Parasiten.
Entwicklungszyklus
Die weiblichen Pfriemenschwänze verlassen den Darm und legen ihre Eier in einer zähen, klebrigen Flüssigkeit – den sogenannten Eischnüren – in der Analgegend des Pferdes ab. Diese Eier fallen in die Einstreu und werden anschließend durch Futter oder Kontakt wieder vom Pferd aufgenommen.
Im Körper entwickeln sich die Larven in mehreren Stadien zu geschlechtsreifen Würmern, wodurch der Zyklus von Neuem beginnt. Dieser Kreislauf führt bei mangelnder Hygiene schnell zu einer Ausbreitung des Parasiten.
Symptome eines Befalls
- Starker Juckreiz: Die Ablage der Eischnüre verursacht starken Juckreiz in der Analgegend.
- Verhaltensänderungen: Pferde scheuern sich vermehrt an Gegenständen, was zu Hautverletzungen führen kann.
- Hautläsionen: Durch das Scheuern entstehen offene Stellen, die anfällig für bakterielle Infektionen sind und zusätzliche Komplikationen verursachen können.
Diagnose
Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung der Analgegend auf das Vorhandensein von Eischnüren. Da Eier im Kot oft nicht nachweisbar sind, wird häufig ein mikroskopischer Abstrich aus der Analregion durchgeführt, um die Diagnose zu bestätigen.
Behandlung und Prävention
- Wurmmittel:
- Benzimidazole wie Fenbendazol und Pyrantel haben sich als wirksam erwiesen. Allerdings kann die Wirksamkeit von Pyrantel variieren.
- Hygiene:
- Gründliches Waschen der Analregion mit Seifenwasser entfernt die klebrigen Eischnüre und reduziert die Verbreitung.
- Regelmäßiger Einstreuwechsel und gründliche Stallreinigung sind unerlässlich, um die Eier aus der Umgebung zu entfernen.
- Vorbeugung:
- Vermeide Bodenfütterung, um die Aufnahme von kontaminierten Materialien zu reduzieren.
- Sorge für eine regelmäßige Entwurmung und Überwachung der Pferde.
Magendassel - Die Dasselfliege
Was sind Magendasseln beim Pferd?
Magendasseln, auch als Magenbremsen bekannt, sind Parasiten, die zur Gattung der Dasselfliegen gehören. Die Art Gasterophilus intestinalis ist bei Pferden am häufigsten anzutreffen. Die Weibchen legen ihre Eier im Fell des Pferdes ab, die dann von den Larven aufgenommen werden und im Magen des Pferdes Schaden anrichten können.
Was machen Magendasseln beim Pferd?
Die Larven der Magendasseln können im Magen des Pferdes zu Entzündungen der Magenschleimhaut führen, was zu Symptomen wie Lustlosigkeit, Gewichtsverlust, stumpfem Fell und Verdauungsstörungen führen kann. Ein schwerwiegender Befall kann zu schweren Schäden an der Magenschleimhaut und sogar zu Magengeschwüren führen.
Welcher Wirkstoff gegen Magendasseln beim Pferd?
Zur Behandlung von Magendasseln beim Pferd werden Wurmkuren mit Wirkstoffen wie Ivermectin oder ähnlichen Substanzen eingesetzt. Diese Wirkstoffe sind wirksam gegen die Larven der Magendasseln und können dazu beitragen, einen Befall zu reduzieren.
Welche Wurmkur gegen Magendasseln beim Pferd?
Die Auswahl der richtigen Wurmkur gegen Magendasseln beim Pferd ist entscheidend für eine wirksame Behandlung. Tierärzte können dabei helfen, das geeignete Präparat zu wählen, das auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt ist.
Wann gibt man die Wurmkur bei einem Pferd mit Magendasseln?
Die Entwurmung gegen Magendasseln beim Pferd erfolgt in der Regel im Herbst-Winter-Zeitraum, vorzugsweise zwischen November und Dezember. Dies ist die Zeit, in der die Parasitenaktivität am höchsten ist und Pferde einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Einige Experten empfehlen auch eine zweite Entwurmung im Januar, um sicherzustellen, dass auch die letzten Magendasseln entfernt werden.
Was sind Ektoparasiten beim Pferd?
Ektoparasiten beim Pferd sind Organismen, die sich außerhalb des Körpers des Wirts aufhalten und sich von dessen äußeren Geweben oder Körperflüssigkeiten ernähren. Im Gegensatz zu Endoparasiten, die sich innerhalb des Körpers befinden, leben Ektoparasiten auf der Oberfläche des Pferdekörpers oder in seiner unmittelbaren Umgebung. Diese Ektoparasiten können verschiedene Formen annehmen, darunter Flöhe, Milben, Zecken und bestimmte Arten von Fliegenlarven. Sie können sich in verschiedenen Teilen des Pferdekörpers festsetzen, einschließlich der Haut, des Fells, der Mähne und des Schweifs. Einige Ektoparasiten können auch in offenen Wunden oder Hautläsionen leben.
Doch neben den typischen Symptomen, an denen wir Ektoparasiten beim Pferd erkennen können, gibt es auch schwerwiegende Folgeerkrankungen, die zum Beispiel durch den Speichel der Parasiten auf das Pferd übertragen werden können.
Welcher Parasit überträgt nun welche Folgeerkrankung auf unsere geliebten Pferde?
Ektoparasiten verursachen oft eine Reihe von Problemen beim Pferd. Sie können Juckreiz und Hautirritationen verursachen, was zu übermäßigem Kratzen, Scheuern oder Beißen führt. Dies kann zu Hautverletzungen, Wunden und Infektionen führen. Darüber hinaus können einige Ektoparasiten Krankheiten übertragen, wie zum Beispiel Zecken, die Lyme-Borreliose übertragen können.
4 häufige Ektoparasiten beim Pferd: Was du darüber wissen musst!
Zecken, Bremsen und Co
Auch Zecken, Bremsen und andere Plagegeister können grade in den Sommermonaten lästig werden. Ein schöner Ausritt durch Wälder, Wiesen oder zum See können da schnell zur Tortur werden, wenn die blutsauger auf der Jagd sind. Aber hier kannst du dir schnell abhilfe schaffen. Fliegendecken und Fliegensprays können dir und deinem Pferd enorm helfen das Bremsen und Fliegen einen Bogen um euch machen. Fliegenmittel gibt es als Spray oder auch als Gel welches grade für Pferde die Angst vor Sprühflaschen haben verwendet wird.
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Die Hirschlausfliege - kleiner Schmarotzer beim Pferd
Die Hirschlausfliege (Lipoptena cervi) ist ein Ektoparasit, der besonders Pferde befallen kann. Sie wird oft als „fliegende Zecke“ bezeichnet, da sie äußerlich einer Mischung aus Fliege und Zecke ähnelt. Aktiv ist die Hirschlausfliege vor allem in den Monaten Juli bis Oktober, also während der warmen Jahreszeit mit viel Vegetation. Betroffen sind vor allem ländliche Gegenden mit Wäldern und hohem Gras, wo die Fliege leicht auf ihre Wirte treffen kann.
Wie befällt die Hirschlausfliege das Pferd?
Bei einem Ausritt oder Spaziergang kann die Hirschlausfliege auf das Pferd fallen. Sie bewegt sich dann gezielt zu typischen Befallsstellen, wie dem Mähnenkamm oder der Afterregion. Viele Pferde reagieren schon nervös, wenn die Fliegen in der Nähe sind, selbst bevor sie auf dem Pferd landen.
Symptome der Hirschlausfliege beim Pferd
- Schmerzhafte Bisse: Der Biss der Hirschlausfliege kann beim Pferd schmerzhaft sein und Hautirritationen verursachen.
- Allergische Reaktionen: Einige Pferde reagieren allergisch auf den Speichel der Hirschlausfliege, was zu starkem Juckreiz und Hautausschlägen führen kann.
- Unruhe und Nervosität: Viele Pferde zeigen auffälliges Verhalten und Unwohlsein, da die Parasiten äußerst unangenehm sind.
Kann die Hirschlausfliege Krankheiten übertragen?
Obwohl die Hirschlausfliege beim Pferd Bakterien wie Bartonella schoenbuchensis in sich trägt, ist bislang nicht geklärt, ob diese bei einem Biss tatsächlich auf Pferd oder Mensch übertragen werden können. Dennoch ist Vorsicht geboten, da die Folgen eines Befalls erheblich sein können.
Was hilft gegen die Hirschlausfliege beim Pferd?
Vorbeugung gegen Hirschlausfliegen
- Insektenschutzmittel: Spezielle Mittel gegen Hirschlausfliegen beim Pferd können helfen, den Befall zu verhindern.
- Fliegendecken: Diese schützen das Pferd effektiv vor Bissen.
- Natürliche Hausmittel: Produkte wie Kokosöl werden häufig verwendet, da sie durch ihren Geruch abschreckend auf die Fliegen wirken.
Bekämpfung der Hirschlausfliege beim Pferd
- Abspritzen: Bei Verdacht auf einen Befall hilft es, das Pferd mit einem Schlauch gründlich abzuspritzen, um die Fliegen vom Fell zu entfernen.
- Gründliche Pflege: Regelmäßiges Bürsten kann dabei helfen, die Fliegen zu entfernen und Hautreaktionen zu erkennen.
- Hygiene im Stall: Sauberkeit und regelmäßige Pflege der Umgebung können das Risiko eines Befalls reduzieren.
Welches Mittel hilft gegen die Hirschlausfliege beim Pferd?
Neben chemischen Insektenschutzmitteln gibt es auch natürliche Ansätze wie Kokosöl, das durch seine abschreckende Wirkung als Hausmittel gegen die Hirschlausfliege beim Pferd beliebt ist. Beide Ansätze können kombiniert werden, um einen umfassenden Schutz zu gewährleisten.
Milben beim Pferd: Saugmilbe, Grabmilbe & Co
Räude bei Pferden? Was ist das und was haben Saugmilben, Schuppenfressende Milben und Grabmilben damit zu tun? Woran erkennt man, dass das Pferd von diesen Milben befallen ist? Grabmilben und andere Milbenarten sind Ektoparasiten, die Pferde befallen können und zu den Milben gehören. Diese winzigen, flügellosen Parasiten ernähren sich von Hautschuppen und können im Fell oder auf der Haut des Pferdes leben. Die drei häufigsten Arten von Milben beim Pferd sind Chorioptes equi (Schuppenfressende Milben), Sarcoptes scabiei (Grabmilbe) und Psoroptes Equi (Saugmilben).
Milbenbefall ist ein ernstes Problem, das die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Pferde beeinträchtigen kann. Um dieses Risiko zu minimieren und unseren geliebten Vierbeinern ein gesundes Umfeld zu bieten, sind Sauberkeit und Hygiene in den Stallungen von entscheidender Bedeutung.
Eine regelmäßige Pflege und Reinigung der Pferde sind unerlässlich, um Milbenbefall vorzubeugen. Dies beinhaltet das regelmäßige Bürsten und Waschen der Pferde, um Schmutz und potenzielle Milben zu entfernen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den Bereichen um die Ohren, unter der Mähne und an den Beinen geschenkt werden, da sich Milben gerne dort ansiedeln.
Sobald ein Milbenbefall festgestellt wird, ist schnelles Handeln erforderlich, da sich Milben schnell vermehren können. Es ist wichtig, einen Tierarzt zu konsultieren, um die geeignete Behandlung zu erhalten. Verschiedene Medikamente sind auf dem Markt erhältlich, die effektiv gegen Milben wirken. Zusätzlich haben sich auch einige Hausmittel als wirksam erwiesen.
Um einen erneuten Milbenbefall zu verhindern, ist es wichtig, den gesamten Pferdebestand mitzubehandeln, selbst wenn nur ein Pferd betroffen ist. Darüber hinaus sollten sämtliche Ausrüstungsgegenstände wie Sattel, Trense und Decken gründlich gereinigt und desinfiziert werden, um eine Ausbreitung der Milben zu verhindern.
Haarlinge bei Pferden
Was sind Haarlinge und wie sehen Haarlinge beim Pferd aus?
Haarlinge (Wereckiella equi) sind Ektoparasiten, die bei Pferden häufig auftreten. Vor allem in warmen und feuchten Klimazonen im Herbst und Frühling vermehren sie sich stark und können ganze Pferdebestände befallen. Es ist normal, dass Pferde eine geringe Menge an Haarlingen mit sich tragen, aber wenn es zu starkem Juckreiz kommt und sie mit bloßem Auge erkennbar sind, deutet dies auf einen zu starken Befall hin, der behandelt werden muss. Haarlinge sind etwa 1,5 mm lang, manchmal auch etwas größer, und haben einen reiskornförmigen Körper mit gelben und braunen Streifen.
Die Lebensdauer eines Haarlings beträgt etwa 40 bis 60 Tage, in denen er bis zu 100 Eier produzieren kann. Diese Eier werden in Nestern abgelegt, die kleine, weißliche Haufen bilden, meist an der Haarwurzel. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen aus den Eiern junge Nymphen, die bereits wie ausgewachsene Haarlinge aussehen, jedoch kleiner sind. Sie sind bereits nach kurzer Zeit vermehrungsfähig, was zu einer schnellen Ausbreitung der Infektion führen kann.
Haarlinge ernähren sich von Hautschuppen und Haaren, was zu Haarausfall führt, der oft besonders zerfressen aussieht. Sie beißen und kauen die Haare kurz über der Haut ab, was zu einem löchrigen Fell führt. Beim Kontakt mit infizierten Pferden können Haarlinge auch auf Menschen übertragen werden, was jedoch selten vorkommt. Infizierte Pferde können die Haarlinge auch auf andere Stalltiere wie Hunde und Katzen übertragen, daher ist es wichtig, einen Befall zeitnah einzudämmen.
Hat mein Pferd Haarlinge?
Symptome eines Haarlingsbefalls bei Pferden sind neben starkem Juckreiz und löchrigem Fell auch Unruhe und Unzufriedenheit. Einige Pferde reagieren unter dem Reiter aggressiv, buckeln oder scheuern sich blutig, was zu weiteren Hautproblemen wie Einschüssen und Mauke führen kann. Die Behandlung eines Haarlingsbefalls ist daher unerlässlich, um das Wohlbefinden der Pferde zu gewährleisten und eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern.
Was tötet Haarlinge beim Pferd?
Zur Bekämpfung von Haarlingen sollten Sie den Lebensraum der Parasiten unangenehm gestalten. Bei starkem Befall ist das Scheren des Pferdes und das Abscheren der Beinbehänge notwendig. Ein Tierarzt sollte konsultiert werden. Ivermectin kann wirksam sein, jedoch müssen auch das Hygienekonzept angepasst werden. Alternativ können Sprüh- oder Waschlotionen verwendet werden, allerdings mit Vorsicht wegen gewässertoxischer Substanzen.
Hausmittel bei Haarlingen
Die Verwendung von Kokosöl, Neemöl, Teebaumöl und Schwarzkümmelöl ist möglich, aber reizend und ohne bestätigte Wirkung. Kieselgur kann Haarlinge angreifen, sollte aber nicht eingeatmet werden. Eine gründliche Reinigung der Stallumgebung und ein Austausch des Einstreus sind wichtig. Decken, Putzzeug und Equipment sollten bei Befall entfernt und gereinigt werden. Wiederholte Behandlungen sind alle 14 Tage erforderlich, um eine Neuinfektion zu verhindern.
Die Wurmkur: das Allheilmittel gegen alle Würmer beim Pferd?
Um das Risiko von Endoparasitenbefall beim Pferd zu minimieren, ist eine regelmäßige Entwurmung entscheidend. Tierärzte können Entwurmungsprogramme empfehlen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes zugeschnitten sind. Es ist wichtig, diese Programme strikt einzuhalten, um eine effektive Kontrolle der Endoparasitenpopulation zu gewährleisten und die Gesundheit des Pferdes zu erhalten.
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Entwurmungsstrategie 1: Die Pauschale Wurmkur
Die pauschale vierteljährliche Wurmkur war viele Jahre die gängige Praxis zur Parasitenbekämpfung bei Pferden. Diese Methode wurde eingeführt, um insbesondere die damals weit verbreiteten großen Strongyliden zu bekämpfen. Heute sind diese Parasiten jedoch in vielen Beständen kaum noch vertreten, und die Methode wird zunehmend kritisch betrachtet.
Vorgehen:
- Alle Pferde werden vierteljährlich entwurmt, ohne vorherige Diagnostik, ob tatsächlich ein Befall mit Parasiten vorliegt.
- Ein festgelegter Entwurmungsplan machte diese Strategie einfach umzusetzen und weit verbreitet.
Probleme:
- Resistenzentwicklung:
Durch die regelmäßige und oft unnötige Anwendung von Wurmkuren konnten sich Parasiten an die Wirkstoffe gewöhnen und Resistenzen entwickeln. Diese Resistenzen führen dazu, dass Wurmkuren ihre Wirksamkeit verlieren und die Parasiten im Pferd überleben. - Keine individuelle Anpassung:
Da keine Diagnostik stattfindet, wird nicht unterschieden, ob ein Pferd tatsächlich befallen ist oder nicht. Das führt zu unnötiger Medikamentenbelastung für die Pferde und ihre Umwelt.
Fazit:
Die pauschale Wurmkur gilt als veraltet. Wer sein Pferd wirksam schützen möchte, sollte gezielte und auf Diagnosen basierte Methoden anwenden, um Resistenzen zu vermeiden und die Gesundheit des Pferdes nachhaltig zu fördern.
Entwurmungsstrategie 2: Die strategische Entwurmung
Die strategische Wurmkur stellt eine modernere Alternative zur pauschalen Methode dar. Sie kombiniert regelmäßige Untersuchungen mit einer gezielten, bedarfsorientierten Entwurmung. Diese Strategie schlägt einen Mittelweg zwischen der pauschalen und der selektiven Entwurmung ein und bietet damit eine effektivere und nachhaltigere Lösung.
Vorgehen:
- Regelmäßige Kotuntersuchungen:
Kotproben werden in regelmäßigen Abständen analysiert, um festzustellen, ob ein Befall mit Parasiten vorliegt. - Gezielte Behandlung:
Nur bei nachgewiesenem Befall erfolgt eine gezielte Entwurmung mit einem Wirkstoff, der in Absprache mit dem Tierarzt gewechselt wird, um Resistenzen vorzubeugen.
Vorteile:
- Bessere Kontrolle:
Die Parasitenlast wird überwacht, und Behandlungen erfolgen nur, wenn es notwendig ist. Dies schützt die Gesundheit der Pferde und verringert die Belastung durch unnötige Medikamente. - Vermeidung von Resistenzen:
Durch den regelmäßigen Wechsel der Wirkstoffe wird das Risiko von Resistenzen deutlich reduziert. - Nachhaltigkeit:
Die gezielte Anwendung von Wurmkuren trägt zum Umweltschutz bei, da weniger Medikamente in die Natur gelangen.
Herausforderungen:
- Die Methode ist mit höheren Kosten verbunden, da Kotproben analysiert werden müssen.
- Es erfordert mehr Aufwand, da die Behandlungspläne individuell an die Pferde angepasst werden müssen.
Fazit:
Trotz des Mehraufwands überwiegen die Vorteile der strategischen Entwurmung deutlich. Sie ist eine empfehlenswerte Methode für Pferdebesitzer, die auf eine nachhaltige und wirksame Parasitenbekämpfung setzen möchten.
Entwurmungsstrategie 3: Die selektive Entwurmung
Die selektive Entwurmung ist eine der effektivsten Strategien, insbesondere zur Bekämpfung der kleinen Strongyliden, die Pferde häufig auf der Weide aufnehmen. Diese Methode wird vor allem bei erwachsenen Pferden eingesetzt.
Doch wie wechselt man von einer pauschalen Entwurmung auf die selektive und ist das der optimale Weg fürs Pferd?
Vorgehen:
- Kotprobenmonitoring:
- Im ersten Jahr sollten Kotproben viermal jährlich auf Parasiten wie kleine Strongyliden, Spulwürmer, Bandwürmer und Pfriemenschwänze untersucht werden.
- Dieser Rhythmus wird ab April/Mai begonnen und reicht bis Oktober/November.
- Entwurmung bei Bedarf:
Eine Entwurmung erfolgt nur, wenn der Kotprobenbefund einen Wert von über 200 Eiern pro Gramm (EPG) zeigt oder andere Parasiten nachgewiesen werden.
Vorteile:
- Reduziert den unnötigen Einsatz von Wurmkuren und verhindert die Resistenzbildung.
- Die Methode liefert durch regelmäßige Kotproben klare Informationen über die Parasitenlast im Pferd.
- Eine jährliche Entwurmung wird dennoch unabhängig vom Kotprobenbefund empfohlen, um bestimmte Parasiten wie Bandwürmer oder Pfriemenschwänze abzudecken.
Herausforderungen:
- Ungenauigkeit: Die Anzahl der Wurmeier im Kot entspricht nicht immer der tatsächlichen Anzahl von Parasiten im Darm. Ein Pferd kann mit wenigen Wurmeiern im Kot dennoch eine erhebliche Parasitenlast tragen.
- Kosten: Kotprobenuntersuchungen kosten je nach Anbieter zwischen 9 und 40 € pro Untersuchung.
Fazit:
Die selektive Entwurmung ist besonders geeignet für erwachsene Pferde und bietet eine individuelle und effektive Parasitenkontrolle. Der regelmäßige Aufwand zahlt sich durch den gezielten Einsatz von Wurmkuren und die langfristige Gesundheit der Pferde aus.
Entwurmungsstrategie 4: Die zeitgemäße selektive Entwurmung
Der Unterschied zwischen der selektiven Entwurmung und der zeitgemäßen selektiven Entwurmung liegt hauptsächlich in der Diagnostik und der Behandlungsstrategie.
Die zeitgemäße selektive Entwurmung ist eine Weiterentwicklung der selektiven Entwurmung und basiert auf einer umfassenderen Diagnostik.
Vorgehen:
- Neben der Analyse von Kotproben werden weitere Faktoren berücksichtigt, wie das Vorkommen spezifischer Parasitenarten im Bestand.
- Die Behandlungsstrategie basiert nicht nur auf den Kotprobenbefunden, sondern auch auf einer Gesamtbetrachtung der individuellen Gegebenheiten.
Vorteile:
- Ganzheitlicher Ansatz: Diese Methode kombiniert wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Erfahrungen und berücksichtigt die spezifischen Bedürfnisse jedes Pferdes.
- Wirksamkeitskontrolle: Durch die regelmäßige Überwachung der Parasitenlast kann die Wirksamkeit der Behandlungen genau beurteilt werden.
- Nachhaltigkeit: Der gezielte Einsatz von Wurmkuren reduziert die Medikamentenbelastung und trägt zur Umweltfreundlichkeit bei.
Fazit:
Diese Strategie bietet eine moderne und nachhaltige Herangehensweise, die auf wissenschaftlichen Grundlagen basiert. Sie gewährleistet eine effektive Bekämpfung von Endoparasiten und unterstützt die langfristige Gesundheit der Pferde.
FAQ: Würmer und Parasiten bei Pferden
Wie lange scheidet ein Pferd Würmer nach der Wurmkur aus?
Nach einer erfolgreichen Wurmkur ist es wichtig zu wissen, dass Ihr Pferd in den nächsten drei Tagen vermehrt Würmer ausscheiden kann. Die Entwurmung erfolgt stets an einem festgelegten Datum, und es ist entscheidend, dass die Pferde in den darauffolgenden Tagen nach der Behandlung eine erhöhte Menge an Larven, Eiern und ausgewachsenen Würmern ausscheiden können. Daher ist es ratsam, die Pferde nach der Entwurmung nicht gemeinsam auf die Weide zu lassen, und die Boxen sollten gründlich gereinigt werden, um die Verbreitung von Parasiten zu minimieren.
Sind die Würmer nach der Wurmkur abgetötet?
Die Wirkung einer Wurmkur auf alle Würmer im Pferd hängt von verschiedenen Faktoren ab. Wie im unter dem Punkt die Wurmkur: das Allheilmittel gegen alle Würmer beim Pferd?
erwähnt, können resistente Würmer eine Entwurmung überleben, während empfindliche Würmer abgetötet werden. Eine vollständige Ausrottung aller Würmer ist daher nicht garantiert, insbesondere wenn resistente Würmer vorhanden sind.
Um die Wirksamkeit der Entwurmung zu maximieren und die Entwicklung von Resistenzen zu verhindern, sind verschiedene Maßnahmen erforderlich. Dazu gehören die selektive Entwurmung, basierend auf Kotprobenuntersuchungen, um nur Pferde mit einem hohen Wurmbefall zu behandeln, sowie die Vermeidung übermäßiger Entwurmungen, um ein Refugium für nicht resistente Würmer zu erhalten.
Es ist wichtig, die Anweisungen des Tierarztes genau zu befolgen und das Pferd regelmäßig auf Parasiten zu überwachen, um angemessene Entwurmungsstrategien zu entwickeln und Resistenzen zu vermeiden.
Können Würmer beim Pferd Juckreiz verursachen?
Ja, Würmer können beim Pferd Juckreiz verursachen. Wenn ein Pferd von Würmern befallen ist, können verschiedene Symptome auftreten, darunter Juckreiz. Dieser Juckreiz kann durch die Bewegung der Würmer im Darm, Eier im Bereich des Anus oder durch allergische Reaktionen auf Wurmlarven oder absterbende Würmer verursacht werden. Es ist wichtig, regelmäßig Entwurmungsprogramme durchzuführen und die Gesundheit des Pferdes regelmäßig von einem Tierarzt überprüfen zu lassen, um Wurmbefall zu verhindern oder zu behandeln.
Wie merke ich, ob mein Pferd Würmer hat?
Es gibt mehrere Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass ein Pferd von Würmern befallen ist. Hier sind einige häufige Symptome:
- Gewichtsverlust oder schlechter Fellzustand trotz ausreichender Fütterung.
- Appetitlosigkeit oder plötzliche Änderungen im Fressverhalten.
- Bauchschmerzen oder Koliken.
- Durchfall oder veränderte Konsistenz des Kots.
- Anämie (Blutarmut) kann zu Müdigkeit und schlechter Leistungsfähigkeit führen.
- Juckreiz am After oder Schwanzansatz.
- Husten, insbesondere bei Infektionen mit Lungenwürmern.
Es ist wichtig, regelmäßig den Kot des Pferdes zu untersuchen und bei Verdacht auf Wurmbefall einen Tierarzt zu konsultieren. Ihr Tierarzt kann eine Kotuntersuchung durchführen, um festzustellen, ob und welche Art von Würmern vorhanden sind, und Ihnen entsprechende Entwurmungsempfehlungen geben.
Was kann man dem Pferd gegen Würmer füttern?
Es gibt keine spezifischen Nahrungsmittel, die einem Pferd direkt gegen Wurmbefall helfen können. Die beste Methode, um Wurmbefall zu kontrollieren, ist eine regelmäßige Entwurmung und ein gutes Management, um die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung zu verringern.
Hier sind einige allgemeine Managementpraktiken, die helfen können, das Risiko von Wurmbefall zu reduzieren:
- Regelmäßige Entwurmung gemäß den Empfehlungen Ihres Tierarztes.
- Weidehygiene: Halten Sie Weiden sauber und entfernen Sie regelmäßig Kot, um die Ausbreitung von Wurmeiern zu reduzieren.
- Rotationsweiden: Vermeiden Sie Überweidung, indem Sie Pferde regelmäßig zwischen verschiedenen Weideflächen rotieren.
- Pferdeäpfel regelmäßig entfernen, sowohl auf der Weide als auch in Ställen oder Paddocks.
- Vermeiden Sie das Füttern von Heu oder Stroh auf dreckigen Boden, um die Kontamination mit Wurmeiern zu minimieren.
- Beachten Sie die Hygienepraktiken beim Umgang mit Pferden und bei der Fütterung, um die Übertragung von Wurmeiern zu reduzieren.
Eine gesunde Ernährung, die reich an Ballaststoffen und Nährstoffen ist, kann jedoch dazu beitragen, die allgemeine Gesundheit des Pferdes zu unterstützen, was wiederum seine Fähigkeit zur Abwehr von Wurminfektionen verbessern kann. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die optimale Fütterung Ihres Pferdes, um sicherzustellen, dass es alle notwendigen Nährstoffe erhält.
Was hilft gegen die Hirschlausfliege?
Es kann hilfreich sein, diesen lästigen Parasiten mit einem fein zinkigen Kamm zu entfernen. Am effektivsten und schnellsten ist es jedoch, das Pferd oder auch den Hund mit Wasser abzuwaschen, durch das Wasser, verliert die Hirschlausfliege ihren Halt und wird aus dem Fell gespült. Auch bei Menschen wird empfohlen schnellstmöglich zu duschen, da der Biss der Hirschlausfliege auch für den Menschen sehr unangenehm bis schmerzvoll werden kann.
Warum bekommt ein Pferd Milben?
Ein Pferd kann Milben aus verschiedenen Gründen bekommen. Milben sind natürliche Bewohner der Umgebung von Pferden und sind oft allgegenwärtig. Sie ernähren sich von Hautschuppen und dem Blut der Pferde. Unter bestimmten Bedingungen, wie einem geschwächten Immunsystem des Pferdes oder feuchten, warmen Umgebungen, können sich Milben jedoch stark vermehren und zu einem Befall führen. Auch Faktoren wie üppiger Behang und lange Mähne, die ideale Versteckmöglichkeiten bieten, sowie mangelnde Hygiene, Immunschwäche, Infektionen oder Mangelernährung des Pferdes können die Anfälligkeit für einen Milbenbefall erhöhen.