Bereit für die Wiesenzeit? - Anweiden, Management & Wissenswerters

Bereit für die Wiesenzeit? - Anweiden, Management & Wissenswerters

Eine gut gepflegte Pferdeweide ist mehr als nur Auslauf – sie ist Lebensraum, Futterquelle und wichtiger Baustein für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes. Doch egal ob Teilzeitweide, ganzjährige Weidehaltung oder 24-Stunden-Weidegang: Damit die Weide wirklich pferdegerecht ist, braucht es Wissen über Gräserzusammensetzung, Anweiden, Pflegemaßnahmen und Sicherheitsaspekte. In diesem Artikel findest du praxisnahes Wissen rund um die Anlage, Nutzung und Pflege der Pferdeweide – inklusive Tipps zu Giftpflanzen, Infrastruktur, rechtlichen Vorgaben und saisonalem Weidemanagement.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Pferdeweide eigentlich?

Ob Weide, Koppel oder Wiese, je nach Region gibt es verschiedene Begriffe dafür, wo Pferde draußen grasen und sich bewegen dürfen. Im fachlichen Sinne meint eine Pferdeweide jedoch eine gezielt genutzte, umzäunte Fläche mit standortgerechtem Bewuchs, die der Beweidung durch Pferde dient. Sie ist Lebensraum, Bewegungsfläche und Futterquelle zugleich.

➡️ Videotipp: Pferdeweiden richtig pflegen - So gestaltest du eine gesunde Futterbasis!
Ob Fellwechsel, Muskelaufbau oder Stoffwechsel: Gesunde Weiden sind die Grundlage für gesunde Pferde. In diesem Video erfährst du, worauf es bei der Pflege von Pferdeweiden wirklich ankommt – von der Auswahl der richtigen Gräser über Bodenanalysen bis zur Bekämpfung von Giftpflanzen. Jetzt anschauen und die Futterqualität deiner Weide langfristig verbessern!

Der Begriff „Weide Pferd“ steht also nicht nur für eine grüne Fläche, sondern für ein System, das bei richtiger Pflege die gesundheitlichen, sozialen und natürlichen Bedürfnisse der Pferde erfüllt. Eine gut angelegte Pferdeweide ist das Herzstück jeder artgerechten Haltung.

Weide, Koppel, Paddock oder Wiese - wo liegt der Unterschied?

Umgangssprachlich werden Begriffe wie Koppel, Weide oder Wiese oft gleichbedeutend verwendet. Fachlich betrachtet gibt es jedoch klare Unterschiede:

  • Pferdeweide / Koppel: Ein umzäuntes Gelände mit Grasbewuchs zur direkten Beweidung durch Pferde – in vielen Regionen wird der Begriff Koppel synonym genutzt.
  • Wiese: Dient in erster Linie der Futtergewinnung (z. B. für Heu), wird aber nicht zwangsläufig beweidet.
  • Paddock: Eine befestigte, oft grasfreie Fläche für Bewegung, meist direkt am Stall gelegen.

Ein Pferd auf der Weide kann also grasen und sich frei bewegen – ganz im Gegensatz zum Pferd im Paddock, das oft kontrollierter gehalten wird.

Warum gehören Pferde auf die Weide?

Ein Pferd auf der Weide lebt deutlich näher an seinem natürlichen Verhalten als in Box oder Paddock. Die Vorteile sind vielfältig:

  • Bewegung: Pferde legen auf einer ausreichend großen Weide täglich mehrere Kilometer zurück – das ist essenziell für Gelenke, Kreislauf und Muskulatur.
  • Sozialverhalten: In der Herde können Pferde ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben: spielen, ruhen, Rangordnung klären.
  • Futteraufnahme: Gras ist das ursprüngliche Grundfutter des Pferdes. Auf der Weide frisst das Pferd über viele Stunden hinweg – in kleinen Portionen, wie es seiner Verdauung entspricht.

Pferde, die regelmäßig auf der Weide oder Koppel stehen, sind meist ausgeglichener, widerstandsfähiger und zufriedener.

Wie lange sollte ein Pferd auf der Weide stehen?

Die ideale Dauer des Weidegangs hängt von vielen Faktoren ab: der Jahreszeit, der Grasqualität, der Bodenbeschaffenheit, der Gesundheit des Pferdes und der allgemeinen Haltung. Nach erfolgreichem angrasen/ anweiden, stehen Pferde normalerweise wie folgt auf der Weide:

  • 2–4 Stunden täglich sind in der Anweidezeit oder für empfindliche Tiere oft ausreichend.
  • 4–8 Stunden gelten als guter Richtwert für den normalen Sommerweidegang.
  • Bei entsprechender Vorbereitung und geeigneter Fläche ist auch eine 24-Stunden-Weidehaltung beim Pferd möglich – zum Beispiel im Rahmen der ganzjährigen Weidehaltung.

Ausschlaggebend ist immer, wie gut die Weide für Pferde strukturiert und gepflegt ist – und ob es Witterungsschutz und zusätzliche Fütterung gibt.

Pferd auf Weide, Paddock oder Stall? - Ein Vergleich

Die Entscheidung zwischen Weide, Paddock oder Stallhaltung hängt von den individuellen Möglichkeiten und den Bedürfnissen des Pferdes ab:

Haltung Vorteile Nachteile
Weide / Koppel Bewegung, Futter, Sozialkontakt, artgerecht Wetterabhängig, mehr Pflegeaufwand, Parasitenrisiko
Paddock Ganzjährig nutzbar, sauber, planbar Kein Futterangebot, weniger Anreize zur Bewegung
Stallhaltung Kontrolle, Schutz vor Witterung, gezielte Fütterung Bewegungsmangel, Frust, Verhaltensauffälligkeiten möglich

Ein Pferd auf der Weide lebt am nächsten an seiner Natur, doch nur bei guter Organisation und sorgfältigem Weidemanagement ist diese Form der Haltung auch langfristig gesund und nachhaltig.

Weidehaltung: Formen, Regeln und Herausforderungen

Teilzeit- oder ganzjährige Weidehaltung beim Pferd?

Bei der Weidehaltung von Pferden unterscheidet man grundsätzlich zwischen der Teilzeitweidehaltung und der ganzjährigen Weidehaltung:

  • Teilzeit-Weidehaltung bedeutet, dass Pferde nur stundenweise oder saisonal auf die Weide kommen – etwa im Sommer tagsüber oder nur an Wochenenden. Diese Form ist weit verbreitet und lässt sich auch mit Stall- oder Paddockhaltung kombinieren.
  • Die ganzjährige Weidehaltung von Pferden hingegen ermöglicht einen nahezu naturnahen Lebensstil: Pferde leben dauerhaft draußen – bei jedem Wetter, Tag und Nacht.

Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile – wobei die ganzjährige Form besonders hohe Ansprüche an Flächen, Infrastruktur und Management stellt.

24 Stunden Weidegang beim Pferd – was muss erfüllt sein?

Ein Pferd 24 Stunden auf der Weide zu halten, klingt zunächst artgerecht – ist aber nur dann sinnvoll, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Wetterfeste Unterstände (z. B. Weidehütten)
  • Zugängliche Tränken mit sauberem Wasser
  • Wetterfester, trockener Liegebereich
  • Ausreichende Weidefläche pro Pferd
  • Schutz vor Insekten, Hitze und Kälte

Fehlen diese Elemente, kann ein Pferd im 24-Stunden-Weidegang schnell überfordert sein – körperlich wie psychisch.

Pferde das ganze Jahr auf der Weide - geht das wirklich?

Pferde das ganze Jahr auf der Weide zu halten, ist unter bestimmten Bedingungen möglich – besonders bei robusten Rassen und entsprechend angepasster Haltung. Wichtig ist:

  • ein tragfähiger, drainierter Boden, der nicht zur Matschwüste wird
  • ein rotierendes Weidemanagement, um Überweidung zu vermeiden
  • wetterangepasste Fütterung, z. B. mit Heu und Mineralstoffen
  • regelmäßige Kontrolle der Tiere – auch bei Sturm, Schnee oder Dauerregen

Vor allem in Regionen mit hohem Niederschlag oder Frost stößt die ganzjährige Weidehaltung schnell an ihre Grenzen.

Was schreibt das Tierschutzgesetz zur Weidehaltung von Pferden vor?

Laut Tierschutzgesetz dürfen Pferde nur so gehalten werden, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden – unabhängig davon, ob sie im Stall oder auf der Weide stehen. Für die Weidehaltung gelten dabei folgende Grundsätze:

  • Pferde müssen jederzeit Zugang zu Wasser und bei extremen Wetterlagen zu Schutzmöglichkeiten haben
  • Der Halter ist verpflichtet, die Tiere mindestens einmal täglich zu kontrollieren
  • Die Weide muss frei von Gefahrenquellen (z. B. giftigen Pflanzen oder scharfkantigen Gegenständen) sein

Diese Vorgaben gelten besonders bei ganzjähriger Weidehaltung – bei Verstößen drohen empfindliche Strafen.

Pferde ohne Unterstand: erlaubt oder nicht?

Das Thema „Tierschutz: Pferde ohne Unterstand“ ist juristisch eindeutig – und praktisch oft umstritten. Grundsätzlich gilt:

  • Bei ganzjähriger Weidehaltung muss ein Witterungsschutz vorhanden sein – etwa eine Weidehütte, Baumgruppen oder ein natürlicher Windschutz
  • In der warmen Jahreszeit kann bei Tagweide ein natürlicher Schattenplatz ausreichen
  • Im Winter oder bei Dauerregen muss ein trockener, zugfreier Rückzugsort verfügbar sein

Pferde, die dauerhaft ohne Unterstand auf der Weide stehen, sind nicht nur dem Wetter ausgeliefert – sie können auch Verhaltensstörungen oder gesundheitliche Probleme entwickeln.

Wie viel Weidefläche pro Pferd ist gesetzlich vorgeschrieben?

Die empfohlene Weidefläche pro Pferd liegt laut Experten bei mindestens 0,5 bis 1 Hektar – je nach Bodenqualität, Pflege und Nutzungsintensität. Gesetzlich vorgeschrieben sind:

  • Pro Pferd mindestens 1500–2000 m² Weidefläche für eine gesunde Beweidung
  • Bei ganzjähriger Weidehaltung entsprechend mehr – da sich Flächen erholen müssen
  • Zusätzliche Pufferfläche bei Gruppenhaltung und zur Vermeidung von Trittschäden

Zu kleine oder abgefressene Weiden führen nicht nur zu Futterknappheit, sondern erhöhen auch das Verletzungs- und Krankheitsrisiko.

Pferde bei Regen auf die Weide: sinnvoll oder schädlich?

Viele Pferdebesitzer fragen sich: „Darf mein Pferd bei Regen auf die Weide?“ Die Antwort lautet: Ja – aber unter bestimmten Bedingungen.

  • Gesunde, robuste Pferde mit winterfestem Fell oder Regendecke vertragen Regen gut
  • Wichtig ist ein trockenes Rückzugsangebot (z. B. Unterstand)
  • Empfindliche Pferde (Sommerekzemer, Senioren) sollten nur bei mildem Regen und auf nicht matschigem Boden draußen stehen
  • Dauerregen kann die Weide stark schädigen – das führt zu Trittschäden, Erosion und verschlammtem Boden
Wichtiger Hinweis!
Ein dauerhaft nasser Weideboden schadet nicht nur den Pferden, sondern auch der Grasnarbe. Dadurch sinkt der Futterwert und die Fläche muss aufwendig regeneriert werden.

Angrasen: so startest du richtig in die Weidesaison

Was bedeutet Angrasen beim Pferd?

Das sogenannte Angrasen (auch „Anweiden“) bezeichnet die langsame Gewöhnung des Pferdes an frisches Weidegras zu Beginn der Weidesaison. Nach den Wintermonaten, in denen Pferde vorwiegend mit Heu gefüttert wurden, ist der Verdauungstrakt empfindlicher, die plötzliche Umstellung auf energiereiches Frühlingsgras kann zu Verdauungsproblemen, Koliken oder sogar Hufrehe führen.

Beim Pferd auf der Weide sorgt das Angrasen für eine kontrollierte Anpassung an den veränderten Futtergehalt, besonders an den hohen Zuckergehalt des jungen Grases.

Ablauf und Zeitplan für gesundes Anweiden

Ein strukturierter Zeitplan ist entscheidend, um dein Pferd gesund anzuweiden. Die Dauer des Angrasens hängt vom Wetter, dem Graswachstum, der Pferdegesundheit und der Haltungsform ab, idealerweise beginnt man:

  • Im Frühjahr, sobald die Weide tragfähig ist (nicht zu nass, ausreichender Aufwuchs)
  • Mit 10–15 Minuten täglich, möglichst nach der Heufütterung
  • Dann schrittweise um 5–10 Minuten pro Tag steigern
  • Nach ca. 2–3 Wochen kann auf mehrere Stunden täglich erweitert werden
  • Frühestens nach 4–6 Wochen ist 24 Stunden Weidegang sinnvoll - bei robusten Tieren und guter Weidequalität
Wichtiger Hinweis!
Jedes Pferd reagiert unterschiedlich auf frisches Gras - bei Rehepferden, EMS oder Cushing sollte besonders vorsichtig angeweidet werden. Im Zweifel immer den Tierarzt oder Fütterungsexperten einbeziehen.

Typische Fehler beim Angrasen – und wie du sie vermeidest

Beim Start in die Weidesaison werden häufig folgende Fehler gemacht:

  • Zu schneller Weidegang: 1–2 Stunden plötzlich auf sattem Gras sind zu viel für ein unvorbereitetes Pferd
  • Kein Zeitpuffer: Das Angrasen wird oft zu spät begonnen, obwohl die Weidesaison schon läuft
  • Gras auf leeren Magen: Pferde sollten vorher Heu fressen – das reduziert die Grasaufnahme und dämpft Blutzuckerspitzen
  • Keine Beobachtung: Erste Anzeichen von Durchfall, Trägheit oder Hufwärme müssen ernst genommen werden

Ein gut durchdachtes Angrasen schützt die Pferdegesundheit und bereitet den Stoffwechsel auf die Sommerweidezeit optimal vor.

Pferd sabbert nach Weidegang – woran kann das liegen?

Immer wieder berichten Pferdehalter, dass ihr Pferd nach dem Weidegang sabbert. Dieses Phänomen kann verschiedene Ursachen haben:

  • Feuchte, besonders saftige Gräser fördern die Speichelproduktion
  • Irritationen im Maulbereich durch bestimmte Pflanzen (z. B. Butterblumen oder Klee)
  • In seltenen Fällen kann es sich um eine Reaktion auf Schimmelpilze oder Giftpflanzen handeln

Solange das Pferd fit und symptomfrei ist, besteht meist kein Grund zur Sorge. Tritt das Sabbern nach dem Weidegang jedoch regelmäßig oder mit weiteren Auffälligkeiten auf, sollte eine genaue Kontrolle der Weidepflanzen erfolgen.

Weiden anlegen & richtig pflegen

Was macht eine gute Weide für Pferde aus?

Eine hochwertige Pferdeweide erfüllt gleich mehrere Funktionen: Sie bietet dem Pferd Bewegung, Futter und Sozialkontakt – aber nur, wenn sie sicher, nährstoffreich und pflegeleicht ist. Eine gute Weide für Pferde sollte:

  • trittfest und tragfähig sein (auch bei Nässe)
  • ausreichend strukturierte Flächen für Fressen, Ruhen und Laufen bieten
  • einen dichten, artenreichen Pflanzenbestand aufweisen
  • frei von giftigen Pflanzen sein
  • regelmäßig gepflegt und bei Bedarf geschont werden

Besonders bei der ganzjährigen Weidehaltung von Pferden ist die Qualität der Fläche entscheidend. Eine schlecht angelegte oder übernutzte Weide verliert schnell ihren Wert – für Pferd und Halter.

Boden, Standort und Pflanzenzusammensetzung - das Fundament der Weide

Schon bei der Planung ist wichtig: Nicht jeder Boden eignet sich als Pferdeweide. Ideal sind:

  • Lehmige, gut durchlässige Böden, die Wasser speichern, aber keine Staunässe verursachen
  • Ebenes oder leicht geneigtes Gelände mit guter Befahrbarkeit
  • Ein Standort mit ausreichend Licht und Wind – das hält den Boden gesund

Auch die Gräserzusammensetzung entscheidet über den Erfolg. Eine ausgewogene Mischung aus robusten, trittfesten Futtergräsern bildet die Grundlage für eine langlebige Pferdeweide.

Grassorten für die Pferdeweide - robust und nährstoffreich

Nicht jedes Gras ist für Pferde geeignet. Besonders empfehlenswerte Grassorten für die Pferdeweide sind:

  • Wiesenlieschgras: hoher Futterwert, gute Winterhärte
  • Deutsches Weidelgras: trittfest und schnell wachsend – aber Vorsicht bei empfindlichen Pferden, da es sehr zuckerreich sein kann
  • Rotschwingel und Knaulgras: trockenheitsresistent und langlebig
💡 Tipp zur Pferdeweide:
Artenreiche Mischung wählen: Eine gute Pferdeweide enthält eine vielfältige Mischung aus Gräsern und Kräutern. So wird nicht nur die Futterqualität verbessert, sondern auch die Akzeptanz beim Pferd erhöht.

Giftige Pflanzen auf der Pferdeweide vermeiden

Jakobskreuzkraut auf Pferdeweide – typische giftige Pflanze für Pferde mit gelben Blüten, gefährlich für Pferde auf Weideflächen und in Heu, Giftpflanzen Pferdeweide erkennen.

Eine der größten Gefahren auf der Weide sind giftige Pflanzen für Pferde. Schon kleine Mengen bestimmter Arten können gesundheitsschädlich oder sogar tödlich sein. Typische Gefahrenpflanzen sind:

  • Jakobskreuzkraut
  • Herbstzeitlose
  • Ackerwinde (giftig für Pferde)
  • Schöllkraut, Adlerfarn, Eibe, Goldregen
  • Kleiner Klee (bei Massenauftritt unter bestimmten Bedingungen giftig)

Auch einige Gräser und Bäume können problematisch sein – z. B. die Haselnuss (für Pferde giftig) oder ungeeignete Weidenarten. Eine regelmäßige Kontrolle und das rechtzeitige Entfernen verdächtiger Pflanzen sind Pflicht.

Weide nachsäen ohne walzen?

Ja, aber mit Einschränkungen. Wer seine Pferdeweide nachsäen will, ohne zu walzen, muss Folgendes beachten:

  • Die Fläche sollte möglichst eben sein, damit das Saatgut nicht weggespült wird
  • Direktsaat oder Schleppsämaschine eignen sich besonders gut
  • Nach dem Säen muss die Weide einige Wochen ruhen, damit die Pflanzen keimen können

Das Walzen sorgt normalerweise für den nötigen Bodenschluss – fehlt dieser, kann die Keimrate deutlich sinken. Trotzdem ist das Nachsäen ohne Walzen eine Option, wenn maschineller Einsatz nicht möglich ist.

Was tun bei abgefressener Pferdeweide?

Eine abgefressene Weide beim Pferd ist nicht nur unproduktiv, sondern auch gefährlich – sie verliert an Nährwert, wird lückenhaft und neigt zur Verunkrautung. Ursachen sind oft:

  • Überbeweidung ohne Ruhephasen
  • Zu kleine Weidefläche pro Pferd
  • Keine Rotation oder Nachsaat

Die Lösung: Weidepausen, gezielte Nachsaat mit passenden Gräsern und ggf. kurzfristige Sperrung einzelner Parzellen. Auch Mulchen hilft, das Wachstum zu fördern und unerwünschte Pflanzen zu unterdrücken.

Weidepflege: Mulchen, Düngen und Nachsäen

Eine gesunde Pferdeweide braucht regelmäßige Pflege. Dazu gehören:

  • Mulchen: Entfernt abgestorbenes Gras, regt das Wachstum an und reduziert Parasiten
  • Nachsaat: Besonders im Frühjahr oder Herbst – ideal nach starker Nutzung
  • Düngung: Möglichst pferdegerecht – keine stickstofflastigen Düngegaben
  • Striegeln und Walzen (bei Bedarf): zur Belüftung und Bodenverbesserung

Nur mit regelmäßigem Weidemanagement bleibt die Pferdeweide langfristig nährstoffreich, belastbar und gesund.

Achtung Giftig: Diese Pflanzen solltest du kennen!

Viele Pferdebesitzer wissen nicht, wie viele giftige Pflanzen auf der Pferdeweide vorkommen können. Dabei reicht oft schon eine geringe Menge, um gesundheitliche Schäden auszulösen, von Koliken bis zu schweren Leberschäden. Besonders gefährlich: Einige Pflanzen schmecken frisch bitter, verlieren diesen Geschmack jedoch beim Trocknen oder Welken und werden dann ungewollt gefressen. Die Giftpflanzen auf dieser Pferde-Giftpflanzen Liste solltest du kenn und von deiner Weide entfernen:

Giftpflanze Aussehen Vergiftungssymptome
JakobskreuzkrautGelbe Blüten in Dolden, gefiederte BlätterLeberversagen, Gewichtsverlust, Apathie, neurologische Ausfälle
HerbstzeitloseLila Blüten im Herbst, blattlos zur BlütezeitKolik, Muskelschwäche, Atemnot, oft tödlich
AdlerfarnGroßer Farn mit mehrfach gefiederten WedelnThiaminmangel, Zittern, Gleichgewichtsstörungen
EibeDunkelgrüne Nadeln, rote ScheinbeerenPlötzlicher Herztod, Atemlähmung – extrem giftig
Scharfer HahnenfußGelbe, glänzende Blüten, gezackte BlätterSchleimhautreizung, Speichelfluss, Kolik
BergahornGroßbaum, gelappte Blätter, grünliche BlütenMuskelschwäche, brauner Urin, Festliegen – atypische Weidemyopathie
FingerhutRosaviolette Glockenblüten, behaarte BlätterHerzrhythmusstörungen, Krämpfe, Tod durch Herzstillstand
GoldregenGelbe Blütentrauben, dreigeteilte BlätterKrämpfe, Atemnot, Lähmungen
TollkirscheSchwarze Beeren, große Blätter, violette BlütenUnruhe, Gleichgewichtsstörungen, Atemlähmung
LupineBlaue, weiße oder gelbe Blütentrauben, fingerförmige BlätterMuskelschwäche, Festliegen, Atemlähmung
EisenhutBlaue, helmförmige Blüten, gefiederte BlätterKoordinationsstörungen, Herzversagen – sehr giftig
SeidelbastRosa Blüten vor dem Laubaustrieb, rote BeerenSchleimhautreizungen, Kolik, Krämpfe
LigusterSchwarze Beeren, kleine weiße Blüten, ovale BlätterKolik, Koordinationsstörungen, Herzrhythmusstörungen
KirschlorbeerImmergrüne glänzende Blätter, weiße Blüten, schwarze BeerenAtemnot, Krämpfe, Cyanidvergiftung
ThujaSchuppenartige Nadeln, aromatischer GeruchKolik, Schleimhautreizung, Nierenschäden
Schwarzer NachtschattenSchwarze Beeren, weiße Blüten, weiche BlätterDurchfall, Kolik, Lähmungen
MaiglöckchenWeiße Glockenblüten, rote Beeren, lanzettliche BlätterHerzrhythmusstörungen, Kreislaufprobleme
Robinie / ScheinakazieWeiße Blüten, dornige Zweige, gefiederte BlätterKolik, Schwäche, Lähmungen
EfeuKletterpflanze, gelappte Blätter, schwarze BeerenSpeichelfluss, Durchfall, Schleimhautreizung
StechapfelWeiße Trichterblüten, stachelige KapselfrüchteErregung, Zittern, Herzrhythmusstörungen
BilsenkrautKlebrige Pflanze, gelb-violette BlütenKrämpfe, Lähmungen, Atemnot
Kreuzkraut-ArtenÄhnlich Jakobskreuzkraut, gelbe Blüten, gezahnte BlätterChronische Lebervergiftung
Gefleckter SchierlingWeißblühende Dolden, gefiederte Blätter, rotgefleckter StängelAtemlähmung, Muskellähmung – extrem giftig
Riesen-BärenklauSehr große Pflanze, weiße Doldenblüten, gefiederte BlätterHautreizungen durch Photosensibilisierung, Schleimhautentzündung beim Fressen
HuflattichGelbe Blüten im Frühling, später herzförmige BlätterLeberbelastung bei hoher Aufnahme
Roter HolunderRote Beeren, weiße Blütenrispen, gefiederte BlätterKolik, Durchfall, Schwäche
Bittersüßer NachtschattenRote Beeren, lila Blüten mit gelben StaubblätternMagen-Darm-Reizung, Koordinationsprobleme
AronstabPfeilförmige Blätter, kolbenartige Blüte mit Hüllblatt, rote BeerenBrennen im Maul, Schluckbeschwerden, Erstickungsgefahr
RhododendronImmergrüne Sträucher, große Blüten, ledrige BlätterSpeichelfluss, Durchfall, Kreislaufkollaps
OleanderStrauch mit rosa, roten oder weißen Blüten, lanzettliche BlätterHerzrhythmusstörungen, Zittern, Atemnot – hochgiftig

Giftige Gräser und Bäume für Pferde, nicht alles Grüne ist gesund

Nicht nur Blühpflanzen und Kräuter können giftig sein – auch Gräser und Bäume stellen eine unterschätzte Gefahr dar. So können etwa:

  • Deutsches Weidelgras bei empfindlichen Pferden mit Stoffwechselproblemen zu Reizungen führen, besonders bei hohem Fruktangehalt
  • Kleiner Klee bei bestimmten Bedingungen (z. B. bei Pilzbefall) für Pferde problematisch sein
  • Haselnusssträucher giftige Inhaltsstoffe enthalten, insbesondere in Blättern und Rinde
  • Ackerwinde auf abgefressenen Weiden vermehrt auftreten – und ist giftig für Pferde

Auch einige Bäume gelten als problematisch. Nicht jeder Weidebaum für Pferde ist harmlos – entscheidend ist, ob Blätter, Rinde oder Samen toxisch sind.

Welche Bäume sind giftig für Pferde?

Die folgende Auswahl zeigt, welche Bäume auf der Weide giftig für Pferde sein können – insbesondere, wenn Zweige oder Laub gefressen werden:

  • Eiche (Eicheln in großen Mengen toxisch)
  • Ahorn (v. a. Bergahorn) – kann die gefährliche Atypische Weidemyopathie auslösen
  • Robinie (Scheinakazie) – hochgiftig in allen Pflanzenteilen
  • Goldregen – extrem giftig, schon in geringen Dosen
  • Haselnuss – je nach Aufnahmemenge bedenklich
  • Walnussbaum – unreife Nüsse und Blätter sind problematisch

Wenn du Bäume auf der Pferdeweide stehen hast, solltest du sie regelmäßig kontrollieren – heruntergefallenes Laub oder herabhängende Zweige können besonders im Herbst zur Gefahr werden.

Weidelgras beim Pferd – Futtergrundlage oder Risiko?

Weidelgras (Lolium perenne) ist eine der am häufigsten eingesetzten Grassorten auf Pferdeweiden – und grundsätzlich nicht giftig. Dennoch gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Bei hohem Fruktangehalt (z. B. durch Trockenheit oder starke Sonneneinstrahlung) kann es für stoffwechselempfindliche Pferde (EMS, Hufrehe) problematisch werden
  • Stark gedüngtes Weidelgras kann zu einer unausgewogenen Nährstoffversorgung führen
  • In einigen Fällen wurde Endophytenbefall beschrieben, der zu gesundheitlichen Problemen führen kann (selten, aber relevant)

Fazit: Weidelgras ist für viele Pferde geeignet, sollte aber nicht als alleinige Grassorte auf der Weide dominieren.

Weidemanagement im Jahresverlauf

Eine Pferdeweide ist kein Selbstläufer – sie muss das ganze Jahr über gepflegt, kontrolliert und an die Bedürfnisse der Tiere angepasst werden. Je nach Jahreszeit ändern sich die Anforderungen an Bodenbeschaffenheit, Fütterung, Schutzmaßnahmen und Weidetechnik. Wer seine Pferde das ganze Jahr über artgerecht auf der Weide halten möchte, braucht einen durchdachten Plan.

Pferde im Sommer auf der Weide: was jetzt wichtig ist

Die Sommermonate sind für viele Pferde die schönste Zeit auf der Weide – doch sie bringen auch Herausforderungen:

  • Schattenplätze sind essenziell. Große Bäume, ein Weideunterstand oder eine mobile Weidehütte für Pferde schützen vor Überhitzung und Sonnenbrand.
  • Wasser muss jederzeit in ausreichender Menge verfügbar sein. Frisches, sauberes Wasser aus Frostsicheren Tränken oder Weidetränken ist Pflicht.
  • Insektenschutz spielt eine wichtige Rolle. Bremsen, Mücken und Kriebelmücken können zur echten Plage werden – Stichwort: Sommerweide und Ekzemerpferde.

Auch das Weidefutter verändert sich: In trockenen Phasen kann der Nährwert des Grases sinken – eine gezielte Zufütterung mit Heu kann dann nötig sein.

Pferde im Winter auf die Weide: sinnvoll oder problematisch?

Pferde im Winter auf die Weide zu stellen, ist grundsätzlich möglich – aber nicht für jeden Betrieb oder jedes Tier geeignet. Entscheidende Faktoren sind:

  • Trittstabiler, nicht matschiger Boden
  • Ein trockener, windgeschützter Unterstand (z. B. Weidehütte Pferd)
  • Ausreichende Raufutterversorgung auf der Weide
  • Regelmäßige Kontrolle des Gesundheitszustands

Besonders bei Nässe, Eis oder starkem Frost kann die Weidehaltung im Winter zur Belastung werden – für Pferde, Grasnarbe und Infrastruktur. In vielen Fällen ist ein Paddock mit Heufütterung die bessere Alternative.

24 Stunden Weidehaltung: was muss erfüllt sein?

Ein Pferd auf 24-Stunden-Weidehaltung braucht mehr als nur eine grüne Fläche. Für eine gesunde, dauerhafte Weidehaltung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Tragfähiger Boden, der auch bei Regen nicht verschlammt
  • Ausreichend große Weidefläche pro Pferd – ideal mit Rotationsweiden
  • Ein stabiler, witterungsfester Unterstand – z. B. eine fest installierte Weidehütte
  • Zugang zu sauberem Wasser – auch im Winter
  • Zusätzliche Fütterung mit Heu oder Silage, besonders in nährstoffarmen Phasen
  • Regelmäßige Pflege: Düngung, Nachsaat, Parasitenmanagement

Nur bei Erfüllung dieser Bedingungen ist eine 24-Stunden-Weide für Pferde wirklich artgerecht und langfristig tragbar.

Technik und Infrastruktur auf der Weide: was wirklich Sinn macht

Die richtige Ausstattung sorgt für Sicherheit, Komfort und Langlebigkeit – sowohl für die Tiere als auch für dich als Halter. Wichtige Elemente:

  • Weidehütte für Pferde: wetterfester, gut belüfteter Schutzbau mit ausreichend Platz
  • Panels Weidetor: flexibel einsetzbare Metallrahmen, ideal für temporäre Abtrennungen oder mobile Weidesysteme
  • Weidezaun 24 / Weidezaun 2A: stromführende Zäune für durchgehende Hütesicherheit – auch bei 24h-Weidehaltung
  • Weidetore verzinkt: langlebig, robust und sicher – auch für große Gruppen

Eine gute Infrastruktur ist das Rückgrat jeder funktionierenden Weidehaltung beim Pferd – und zahlt sich besonders in schwierigen Witterungsphasen aus.

Bäume auf der Weide: Weidenbäume, Obstbäume & Co

Brauchen Pferde Bäume auf der Weide?

Bäume auf der Pferdeweide sind mehr als nur Dekoration. Sie bieten Schatten, schützen vor Wind und Regen und verbessern das Kleinklima – besonders auf offenen Flächen ohne Unterstand. Pferde nutzen Baumgruppen gern als Ruheplatz und Wetterschutz, vor allem im Sommer.

Doch nicht jeder Baum ist für Pferde unbedenklich. Einige Arten können durch Blätter, Rinde oder Früchte giftig sein, andere bergen Verletzungsrisiken oder fördern Futterneid in Gruppen.

Weidenbäume auf der Weide – erlaubt oder gefährlich?

Weidenbäume (Salix) – etwa die Trauerweide oder Silberweide – kommen auf vielen feuchten Weiden natürlich vor. Sie gelten als nicht giftig für Pferde, solange nicht übermäßig viele Rinde oder Zweige aufgenommen werden.

Vorteile:

  • Spenden angenehmen Schatten
  • Pferde nutzen sie zur Beschäftigung (Knabbern, Schaben)
  • Enthalten natürliche Gerbstoffe und Salicin, die leicht entzündungshemmend wirken

Aber: Übermäßiger Konsum kann bei empfindlichen Pferden zu Verdauungsproblemen führen. Daher sollten Weidenbäume auf der Pferdeweide beobachtet und bei Bedarf geschützt werden, etwa durch Anbringung von Knabberschutzgittern.

Obstbäume auf der Weide – ein Problem?

Obstbäume wie Apfel-, Zwetschgen- oder Kirschbäume sind auf alten Weiden häufig zu finden – doch sie sind nicht immer ideal:

  • Fallobst wird oft in großen Mengen gefressen , das kann zu Koliken oder Gärungen im Darm führen
  • Einige Obstkerne (z. B. Kirsch- oder Pflaumenkerne) enthalten giftige Blausäureverbindungen
  • Reifes Obst zieht Wespen und Bienen an – Stichgefahr!

Wer Obstbäume auf der Pferdeweide stehen hat, sollte das Fallobst regelmäßig entfernen und bei bestimmten Pferden (z. B. mit Stoffwechselproblemen) gezielt Zugang einschränken.

Welche Bäume sind für Pferde giftig  und welche unbedenklich?

Nicht alle Bäume eignen sich für die Pferdeweide. Hier ein kurzer Überblick:

Unbedenklich (in Maßen):

  • Weide (Salix)
  • Birke
  • Linde
  • Ahornblättrige Platane
  • Feldahorn (nicht zu verwechseln mit Bergahorn!)

Giftig / problematisch:

  • Bergahorn – kann Atypische Weidemyopathie auslösen
  • Goldregen, Robinie, Eibe, Buchsbaumhochgiftig
  • Walnuss, Haselnuss, Kirschlorbeer – je nach Menge und Zustand (z. B. Schimmel) bedenklich
  • Obstbäume – wegen Fallobst & Kernen kritisch

INFOBOX: Eine vollständige Liste giftiger Bäume und Pflanzen findest du im Abschnitt „Giftige Pflanzen auf der Weide“ – ideal zur Weidenkontrolle im Frühjahr und Herbst.

Fazit: Bäume ja, aber nicht wahllos

Bäume auf der Pferdeweide sind wertvoll – aber nur, wenn sie sorgfältig ausgewählt und kontrolliert werden. Achte auf:

  • Standortgerechtigkeit
  • Keine stark giftigen Arten
  • Regelmäßige Pflege und Beobachtung
  • Falls nötig: Knabber- und Verbissschutz an Jungbäumen

So werden Weidenbäume, Obstbäume & Co zu einem echten Mehrwert auf der Pferdeweide – für dein Pferd und für das ökologische Gleichgewicht.

Praktische Tipps zur sicheren Weideeinrichtung

Sicherheit geht vor

Eine noch so schöne und artenreiche Pferdeweide nützt nichts, wenn sie nicht ausbruchssicher, verletzungsfrei und praktikabel ist. Die Auswahl von Zaun, Tor und Unterstand spielt eine entscheidende Rolle für Tierwohl, Arbeitsaufwand und Weidepflege. Gerade bei ganzjähriger Weidehaltung oder 24-Stunden-Weidegang sind hochwertige und durchdachte Lösungen unverzichtbar.

Weidezaun für Pferde: worauf kommt es an?

Ein Weidezaun für Pferde muss in erster Linie sichtbar, stabil und stromführend sein. Bewährt haben sich:

  • Elektrozäune mit Breitbandlitze – gut sichtbar, flexibel einsetzbar
  • Weidezaunpfosten aus Kunststoff oder Recyclingmaterial – langlebig und wetterfest
  • Weidezaun 24 / Weidezaun 2A – steht für zuverlässige Komplettsysteme mit durchgehender Stromführung und geprüfter Sicherheit

Weidetore & Panels

Der Zugang zur Pferdeweide sollte praktisch, sicher und stressfrei für Mensch und Tier sein. Hier haben sich verschiedene Systeme bewährt:

  • Weidetor Pferd verzinkt: langlebig, wetterfest und mit sicherem Verschlussmechanismus
  • Panels für Pferde: ideal für mobile Zäune, temporäre Abtrennungen oder Notausläufe
  • Weidetore kaufen sollte man idealerweise in Profiqualität – mit runden Rohren, glatten Schweißnähten und verstellbarer Breite

Gerade bei der Gruppenhaltung ist es wichtig, dass sich Tore leicht und leise öffnen lassen – ohne Verletzungsrisiko durch Einklemmungen oder scharfe Kanten.

Weidehütte für Pferde: Rückzugsort mit Funktion

Eine Weidehütte ist auf der Pferdeweide besonders in der ganzjährigen Weidehaltung oder bei 24-Stunden-Nutzung unverzichtbar. Sie bietet:

  • Schutz vor Sonne, Regen, Wind und Schnee
  • Einen trockenen Liegeplatz bei schlechtem Wetter
  • Rückzugs- und Ruhebereiche bei Sozialstress

Gute Weidehütten für Pferde bestehen aus stabilen, wetterfesten Materialien wie Holz oder Metall, haben eine ausreichende Raumhöhe (mind. 2,5 m) und ein rutschfestes, gut drainiertes Bodensubstrat (z. B. Paddockplatten mit Sand oder Holzhäckseln).

💡 Tipp zu Neubauten:
Rechtzeitig informieren: Bei Neubauten oder festen Hütten kann eine Baugenehmigung erforderlich sein, informiere dich rechtzeitig bei der zuständigen Behörde.

Fazit: Technik, die zur Haltung passt

Die beste Weideeinrichtung für Pferde ist die, die zur Haltungsform, Herdenstruktur und Fläche passt. Achte auf:

  • Hochwertige, gut sichtbare Weidezäune
  • Panels und Tore mit durchdachter Handhabung
  • Wetterfeste, pferdegerechte Unterstände
  • Eine sichere, übersichtliche Struktur für den täglichen Ablauf

So wird die Weide nicht nur zum artgerechten Lebensraum, sondern auch zur sicheren und komfortablen Arbeitsumgebung.

Fazit: Die Pferdeweide -artgerecht, aber anspruchsvoll

Eine gut geplante und gepflegte Pferdeweide ist viel mehr als eine grüne Fläche. Sie ist Lebensraum, Futterquelle, Bewegungsanreiz und Wohlfühlort – und damit ein zentraler Bestandteil pferdegerechter Haltung. Ob Teilzeitweidegang, ganzjährige Weidehaltung oder 24-Stunden-Weide: Jede Form stellt unterschiedliche Anforderungen an Fläche, Infrastruktur und Management.

Wer Pferde auf der Weide halten möchte, muss sich mit Bodenpflege, Zaunsystemen, Giftpflanzen und Fütterung ebenso auskennen wie mit rechtlichen Vorgaben und Tierschutzaspekten. Bäume, Unterstände, Tränken und ein durchdachter Weideplan sorgen dafür, dass Pferde sich wohlfühlen – und dass die Weidefläche dauerhaft nutzbar bleibt.

Mit dem nötigen Wissen, regelmäßiger Pflege und einer guten Beobachtungsgabe wird deine Pferdeweide zum Herzstück einer artgerechten, gesunden und natürlichen Pferdehaltung – das ganze Jahr über.

Wichtige Fragen und Antworten zur Pferde-Weide-Saison

Wie groß muss die Weide für 2 Pferde sein?

Für zwei Pferde werden mindestens 1–2 Hektar Weidefläche empfohlen – je nach Bodenqualität, Nutzungsdauer und Pflegemanagement. Bei ganzjähriger Weidehaltung sollte die Fläche deutlich größer ausfallen, um Überweidung zu vermeiden.

Wie lange nach dem Düngen darf ein Pferd nicht auf die Weide?

Nach dem Ausbringen von Kunstdünger oder Gülle sollten Pferde in der Regel mindestens 3–4 Wochen nicht auf die Fläche gelassen werden – oder so lange, bis kein Dünger mehr sichtbar ist und mindestens ein kräftiger Regen gefallen ist.

Kann ich meine Weide per Hand nachsäen?

Ja, das Nachsäen der Weide von Hand ist möglich – besonders auf kleinen Flächen oder bei gezielter Nachbesserung einzelner Stellen. Wichtig ist eine gleichmäßige Verteilung und, wenn möglich, das Einarbeiten des Saatguts für besseren Bodenschluss.

Warum hat mein Pferd auf der Weide plötzlich Kotwasser?

Kotwasser nach Weidegang kann durch plötzlichen Futterwechsel, zu viel frisches Gras, Stress, oder eine ungünstige Bakterienbalance im Darm entstehen. Auch bestimmte Gräserarten oder Kräuter auf der Weide können eine Rolle spielen.

Wie groß muss eine Weide für 4 Pferde sein?

Für vier Pferde sollte die Pferdeweide mindestens 2 bis 4 Hektar umfassen – abhängig von der Jahreszeit, der Intensität der Nutzung und der geplanten Fütterung. Bei intensiver Beweidung sind Rotationsweiden besonders sinnvoll.

Wie lange darf ein Rehepferd auf die Weide?

Das hängt stark vom Krankheitsverlauf ab. Rehepferde dürfen meist nur stark eingeschränkt oder gar nicht auf Grasweiden, vor allem nicht auf junges, fruktanreiches Gras. Eine strukturierte Anweidekontrolle und ggf. Grasverzicht sind ratsam.

Warum dürfen Pferde im Winter nicht auf die Weide?

Pferde dürfen grundsätzlich auch im Winter auf die Weide, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind: trittfester Boden, ein wettergeschützter Unterstand, ausreichende Fütterung und tägliche Kontrolle. Problematisch wird es bei nassem, matschigem Boden, da die Grasnarbe zerstört wird und die Pferde Gefahr laufen, sich zu verletzen oder zu verschlammen.

Wie lange dürfen Ponys auf die Weide?

Ponys haben oft einen niedrigeren Energiebedarf als Großpferde und sind anfälliger für Stoffwechselprobleme. Daher sollte ihre Weidezeit – besonders im Frühjahr – langsam aufgebaut und gut überwacht werden. Je nach Rasse, Gesundheitszustand und Weidequalität sind 2 bis 6 Stunden täglich oft ausreichend.

Wie viel Weide darf ein Pferd fressen?

Weidenbäume (Salix) gelten grundsätzlich als nicht giftig für Pferde. Kleine Mengen an Weidenzweigen oder Rinde werden oft gerne geknabbert. In größeren Mengen kann das jedoch zu Verdauungsproblemen führen. Es gilt: Nur in Maßen zulassen und die Aufnahme beobachten.

Wenn wir aber von Weidegras (Gras auf der Pferdeweide) sprechen, gilt folgendes: Ein ausgewachsenes Pferd kann, abhängig von Größe, Bewegung und Stoffwechsel  zwischen 40 und 80 kg Frischgras pro Tag aufnehmen. Das entspricht etwa 8–12 kg Trockensubstanz und deckt damit einen Großteil des Energie- und Nährstoffbedarfs.

Allerdings ist nicht nur die Menge entscheidend, sondern auch die Qualität und Zusammensetzung des Grases:

  • Junges Weidegras im Frühjahr enthält besonders viel Zucker (Fruktan) – das kann bei empfindlichen Pferden zu Hufrehe, Koliken oder Durchfall führen.
  • Daher ist ein langsames Angrasen wichtig, um den Verdauungstrakt zu schonen.
  • Bei leichtfuttrigen oder rehegefährdeten Pferden muss die Aufnahme kontrolliert oder mit einem Maulkorb begrenzt werden.

Fazit: Für gesunde Pferde auf einer ausgewogenen Weide ist freier Zugang zu Gras in der Regel unproblematisch – sofern die Umstellung schrittweise erfolgt und die Tiere regelmäßig kontrolliert werden.

Wann sollte man die Weide im Frühjahr nachsäen?

Die beste Zeit zum Nachsäen der Pferdeweide im Frühjahr ist ab März bis Mai, sobald der Boden frostfrei, leicht feucht und tragfähig ist. Ideal sind Tage mit leichtem Regen oder bedecktem Himmel – so keimt das Saatgut gleichmäßig und wird nicht sofort ausgetrocknet.

Autor*in
Nele SchimmelpfennigKlinikenMehr VON CMH.TV

Tags