Charlotte Dujardin feiert ihre Dressurleistung bei den Olympischen Spielen – emotionale Siegesgeste nach dem Ritt auf internationaler Bühne.

Die Olympischen Spiele im Reitsport

Die Olympischen Spiele im Reitsport haben eine lange Tradition, anfangs waren Frauen jedoch nicht startberechtigt. Mittlerweile ist der Reitsport einer der wenigen Sportarten bei den Olympischen Spielen, wo Frauen und Männer gleichberechtigt sind.

Inhaltsverzeichnis

Der Reitsport gehört zu den traditionsreichsten Sportarten der Olympischen Spiele. Seit mehr als 100 Jahren messen sich die besten Reiterinnen und Reiter der Welt in den olympischen Disziplinen Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit. Besonders macht den Pferdesport, dass Männer und Frauen gemeinsam in denselben Wettbewerben antreten und um dieselben Medaillen kämpfen.

Ob präzise Dressurlektionen, anspruchsvolle Parcours im Springreiten oder die Kombination aus Dressur, Gelände und Springen in der Vielseitigkeit: Der olympische Reitsport verbindet sportliche Höchstleistung mit der besonderen Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd.

Geschichte des Reitsports bei den Olympischen Spielen

Erstmals war der Reitsport im Jahr 1900 bei den Olympischen Spielen in Paris vertreten. Damals standen noch andere Wettbewerbe im Mittelpunkt als heute, darunter Polo sowie verschiedene Springprüfungen. Nach einer Unterbrechung kehrte der Pferdesport 1912 in Stockholm ins olympische Programm zurück. Seitdem gehören Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit fest zu den Sommerspielen.

Eine wichtige Entwicklung folgte 1928 in Amsterdam: In allen drei olympischen Reitsportdisziplinen wurden sowohl Einzel- als auch Mannschaftsmedaillen vergeben. Damit entstand die Struktur, die den olympischen Pferdesport bis heute prägt.

Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles bleibt der Reitsport ein fester Bestandteil des olympischen Programms. Dort werden erneut Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit ausgetragen.

Gleichberechtigung: Männer und Frauen starten gemeinsam

Eine Besonderheit des Reitsports ist, dass Frauen und Männer heute gemeinsam in denselben Wettbewerben antreten. Das war jedoch nicht von Anfang an so. In den frühen Jahren waren olympische Reitsportwettbewerbe vor allem militärisch geprägt und lange Zeit Männern beziehungsweise Offizieren vorbehalten.

Frauen wurden zunächst 1952 in der Dressur zugelassen. Im Springreiten folgte die Teilnahme von Frauen ab 1956, in der Vielseitigkeit ab 1964. Heute zählt der Reitsport zu den wenigen olympischen Sportarten, in denen Athletinnen und Athleten direkt gegeneinander antreten. Entscheidend ist nicht das Geschlecht, sondern die Leistung der Reiter-Pferd-Kombination.

Die olympischen Disziplinen im Reitsport

Bei den Olympischen Spielen gibt es drei Reitsportdisziplinen: Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit. In jeder Disziplin werden Einzel- und Mannschaftswettbewerbe ausgetragen.

Springreiten

Laura Kraut und Baloutinue zeigen eine beeindruckende Leistung während des Springreitens bei den Olympischen Spielen in Tokyo 2020, voller Präzision und Harmonie im Parcours.
Laura Kraut und Baloutinue bei den Olympischen Spielen in Tokyo 2020

Im Springreiten müssen Pferd und Reiter einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen überwinden. Entscheidend sind fehlerfreie Ritte, schnelle Zeiten und ein gutes Gefühl für Rhythmus, Balance und Distanzen.

Bei den Olympischen Spielen 1900 in Paris gab es bereits Springwettbewerbe, jedoch noch keine Mannschaftswertung in der heutigen Form. Über die Jahrzehnte entwickelte sich das olympische Springreiten stetig weiter. Auch die Zusammensetzung der Teams änderte sich mehrfach: Während Mannschaften lange aus vier Reitern bestanden, wurde später wieder auf Drei-Reiter-Teams umgestellt.

Springreiten ist bis heute eine der publikumsstärksten olympischen Pferdesportdisziplinen. Oft entscheidet sich der Ausgang erst am letzten Sprung oder im Stechen und genau das macht die Disziplin besonders spannend.

Dressurreiten

Eine dänische Dressurreiterin lobt ihr Pferd liebevoll nach einer eleganten und präzisen Dressurvorstellung bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, eine Szene voller Harmonie und Wertschätzung

Die Dressur gilt als klassische Grundlage des Reitsports. Im olympischen Dressurviereck zeigen Reiterinnen und Reiter festgelegte Lektionen, die von einer Jury bewertet werden. Im Mittelpunkt stehen Harmonie, Takt, Losgelassenheit, Durchlässigkeit und die möglichst feine Kommunikation zwischen Pferd und Mensch.

Ein historischer Moment war das Jahr 1952: Bei den Olympischen Spielen in Helsinki durften erstmals Frauen in der Dressur starten. Lis Hartel gewann damals die Silbermedaille in der Einzelwertung und schrieb damit olympische Reitsportgeschichte.

Heute gehört die Dressur zu den Disziplinen, in denen Reiterinnen besonders erfolgreich sind. Vor allem deutsche Dressurreiterinnen und Dressurreiter haben die olympische Geschichte dieser Disziplin stark geprägt.

Vielseitigkeitsreiten

Laura Collett und ihr Pferd zeigen eine beeindruckende Leistung in der Vielseitigkeitsprüfung bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio, voller Fokus und Harmonie über anspruchsvolle Hindernisse.
Laura Colett bei den Olympischen Spielen in der Vielseitigkeit in Tokyo 2020

Die Vielseitigkeit, früher auch Military genannt, verbindet drei Teilprüfungen: Dressur, Gelände und Springen. Damit stellt sie besonders hohe Anforderungen an Kondition, Mut, Technik und Vertrauen zwischen Pferd und Reiter.

Zunächst wird in der Dressur die Grundausbildung des Pferdes bewertet. Danach folgt der Geländeritt mit festen Hindernissen, natürlichen Sprüngen und anspruchsvollen Strecken. Den Abschluss bildet das Springen, bei dem nach der Belastung des Geländes noch einmal Konzentration und Präzision gefragt sind.

Gerade der Geländeritt wurde im Laufe der Zeit immer wieder angepasst, um Sicherheit, Fairness und Tierschutz stärker zu berücksichtigen. Trotzdem bleibt die Vielseitigkeit eine der anspruchsvollsten und spektakulärsten Disziplinen im olympischen Reitsport.

Para-Dressur

Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen, bei denen drei verschiedene Reitsportdisziplinen ausgetragen werden, liegt der Schwerpunkt der Paralympics ausschließlich auf der Dressur. Im Para-Dressursport wird die einzigartige Bindung zwischen Reiterinnen und Reitern und ihren Pferden besonders deutlich. Bei den Wettkämpfen werden die Präzision und Qualität des Ritts, das Verhalten der Pferde in den verschiedenen Gangarten, ihre Disziplin während der Ruhephasen sowie die künstlerische Ausdrucksstärke bewertet.

Ursprünglich entstand der Para-Dressursport aus therapeutischen Gründen, wobei die Interaktion mit Pferden den Patientinnen und Patienten half und auch als Freizeitbeschäftigung genutzt wurde. Die ersten Wettbewerbe fanden in den 1970er Jahren statt, aber erst 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta wurde der Para-Dressursport ins paralympische Programm aufgenommen. Ein besonderes Merkmal ist, dass Reiterinnen und Reiter aller Klassen gemeinsam an den Wettbewerben teilnehmen können.

Das Programm des Para-Dressurwettbewerbs umfasst die Championatsaufgabe, die Teamaufgabe mit Musik (Pflichtprogramm mit vorgegebenen Lektionen und Linien) sowie die individuelle Kür (selbst gewählte Linienführung zu beliebiger Musik). Die Einzelkür steht den besten acht Reiterinnen und Reitern jeder Klasse offen, basierend auf den Ergebnissen der Einzelaufgabe.

Je nach Bedarf können die Reiterinnen und Reiter spezielle Ausrüstungen nutzen, wie modifizierte Sättel, Riemen und Sporen.

Erlaubte Einschränkungen umfassen orthopädische Beeinträchtigungen, Querschnittslähmung, Tetraplegie, Halbseitenlähmung, Zerebralparese, degenerative neurologische Erkrankungen, neurologische Behinderungen und Sehstörungen.

Die Klassifizierung erfolgt wie folgt:

  • Grade I: Reiterinnen und Reiter haben schwere Beeinträchtigungen, die alle Gliedmaßen und den Rumpf betreffen.
  • Grade II: Reiterinnen und Reiter haben entweder eine schwere Beeinträchtigung des Rumpfes und eine Beeinträchtigung der Arme oder eine mäßige Beeinträchtigung des Rumpfes, der Arme und Beine.
  • Grade III: Reiterinnen und Reiter haben schwere Beeinträchtigungen in beiden Beinen mit minimaler oder keiner Beeinträchtigung des Rumpfes oder mäßiger Beeinträchtigung der Arme, Beine und des Rumpfes.
  • Grade IV: Reiterinnen und Reiter haben eine schwere Beeinträchtigung oder das Fehlen beider Arme oder eine mäßige Beeinträchtigung aller vier Gliedmaßen oder sind kleinwüchsig.
  • Grade V: Reiterinnen und Reiter haben eine Sehbehinderung oder vollständige Blindheit oder eine leichte Beeinträchtigung des Bewegungsumfangs oder der Muskelkraft oder einen Mangel an einer Gliedmaße oder einen leichten Mangel an zwei Gliedmaßen.

Qualifikation: Wie kommen Reiterinnen und Reiter zu Olympia?

Der Weg zu den Olympischen Spielen ist im Reitsport anspruchsvoll. Die Qualifikation erfolgt über internationale Kriterien der FEI sowie über nationale Nominierungsprozesse. Für Paris 2024 veröffentlichte die FEI eigene Qualifikationssysteme für die olympischen Reitsportdisziplinen.

Entscheidend sind dabei nicht nur einzelne Turnierergebnisse, sondern die gesamte Leistungsperspektive einer Reiter-Pferd-Kombination. Wichtige Faktoren sind unter anderem:

  • internationale Turnierergebnisse
  • Formkurve von Pferd und Reiter
  • Gesundheits- und Fitnesszustand
  • Erfahrung auf Championatsniveau
  • Erfüllung der Mindestanforderungen der FEI
  • nationale Sichtungen und Nominierungskriterien

In Deutschland spielen neben internationalen Starts auch große nationale und internationale Turniere eine wichtige Rolle. Die endgültige Nominierung erfolgt über den Deutschen Olympischen Sportbund auf Grundlage der Vorschläge der zuständigen Reitsportgremien.

Herausragende Leistungen im olympischen Reitsport

Reitmeister Hans Günter Winkler

Hans Günter Winkler gehört zu den legendären Reitern der olympischen Geschichte. Mit seinen zahlreichen Medaillen und seinem beeindruckenden Können hat er den Reitsport maßgeblich geprägt.

Dressur Ikone Isabell Werth

Isabell Werth, geboren am 21. Juli 1969 in Issum, ist eine herausragende deutsche Dressurreiterin. Mit sieben Olympiasiegen und insgesamt zwölf olympischen Medaillen (7 Gold, 5 Silber), neun Weltmeistertiteln, einundzwanzig Europameisterschaftsgewinnen und vierzehn Deutschen Meisterschaften hat sie sich als die erfolgreichste Reiterin und Dressurreiterin weltweit etabliert.

Michael Jung

Der Deutsche Vielseitigkeitsreiter Michael Jung gewann zwischen 2012 und 2016 insgesamt 4 olympische Medaillen in der Vielseitigkeit. Er befindet sich damit auf Platz 3 der Rangliste der erfolgreichsten Vielseitigkeitsreiter bei den Olympischen Sommerspielen im Reiten.

Andrew Hoy

Der erfolgreichste bei den Olympischen Sommerspielen in der Vielseitigkeit ist bis heute Andrew Hoy. Mit insgesamt 6 Medaillen, 3x Gold, 2x Silber und 1x Bronze ist er der erfolgreichste Australische Reiter bei den Olympischen Spielen.

Olympische Spiele in der Dressur: Die Gewinner in der Einzelwertung

Jahr Gold Silber Bronze
1912Carl Bonde (Emperor)Gustaf Adolf Boltenstern sr. (Neptun)Hans von Blixen-Finecke sr. (Maggie)
1920Janne Lundblad (Uno)Bertil Sandström (Sabel)Hans von Rosen (Running Sister)
1924Ernst Linder (Piccolomini)Bertil Sandström (Sabel)Xavier Lesage (Plumarol)
1928Carl-Friedrich Freiherr von Langen (Draufgänger)Charles Marion (Linon)Ragnar Olson (Günstling)
1932Xavier Lesage (Taine)Charles Marion (Linon)Hiram Tuttle (Olympic)
1936Heinz Pollay (Kronos)Friedrich Gerhard (Absinth)Alois Podhajsky (Nero)
1948Hans Moser (Hummer)André Jousseaume (Harpagon)Gustaf Adolf Boltenstern jr. (Trumpf)
1952Henri Saint Cyr (Master Rufus)Lis Hartel (Jubilee)André Jousseaume (Harpagon)
1956Henri Saint Cyr (Juli)Lis Hartel (Jubilee)Liselott Linsenhoff (Adular)
1960Sergei Filatow (Absent)Gustav Fischer (Wald)Josef Neckermann (Asbach)
1964Henri Chammartin (Woermann)Harry Boldt (Remus)Sergei Filatow (Absent)
1968Iwan Kisimow (Ichor)Josef Neckermann (Mariano)Reiner Klimke (Dux)
1972Liselott Linsenhoff (Piaff)Jelena Petuschkowa (Pepel)Josef Neckermann (Venetia)
1976Christine Stückelberger (Granat)Harry Boldt (Woycek)Reiner Klimke (Mehmed)
1980Elisabeth Theurer (Mon Cherie)Jurij Kowschow (Igrok)Wiktor Ugrjumow (Shkwal)
1984Reiner Klimke (Ahlerich)Anne Grethe Jensen (Marzog)Otto Hofer (Limandus)
1988Nicole Uphoff (Rembrandt)Margit Otto-Crépin (Corlandus)Christine Stückelberger (Gauguin de Lully)
1992Nicole Uphoff (Rembrandt)Isabell Werth (Gigolo FRH)Klaus Balkenhol (Goldstern)
1996Isabell Werth (Gigolo FRH)Anky van Grunsven (Bonfire)Sven Rothenberger (Weyden)
2000Anky van Grunsven (Bonfire)Isabell Werth (Gigolo FRH)Ulla Salzgeber (Rusty)
2004Anky van Grunsven (Salinero)Ulla Salzgeber (Rusty)Beatriz Ferrer-Salat (Beauvalais)
2008Anky van Grunsven (Salinero)Isabell Werth (Satchmo)Heike Kemmer (Bonaparte)
2012Charlotte Dujardin (Valegro)Adelinde Cornelissen (Parzival)Laura Bechtolsheimer (Mistral Hojris)
2016Charlotte Dujardin (Valegro)Isabell Werth (Weihegold OLD)Kristina Bröring-Sprehe (Desperados FRH)
2020Jessica von Bredow-Werndl (TSF Dalera BB)Isabell Werth (Bella Rose 2)Charlotte Dujardin (Gio)
2024Jessica von Bredow-Werndl (TSF Dalera BB)Isabell Werth (Wendy)Charlotte Fry (Glamourdale)

Olympische Spiele im Springreiten: Die Gewinner in der Einzelwertung

Hier finden Sie eine Übersicht, aller Springreiter die sich bei den Olympischen Sommerspielen eine der begehrten Medaillen in den vergangen Jahren sichern konnten.

Jahr Gold Silber Bronze
1900Aimé Haegeman (Benton II)Georges van der Poele (Windsor Squire)Louis de Champsavin (Terpsichore)
1912Jean Cariou (Mignon)Rabod von Kröcher (Dohna)Emmanuel de Blommaert (Clonmore)
1920Tommaso Lequio di Assaba (Trebecco)Alessandro Valerio (Cento)Schweden (Mon Coeur)
1924Alphonse Gemuseus (Lucette)Tommaso Lequio di Assaba (Trebecco)Adam Królikiewicz (Picador)
1928František Ventura (Eliot)Pierre Bertran de Balanda (Papillon)Charles-Gustave Kuhn (Pepita)
1932Japan Takeichi Nishi (Uranus)Harry Chamberlin (Show Girl)Clarence von Rosen (Empire)
1936Kurt Hasse (Tora)Henri Rang (Delfis)József Platthy (Sellő)
1948Humberto Mariles (Arete)Rubén Uriza (Harvey)Jean-François d’Orgeix (Sucre de Pomme)
1952Pierre Jonquères d’Oriola (Ali Baba)Óscar Cristi (Bambi)Fritz Thiedemann (Meteor)
1956Hans Günter Winkler (Halla)Raimondo D’Inzeo (Merano)Piero D’Inzeo (Uruguay)
1960Raimondo D’Inzeo (Posillipo)Piero D’Inzeo (The Rock)David Broome (Sunsalve)
1964Pierre Jonquères d’Oriola (Lutteur B)Hermann Schridde (Dozent II)Peter Robeson (Firecrest)
1968William Steinkraus (Snowbound)Marion Coakes (Stroller)David Broome (Mr. Softee)
1972Graziano Mancinelli (Ambassador)Ann Moore (Psalm)Neal Shapiro (Sloopy)
1976Alwin Schockemöhle (Warwick Rex)Michel Vaillancourt (Branch Country)François Mathy (Gai Luron)
1980Jan Kowalczyk (Artemor)Nikolai Korolkow (Espadron)Joaquín Pérez (Alymony)
1984Joe Fargis (Touch of Class)Conrad Homfeld (Abdullah)Heidi Robbiani (Jessica V)
1988Pierre Durand (Jappeloup)Gregory Best (Gem Twist)Karsten Huck (Nepomuk 8)
1992Ludger Beerbaum (Classic Touch)Piet Raijmakers (Ratina Z)Norman Dello Joio (Irish)
1996Ulrich Kirchhoff (Jus de Pommes)Willi Melliger (Calvaro V)Alexandra Ledermann (Rochet M)
2000Jeroen Dubbeldam (De Sjiem)Albert Voorn (Lando)Chalid al-'Aid (Kashm Al Aan)
2004Rodrigo Pessoa (Baloubet du Rouet)Chris Kappler (Royal Kaliber)Marco Kutscher (Montender)
2008Eric Lamaze (Hickstead)Rolf-Göran Bengtsson (Ninja)Beezie Madden (Authentic)
2012Steve Guerdat (Nino des Buissonnets)Gerco Schröder (London)Cian O’Connor (Blue Loyd 12)
2016Nick Skelton (Big Star)Peder Fredricson (All In)Eric Lamaze (Fine Lady)
2020Ben Maher (Explosion W)Peder Fredricson (All In)Maikel van der Vleuten (Beauville Z)
2024Christian Kukuk (Checker 47)Steve Guerdat (Dynamix de Belheme)Maikel van der Vleuten (Beauville Z)

Olympische Medaillen Sieger in der Vielseitigkeit

Michael Jung, Julia Krajewski, Sandra Auffarth, sind nur einige der Vielseitigkeitsreiter die ihr können bei den Olympischen Spielen unter Beweis stellten und mit einer Olympischen Medaille belohnt wurden

Olympische Medaillengewinner in der Vielseitigkeit – Einzelwertung
Jahr Gold Silber Bronze
1912Axel Nordlander (Lady Artist)Harry von Rochow (Idealist)Jean Cariou (Cocotte)
1920Helmer Mörner (Germania)Åge Lundström (Ysra)Ettore Caffaratti (Caniche)
1924Adolf van der Voort van Zijp (Silver Piece)Frode Kirkebjerg (Meteor)Sloan Doak (Pathfinder)
1928Charles Pahud de Mortanges (Marcroix)Gerard de Kruijff (Va-T'en)Bruno Neumann (Ilja)
1932Charles Pahud de Mortanges (Marcroix)Earl Foster Thomson (Jenny Camp)Clarence von Rosen (Sunnyside Maid)
1936Ludwig Stubbendorff (Nurmi)Earl Foster Thomson (Jenny Camp)Hans Lunding (Jason)
1948Bernard Chevallier (Aiglonne)Frank Henry (Swing Low)Robert Selfelt (Claque)
1952Hans von Blixen-Finecke jr. (Jubal)Guy Lefrant (Verdun)Wilhelm Büsing (Hubertus)
1956Petrus Kastenman (Illuster)August Lütke-Westhues (Trux von Kamax)Francis Weldon (Kilbarry)
1960Lawrence Morgan (Salad Days)Neale Lavis (Mirrabooka)Anton Bühler (Gay Spark)
1964Mauro Checcoli (Surbean)Carlos Moratorio (Chalan)Fritz Ligges (Donkosak)
1968Jean-Jacques Guyon (Pitou)Derek Allhusen (Lochinvar)Michael Page (Foster)
1972Richard Meade (Laurieston)Alessandro Argenton (Woodland)Jan Jönsson (Sarajevo)
1976Edmund Coffin (Bally-Cor)John Michael Plumb (Better & Better)Karl Schultz (Madrigal)
1980Federico Roman (Rossinan)Alexander Blinow (Galzun)Juri Salnikow (Pinzet)
1984Mark Todd (Charisma)Karen Stives (Ben Arthur)Virginia Holgate (Priceless)
1988Mark Todd (Charisma)Ian Stark (Sir Wattie)Virginia Holgate-Leng (Master Craftsman)
1992Matthew Ryan (Kibah Tic Toc)Herbert Blöcker (Feine Dame)Blyth Tait (Messiah)
1996Blyth Tait (Ready Teddy)Sally Clark (Squirrel Hill)Kerry Millikin (Out and About)
2000David O’Connor (Custom Made)Andrew Hoy (Swizzle In)Mark Todd (Eyespy II)
2004Leslie Law (Shear L’Eau)Kimberly Severson (Winsome Adante)Philippa Funnell (Primmore's Pride)
2008Hinrich Romeike (Marius)Gina Miles (McKinlaigh)Kristina Cook (Miners Frolic)
2012Michael Jung (Sam)Sara Algotsson-Ostholt (Wega)Sandra Auffarth (Opgun Louvo)
2016Michael Jung (Sam)Astier Nicolas (Piaf de B'Neville)Phillip Dutton (Mighty Nice)
2020Julia Krajewski (Amande de B'Neville)Tom McEwen (Toledo de Kerser)Andrew Hoy (Vassily de Lassos)
2024Michael Jung (Chipmunk FRH)Christopher Burton (Shadow Man)Laura Collett (London 52)

FAQ: Reitsport bei den Olympischen Spielen

Welche Reitsportarten gibt es bei Olympia?

Bei den Olympischen Spielen gibt es drei Reitsportdisziplinen: Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit.

Seit wann ist Reitsport olympisch?

Reitsport war erstmals 1900 in Paris Teil der Olympischen Spiele. Seit 1912 gehören Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit fest zum olympischen Programm.

Treten Männer und Frauen im Reitsport gemeinsam an?

Ja. Der Reitsport gehört zu den wenigen olympischen Sportarten, in denen Männer und Frauen gemeinsam in denselben Wettbewerben starten.

Gibt es Para-Dressur bei Olympia?

Para-Dressur gehört nicht zu den Olympischen Spielen, sondern zu den Paralympics.

Welche deutschen Reiterinnen und Reiter sind besonders bekannt?

Zu den bekanntesten deutschen Namen im olympischen Reitsport zählen Hans Günter Winkler, Isabell Werth, Michael Jung, Julia Krajewski und Sandra Auffarth.

Wann finden die nächsten Olympischen Spiele mit Reitsport statt?

Die nächsten Sommerspiele finden 2028 in Los Angeles statt. Dort sind Dressur, Springreiten und Vielseitigkeit wieder Teil des olympischen Programms.

Autor*in
Nele SchimmelpfennigMehr VON CMH.TV

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