
Was ist Dressurreiten? Grundlagen, Klassen & Ausbildung im Überblick
Dressurreiten ist eine Reitsportdisziplin, deren Klassen von Anfängerlektionen bis zu anspruchsvollen Prüfungen reichen, wie sie auf internationalen Turnieren, dem CHIO Aachen oder den Olympischen Spielen zu sehen sind. Gymnastizierung, Gesunderhaltung des Pferdes sowie eine Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter stehen im Fokus.
Inhaltsverzeichnis
Dressurreiten ist eine der ältesten und elegantesten Disziplinen im Reitsport. Es basiert auf der feinen Kommunikation zwischen Reiter und Pferd und dient der Gymnastizierung, Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit des Pferdes. Was ist das Ziel der Dressur? Ziel ist es, durch präzise Dressurlektionen eine harmonische und mühelose Zusammenarbeit zu erreichen, sowie das Pferd gesund zu halten.
Das Dressurreiten folgt einer klaren Ausbildungsskala, die Pferd und Reiter schrittweise auf höhere Dressurklassen vorbereitet. Anfänger beginnen mit einfachen Reitlektionen, während erfahrene Dressurreiter in anspruchsvollen Prüfungen wie Grand Prix, Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen antreten. Besonders bedeutende Turniere wie der CHIO Aachen zeigen die hohe Kunst der Dressur, bei der Präzision, Ausdrucksstärke und Eleganz gefragt sind.
Die Geschichte des Dressurreitens: Von der Kriegsreiterei zum Sport
Pferde begleiten den Menschen seit Jahrtausenden - als Fortbewegungsmittel, Arbeitstiere und Kriegsgefährten. Besonders im Militär spielte die Reitkunst eine entscheidende Rolle: Gut ausgebildete Pferde bedeuteten im Krieg oft Sieg oder Niederlage. Viele Lektionen der Hohen Schule, wie die Kapriole oder Levade, wurden ursprünglich für den Kampf entwickelt.
Xenophon: Der erste Reitlehrer der Geschichte
Die erste systematische Abhandlung über das Reiten stammt vom griechischen Reiterführer Xenophon (ca. 426 v. Chr.). In seinem Werk „Peri Hippikes“ (Über die Reitkunst) beschrieb er die Auswahl, Pflege und Ausbildung von Pferden – und betonte dabei bereits einen sanften Umgang mit dem Pferd. Seine Philosophie: Gewaltfreie Dressur ist effektiver als rohe Kraft. Diese Grundsätze gelten bis heute als Basis für die moderne Dressurausbildung.
Doch Xenophon war nicht der Erste: Schon Simon von Athen (ca. 600 v. Chr.), auf den sich Xenophon beruft, erkannte die Bedeutung des natürlichen Pferdeverhaltens. Er forderte eine Ausbildung nach dem Belohnungsprinzip – ein Konzept, das in der heutigen positiven Verstärkung beim Pferdetraining wiederzufinden ist.
Dressur im Wandel der Zeit: Vom Militär zum Reitsport
Nach Xenophon geriet die Reitkunst für Jahrhunderte in Vergessenheit. Erst im 18. Jahrhundert wurde sie wieder aufgegriffen, insbesondere durch François Robichon de la Guérinière, den Hofstallmeister des französischen Königs. Sein Werk „Ecole de Cavalerie“ (1733) ist bis heute eine der wichtigsten Grundlagen des Dressurreitens.
Dass Militär & Kriege eng mit der Ausbildung von Pferden verbunden waren, zeigt sich bis in die Neuzeit:
- Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dienten allein 2,8 Millionen Pferde in der deutschen Wehrmacht.
- Viele gute Reitmeister und damit auch wertvolles Wissen gingen in den Kriegswirren verloren.
- 1912 wurde die Heeresdienstvorschrift (H.Dv.12) veröffentlicht – ein militärisches Regelwerk zur Pferdeausbildung, das bis 1937 aktualisiert wurde.
Die Entstehung des modernen Dressurreitens
Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Dressurreiten als Sportdisziplin. Zunächst waren Turniere nur Offizieren vorbehalten und fanden in militärischen Kreisen statt.
Doch mit der Zeit gewann der Sport an Bedeutung:
✅ Seit 1912 ist Dressurreiten olympisch
✅ Internationale Turniere wie der CHIO Aachen wurden etabliert
✅ Nach den Weltkriegen wurde Reiten vom Militär gelöst & zum Breitensport
Heute umfasst das Dressurreiten verschiedene Klassen & Lektionen, die weltweit auf Turnieren geritten werden – von E-Dressur für Anfänger bis zum Grand Prix auf internationalem Niveau.
Die Ausbildungsskala im Dressurreiten: Prinzipien & Ziele
Die Skala der Ausbildung gilt als zentrale Leitlinie für die systematische Ausbildung von Dressurpferden. Ihr Ziel ist es, das Pferd schrittweise auf höhere Anforderungen vorzubereiten und dabei Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung zu entwickeln.

Die heutige Ausbildungsskala hat ihre Wurzeln in der Deutschen Heeresdienstvorschrift H.Dv.12 (1937), die als Grundlage für die moderne Reitausbildung diente. 1940 wurde eine erste Vorläuferform durch Siegfried von Haugk in „Die Ausbildung der Rekruten im Reiten“ veröffentlicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg definierte von Haugk in seinem Werk „Das Reiter-ABC“ (1948) die Ausbildungsziele entsprechend der heutigen sechs Stufen der Ausbildungsskala.
Die sechs Punkte der Ausbildungsskala im Überblick
- Takt: Gleichmaß aller Schritte, Tritte und Sprünge
- Losgelassenheit: Lockeres An- und Entspannen der Muskulatur, bei innerer Gelassenheit
- Anlehnung: Stete, weich federnde Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul
- Schwung: Übertragung des energischen Impulses aus der Hinterhand über den schwingenden Rücken auf die Gesamt-Vorwärts-Bewegung
- Geraderichtung: Gleichmäßiges Gymnastizieren beider Körperhälften zum Ausgleichen der natürlichen Schiefe
- Versammlung: Leichtfüßiges Ausbalancieren auf kleinerer Grundfläche mit energisch herangeschlossenen Hinterbeinen in selbst getragener Haltung
Kritik an der traditionellen Ausbildungsskala – Ist sie noch zeitgemäß?
Die Ausbildungsskala im Dressurreiten gilt seit Jahrzehnten als Leitfaden für die Pferdeausbildung. Doch immer mehr Trainer, Reiter und Pferdeexperten hinterfragen, ob ihre starre Reihenfolge noch sinnvoll ist.
Dynamischer statt starrer Aufbau?
Die klassische Ausbildungsskala geht davon aus, dass die sechs Punkte nacheinander aufgebaut werden. Kritiker argumentieren jedoch, dass die Pferdeausbildung nicht linear verläuft, sondern sich einzelne Elemente überschneiden und gegenseitig beeinflussen.
Häufig genannte Kritikpunkte:
Ausbildungsskala vs. Ausbildungsgrundsätze – Ein neuer Ansatz?
Einige moderne Reitlehrer setzen weniger auf eine feste Reihenfolge, sondern bevorzugen flexible Ausbildungsgrundsätze, die individuell an jedes Pferd angepasst werden.
Dennoch bleibt die Ausbildungsskala eine wichtige Orientierungshilfe. Sie bietet Struktur & Systematik – entscheidend für eine pferdegerechte Ausbildung, die sich an der natürlichen Entwicklung eines Reitpferdes orientiert.
Dressurklassen von E bis S erklärt
Welche Klassen gibt es in der Dressur? Wie sind die Dressurklassen aufgebaut, eingeteilt und wie werden sie bewertet? Im Dressurreiten gibt es ein strukturiertes Klassensystem, das Pferde und Reiter Schritt für Schritt an höhere Anforderungen heranführt. Ziel ist es nicht, möglichst schnell in die höchsten Klassen aufzusteigen, sondern die Grundlagen zu festigen und harmonisch in die nächsthöhere Klasse hineinzuwachsen.
Die Prüfungen sind nach Schwierigkeitsgraden unterteilt, die sich in den Sterne-Kategorien (z. B. A*, A**) weiter differenzieren. Je mehr Sterne eine Prüfung hat, desto anspruchsvoller sind die geforderten Lektionen.
Beispiel:
- In der A*-Dressur wird die Lektion „Tritte verlängern“ verlangt.
- In der A**-Dressur ist es bereits der „Mitteltrab“.
Die Schwierigkeitsstufen steigen von E (Einsteigerklasse) bis S (Schwere Klasse) kontinuierlich an. Während in den Klassen A bis M maximal zwei Sterne vergeben werden, reicht das System in der S-Dressur von S bis S*** (1 bis 4 Sterne)**.
E-Dressur (Einsteigerklasse) – Grundlagen für Reiter und Pferd
Die E-Klasse ist die niedrigste Prüfungsstufe im Dressurreiten und richtet sich an Anfänger und junge Pferde.
Anforderungen:
- Korrekte Ausführung der Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp
- Einfache Hufschlagfiguren wie Zirkel, Volten und Bahnfiguren
- Erste Losgelassenheit und Takt
Die Bewertung erfolgt nach Rittigkeit des Pferdes und Sitz des Reiters.
Lehrvideos, Aufgaben und Übungen der Grundausbildung der Dressur findest Du in unserer Academy: "Grundausbildung".
Dort kannst du alles über z.B. Basisarbeit, Gesunderhaltung deines Pferdes beim Reiten bis hin zu Hilfengebungen, Anlehnung und vieles mehr lernen.
A-Dressur (Anfängerklasse) – Einführung in versammelnde Lektionen
➡️ Videotipp: Klasse A – Anforderungen und worauf Richter achten!
Erfahre, welche neuen Lektionen wie Mitteltrab, Mittelgalopp und Viertellinie in der Klasse A gefordert werden, wie du deine Tempowahl optimierst und worauf Richter bei Sitz und Hilfengebung achten – perfekt vorbereitet für die nächste Prüfung!

Die A-Klasse baut auf den Grundlagen der E-Dressur auf und führt erste anspruchsvollere Lektionen ein.
Neue Anforderungen:
- A*
- Verlängern von Tritten und Sprüngen
- Viereck verkleinern und vergrößern
- 10-Meter-Volten
- Überstreichen
- A**
- Mitteltrab & Mittelgalopp
- Rückwärtsrichten
- Übergänge zwischen Schritt und Galopp
- Zügel-aus-der-Hand-kauen-lassen
Reiter und Pferd müssen eine stärkere Durchlässigkeit und bessere Hilfengebung zeigen.
Klasse A - Alles was du wissen musst | Dressuraufgaben von ClipMyHorse.TV Academy | A-Dressur
Weitere Videos der Klasse A findest Du in unserer Academy: "Dressur Klasse A". Ob die ersten Schritte des Schenkelweichens oder Schritt/Galopp-Übergänge, dort findest du alles Rund um die A-Dressur.
L-Dressur (Leichtklasse) – Erste Versammlung & mehr Präzision
➡️ Videotipp: Dressur Klasse L – Neue Lektionen meistern! Erfahre, wie du kurze Kehrtwendungen, Außengalopp und einfache Galoppwechsel reitest und worauf Richter besonders achten – der nächste Schritt zur Versammlung!

Die L-Klasse erfordert mehr Präzision, Gehorsam und Versammlung. Das Pferd muss korrekt an den Hilfen stehen und sich richtig stellen und biegen lassen. Außengalopp, Schlangenlinien und Elemente wie Traversalen und versammelter Galopp kommen hinzu. Außerdem sind einige Dressuren dieser Klasse bereits auf Kandare zu reiten.
Neue Anforderungen:
- L*
- 8-Meter-Volten
- Außengalopp
- Kurzkehrtwendungen
- L**
- Traversale
- Schulterherein
In dieser Klasse wird verstärkt auf korrekte Anlehnung, Biegung und Geraderichtung geachtet. Einige Prüfungen werden bereits auf Kandare geritten.
L-Dressuren können sehr unterschiedlich ausgeschrieben sein. Die meisten finden 20x40m Viereck statt, einige sind aber auch schon auf 20x60m Viereck zu reiten.
Aufgaben und Übungen der Dressur Klasse L findest Du in unserer Academy: "Dressur Klasse L". Du möchtest wissen, wie man eine Traversale, Schulterherein oder aus der Ecke kehrt reitet, schaue in unserer Dressur-Academy vorbei und verbessere dein Dressuraufgaben.
M-Dressur (Mittelschwere Klasse) – Tragkraft und fliegende Wechsel
➡️ Videotipp: Dressur Klasse M – Fliegende Wechsel & Traversalen meistern! Erfahre, welche neuen Lektionen wie fliegende Galoppwechsel, Zickzack-Traversalen und Schrittpirouetten auf dich warten und worauf Richter besonders achten – der nächste Schritt zur höheren Versammlung!

Die M-Klasse erfordert eine deutlich stärkere Versammlungsfähigkeit des Pferdes.
Neue Anforderungen:
- M*
- Starker Trab & Galopp
- Schulterherein, Renvers & halbe Traversalen
- Einzelne fliegende Galoppwechsel
- M**
- Schritt-Pirouetten
- Galopptraversalen
- Traversalverschiebung
Die Prüfungen werden für 20x40 oder 20x60 Vierecke, auf Trense und Kandare ausgeschrieben.
Aufgaben und Übungen der Dressur Klasse M findest Du in unserer Academy: "Dressur Klasse M".
S-Dressur (Schwere Klasse) – Höchstes Niveau im nationalen Dressursport
➡️ Videotipp: Dressur der Klasse S – Meisterhafte Präzision und Höchstleistung!
Richterin Nicole Nockemann erklärt, warum die Klasse S höchste Ansprüche an Pferd und Reiter stellt. Erfahre alles über Lektionen wie Galopp-Pirouetten, fliegende Galoppwechsel und die Entwicklung bis zum Grand Prix – ein spannender Blick in die Welt der schweren Dressur!

Die S-Klasse ist die höchste Turnierklasse auf nationalem Niveau und stellt maximale Anforderungen an Präzision, Durchlässigkeit und Kraft. Zu den vorangegangenen Lektionen aus der Klasse M werden anspruchsvolle Lektionen wie Piaffe, Passage, Ein- und Zweierwechsel sowie vollständige Pirouetten im Galopp verlangt.
Neue Anforderungen:
- S* – Einführung in Lektionen wie Galopp-Pirouetten, Serienwechsel und erste Piaffe-Ansätze.
- S** – Piaffe, Passage, fliegende Serienwechsel (Zweier, Einer), vollständige Galopp-Pirouetten.
Die Prüfungen in dieser Klasse können sowohl als Pflichtprogramm als auch als Kür geritten werden.
Internationale Dressurklassen – Der Weg zum Grand Prix
Neben den nationalen Dressurklassen gibt es internationale Prüfungsstufen, die bei internationalen Turnieren wie den Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften geritten werden.
- Prix St. Georges (S)* – Erste internationale Stufe mit Seitengängen und Serienwechseln.
- Intermediaire I & II (S)** – Höhere Anforderungen, u. a. Piaffe und Passage.
- Grand Prix (S*)** – Höchste Stufe mit allen anspruchsvollen Dressurlektionen.
- Grand Prix Special (S**)** – Olympisches Niveau mit maximaler Präzision.
Diese Prüfungen stellen die höchste Leistungsstufe im internationalen Dressursport dar.
Aufgaben und Übungen der Dressur Klasse S findest Du in unserer Academy: "Dressur Klasse S". Wie man z.B. den Schwung, Anlehnung und Ausdruck in der Schweren Klasse trainiert erklären wird dir. Aber auch von Serienwechsel über Galopptraversale bis hin zu Versammlung und Piouretten-Training ist alles dabei.
Internationale Bezeichnungen der jeweiligen Klassen im Vergleich
Während das Dressursystem in Deutschland nach den Vorgaben der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) strukturiert ist, gibt es in anderen Ländern abweichende Bezeichnungen und Einstufungen. In Großbritannien (British Dressage) und den USA (United States Dressage Federation – USDF) sind die Dressurklassen ähnlich aufgebaut, aber die Terminologie und einige Anforderungen unterscheiden sich.
In der folgenden Tabelle werden die deutschen Dressurklassen (E–S) mit den entsprechenden Prüfungsstufen in Großbritannien und den USA verglichen. Dies hilft Reitern, die international starten oder sich für die Unterschiede im Dressursystem anderer Länder interessieren.
Was wird in Dressurprüfungen bewertet?
➡️ Videotipp: Dressur-Bewertung verstehen – So funktioniert das Richtverfahren! Erfahre, welche Unterschiede die LPO-Richtverfahren § 402 A, B und C ausmachen, wie Richter aus verschiedenen Perspektiven bewerten und was das für deine Prüfung bedeutet – für mehr Transparenz im Dressursport!

Dressurreiten ist in verschiedene Schwierigkeitsstufen unterteilt, um Pferd und Reiter eine strukturierte Entwicklung zu ermöglichen. Die Einteilung in Klassen hilft dabei, Leistungsstand, Ausbildungsfortschritt und Fairness in den Prüfungen sicherzustellen.
Die Dressurklassen reichen von den ersten Einsteigerprüfungen für junge Reiter und Pferde bis hin zu höchsten internationalen Prüfungen, in denen Piaffe, Passage und Pirouetten verlangt werden.
Warum gibt es verschiedene Dressurprüfungen?
- Pferde und Reiter durchlaufen einen schrittweisen Ausbildungsprozess, der sich an der Skala der Ausbildung orientiert.
- Eine Einteilung in leicht verständliche Stufen stellt sicher, dass Pferd und Reiter leistungs- und altersgerecht gefördert werden.
- Durch die klare Strukturierung der Klassen wird eine objektive Bewertung durch die Richter ermöglicht.
Wie sind Dressurprüfungen aufgebaut?
- Jede Prüfung hat festgelegte Anforderungen an Sitz, Hilfengebung und Bewegungsqualität des Pferdes.
- Die Schwierigkeitsstufen orientieren sich an der komplexer werdenden Ausbildungsskala – von der ersten Takt- und Losgelassenheitsprüfung bis zur höchsten Versammlung und Durchlässigkeit.
- Nationale und internationale Dressurklassen unterscheiden sich – während nationale Prüfungen sich an deutschen Richtlinien orientieren, sind internationale Prüfungen wie der Grand Prix Teil des weltweiten Dressursports.
Diese Einteilung stellt sicher, dass Dressurprüfungen sowohl für junge Nachwuchsreiter als auch für international erfolgreiche Turnierreiter faire und leistungsangepasste Bedingungen bieten.
Bewertungskriterien in Dressurprüfungen – So werden Pferd & Reiter benotet
In Dressurprüfungen bewerten Richter die Harmonie zwischen Reiter und Pferd, die korrekte Ausführung der Lektionen sowie die Durchlässigkeit und Gymnastizierung des Pferdes. Die Bewertung basiert auf den Grundsätzen der Skala der Ausbildung, die sicherstellt, dass das Pferd den Anforderungen seiner jeweiligen Klasse entsprechend vorgestellt wird.
Wie wird benotet?
Die Bewertung erfolgt nach einem festgelegten Notensystem und basiert auf den Prinzipien der Skala der Ausbildung. Was ist die höchste Wertnote in der Dressur und wie setzt sie sich zusammen? Hier einmal das wichtigste zu den Wertnoten in Dressurprüfungen auf einen Blick:
- Die Bewertung erfolgt nach einem Notensystem von 0 bis 10, wobei 10 die Höchstnote für eine perfekte Lektion ist.
- Die Gesamtnote setzt sich aus mehreren Einzelnoten für verschiedene Kriterien zusammen.
- In höheren Klassen wird auch der Schwierigkeitsgrad der Lektionen berücksichtigt.
Dressurpferdeprüfung – Beurteilung von Bewegung & Ausbildung
Bei einer Dressurpferdeprüfung liegt der Fokus auf der Qualität der natürlichen Bewegungen und der Ausbildung des jungen Pferdes. Das Ziel dieser Prüfungen ist es, festzustellen, inwieweit das Pferd den Anforderungen der jeweiligen Klasse entspricht und Potenzial für höhere Prüfungen zeigt.
Wichtige Bewertungskriterien in Dressurpferdeprüfungen:
- Takt: Gleichmäßigkeit der Bewegungen in Schritt, Trab und Galopp.
- Losgelassenheit: Entspannte, freie Bewegungen ohne Widerstand.
- Schwung: Energieübertragung aus der Hinterhand mit elastischen, raumgreifenden Bewegungen.
- Anlehnung: Weiche, konstante Verbindung zwischen Reiterhand und Pferdemaul.
- Durchlässigkeit: Gehorsamkeit und Reaktionsfähigkeit auf die Hilfen des Reiters.
- Gleichgewicht: Fähigkeit des Pferdes, sich selbst in einer natürlichen Haltung zu tragen.
- Perspektive als Dressurpferd: Gesamteindruck hinsichtlich Rittigkeit und Talent für höhere Aufgaben.
Die Pferde werden in diesen Kriterien ganzheitlich beurteilt, wobei ein harmonisches Gesamtbild zwischen Bewegungsqualität, Losgelassenheit und Korrektheit der Lektionen entscheidend ist.
Dressurreiterprüfung – Die Einwirkung des Reiters im Mittelpunkt
➡️ Videotipp: So meisterst du deine Dressurreiterprüfung! Erfahre, worauf Richter besonders achten, wie du mit präziser Hilfengebung, korrektem Sitz und exakter Linienführung punktest – für eine starke Performance im Viereck!

Bei einer Dressurreiterprüfung wird der Reiter und seine Einwirkung auf das Pferd bewertet. Hier steht nicht die Bewegungsqualität des Pferdes im Vordergrund, sondern die Harmonie und Effektivität der Hilfengebung des Reiters.
Wichtige Bewertungskriterien in Dressurreiterprüfungen:
- Sitz & Gleichgewicht: Eine ausbalancierte Haltung, die das Pferd nicht stört.
- Losgelassenheit & Körperspannung: Geschmeidigkeit in der Bewegung, ohne Steifheit oder übermäßige Spannung.
- Hilfengebung: Feine, präzise Signale, die das Pferd ohne Widerstand versteht.
- Einwirkung & Einfluss auf das Pferd: Klare, harmonische Kommunikation zwischen Reiter und Pferd.
- Korrekte Ausführung der Lektionen: Präzise gerittene Hufschlagfiguren und Übergänge.
Die Gesamtnote in einer Dressurreiterprüfung setzt sich aus diesen Kriterien zusammen. Besonders wichtig ist die Harmonie zwischen Reiter und Pferd, da dies ein Zeichen für eine korrekte Ausbildung und eine feine Hilfengebung ist.
Diese beiden Prüfungsarten haben unterschiedliche Schwerpunkte, aber in beiden ist ein harmonisches Gesamtbild essenziell für eine hohe Bewertung.
Die besten Dressurreiter & ihre Erfolge
Dressurreiten gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen im Reitsport, und einige Reiter haben durch ihre Erfolge und ihren Einfluss den Sport maßgeblich geprägt. Deutschland ist seit Jahrzehnten eine der führenden Nationen im Dressursport und stellt zahlreiche Olympiasieger, Weltmeister und Europameister.
Doch wer sind die besten Dressurreiter aller Zeiten? Welche Reiter dominieren den internationalen Dressursport heute? In diesem Abschnitt werfen wir einen Blick auf die größten Dressurreiter der Geschichte und die aktuellen Stars der Szene.
Die größten Dressurlegenden aller Zeiten
(Diese Reiter haben den Dressursport geprägt & Geschichte geschrieben.)
Aktuelle Top-Dressurreiter
(Diese Reiter dominieren heute den internationalen Dressursport.)
Jessica von Bredow-Werndl (Deutschland) – Olympiasiegerin & Europameisterin
- Doppel-Olympiasiegerin 2021 (Einzel & Team)
- Mehrfache Europameisterin & Weltcup-Siegerin
- Erfolgreich mit ihrem Pferd Dalera BB
📖 Lesetipp: Jessica von Bredow-Werndl – Harmonie im Dressursport!
Erfahre, wie die Olympiasiegerin und Weltcup-Gewinnerin mit Feingefühl, Vertrauen und Perfektion ihre Erfolge erreicht. Ein Blick hinter die Kulissen ihrer einzigartigen Reitkunst – jetzt lesen!
Catherine Dufour (Dänemark) – Skandinaviens erfolgreichste Dressurreiterin
- Mehrfache Europameisterin & Weltcup-Siegerin
- Zeigt eine moderne, harmonische Reitweise
- Erfolgreich mit Pferden wie Bohemian & Cassidy
Dorothee Schneider (Deutschland) – Olympiasiegerin & Team-Europameisterin
- Gold bei Olympia 2016 & 2021 im Team
- Europameisterin & Deutsche Meisterin
- Erfolgreich mit Pferden wie Showtime FRH & Faustus
📖 Lesetipp: Dorothee Schneider – Perfektion und Gefühl im Dressursport!
Tauche ein in die Karriere der Olympiasiegerin und erfahrenen Ausbilderin, die mit Harmonie und Präzision beeindruckt. Erfahre, was ihre Philosophie ausmacht und wie sie Pferde an die Weltspitze führt – jetzt lesen!
Helen Langehanenberg (Deutschland) – Weltcupsiegerin & Olympiasiegerin
- Silber bei Olympia 2012 im Team
- Weltcupsiegerin & mehrfach erfolgreich auf internationalem Parkett
- Bekannt für ihr Pferd Damon Hill
Sönke Rothenberger (Deutschland) – Olympiasieger mit Team Deutschland
- Gold bei Olympia 2016 mit Cosmo
- Europameister 2017 & Weltcup-Finalist
Steffen Peters (USA) – Amerikas erfolgreichster Dressurreiter
- Olympiasieger mit dem US-Team 2021
- Mehrfacher Weltcup-Sieger & Nationenpreis-Gewinner
- Erfolgreich mit Pferden wie Ravel & Suppenkasper
Frederic Wandres (Deutschland) – Top-Talent aus dem deutschen Team
- Nationenpreisreiter für Deutschland & Weltcup-Finalist
- Setzt mit Bluetooth OLD und Hot Hit OLD Maßstäbe
- Gilt als eine der großen Hoffnungen für die kommenden Welt- und Europameisterschaften
- Team Gold bei den Olympischen Spielen in Paris 2024
📖 Lesetipp: Frederic Wandres – Von Schulpferden zu olympischen Träumen!
Durch harte Arbeit und kluge Entscheidungen hat sich Frederic Wandres an die Weltspitze des Dressursports gekämpft. Erfahre mehr über seinen ungewöhnlichen Werdegang, seine größten Erfolge und die besondere Verbindung zu seinen Pferden – mehr lesen!
Bekannte Nachwuchsreiter & Zukunftshoffnungen
Aufstrebende Nachwuchs-Dressurreiter – Wer sind die Stars von morgen? Während etablierte Reiter wie Isabell Werth, Charlotte Dujardin und Jessica von Bredow-Werndl die Dressurwelt dominieren, rücken immer mehr junge Talente nach, die sich bereits auf internationalem Niveau beweisen. Diese Nachwuchsreiter zeigen beeindruckende Leistungen in U25-Prüfungen, den Jungen Reitern und ersten internationalen Grand Prix Prüfungen.
Charlotte Fry (Großbritannien) – Weltmeisterin & Olympia-Star
- Weltmeisterin 2022 mit Glamourdale
- Olympische Medaillengewinnerin 2020 – erfolgreiche Teilnahme an den Spielen in Paris
- Ausbildung bei der niederländischen Dressurlegende Anne van Olst
- Erfolgreich auf Grand Prix-Niveau mit Glamourdale & Everdale
- Gilt als eine der führenden Reiterinnen der nächsten Jahrzehnte
Raphael Netz (Deutschland) – Der Shooting-Star im U25 Grand Prix
- U25-Europameister 2021 & 2022
- Vielseitiger Nachwuchsreiter, erfolgreich bis Grand Prix
- War Bereiter im Stall von Jessica von Bredow-Werndl & Benjamin Werndl
- Gewinner mehrerer U25-Grand-Prix-Prüfungen auf internationaler Ebene
- Gilt als eine der größten deutschen Hoffnungen für kommende Championate
📖 Lesetipp: Raphael Netz – Talent, Bodenständigkeit und Erfolg!
Mit erst 25 Jahren feierte er bereits mehrere U25-Europameistertitel und beeindruckende internationale Platzierungen. Erfahre mehr über seinen Werdegang, seine größten Erfolge und die Pferde, die ihn begleiten – jetzt lesen!
Felipe Amaral (Brasilien) – Südamerikas Dressurhoffnung
- Junges Talent, das bei internationalen Turnieren immer stärker wird
- Teilnahme an den Panamerikanischen Spielen & Nationenpreisen
- Potenzieller Kandidat für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles
Marlene Sieverding (Deutschland) – Nachwuchstalent mit starken Leistungen
- Erfolgreich im U25 Grand Prix & Junge Reiter Tour
- Hochtalentiert & mehrfach bei internationalen Turnieren vorne platziert
Juan Matute Guimón (Spanien) – Die Zukunft des spanischen Dressursports
- Beeindruckte mit Galactico & Quantico im internationalen Grand Prix
- Setzt die Familientradition seines Vaters Juan Matute Sr. fort
- Trotz gesundheitlicher Rückschläge kämpft er sich zurück an die Weltspitze
Moritz Treffinger (Deutschland) – Von den Jungen Reitern in den Grand Prix
- U25-Europameister & Weltcup-Sieger der Jungen Reiter
- Mehrfacher Deutscher Meister in Nachwuchsprüfungen
- Erfolgreich im internationalen Grand Prix-Sport mit Fiderdance & Franciscana
- Aufstieg in die höchste Turnierebene wird erwartet
📖 Lesetipp: Moritz Treffinger – Kein klassischer Aufstieg, aber ein außergewöhnlicher Weg!
Mit Leidenschaft, Pferdeverstand und einem starken Netzwerk bahnt sich Moritz Treffinger seinen Weg in den Spitzensport. Erfahre mehr über seine einzigartige Karriere, seine ersten Erfolge mit No Limit und seine Zukunft im Dressursport – jetzt lesen!
Aktuell gelten Charlotte Fry, Raphael Netz, Juan Matute Guimon & viele weitere Nachwuchstalente als vielversprechende Dressurreiter mit Potenzial für zukünftige Championate wie die Weltmeisterschaft 2026 und die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.
Die kommenden Jahre werden zeigen, welche Talente sich auf höchstem Niveau etablieren können und wer den Sprung in die absolute Weltspitze schafft.
Die Zukunft des Dressurreitens – Fairness & Weiterentwicklung
Das Dressurreiten steht vor einer großen Herausforderung: der Balance zwischen Sport, Wettkampf und ethischer Verantwortung. Während die Faszination für die Disziplin ungebrochen ist und die harmonische Zusammenarbeit zwischen Pferd und Reiter bewundert wird, ist es essenziell, dass der Sport sich kontinuierlich weiterentwickelt – mit einem klaren Fokus auf das Wohl der Pferde.
Die Diskussionen über ethische Prinzipien, pferdegerechte Ausbildung und Fairness im Wettkampf nehmen in den letzten Jahren zu. Regeländerungen und neue Ansätze in der Ausbildung sind erste Schritte in die richtige Richtung. Doch was sind die wichtigsten Entwicklungen?
Nachhaltigkeit & Tierschutz im Dressursport
Ein zentrales Thema in der modernen Dressur ist der Tierschutz und die pferdegerechte Ausbildung. Der Dressursport muss sicherstellen, dass Pferde nicht nur als Leistungssportler, sondern vor allem als Partner des Reiters gesehen und entsprechend behandelt werden.
Herausforderungen & Diskussionen in der Dressur:
- Fairness & Respekt für das Pferd → Ausbildung soll auf Harmonie & partnerschaftlicher Kommunikation basieren.
- Strengere Regeln gegen tierschutzwidrige Praktiken → Debatten über Rollkur, übermäßige Anlehnung und Zwangsmethoden.
- Pferdefreundlichere Trainingsmethoden → Wissenschaftlich fundierte Bewegungslehre setzt sich immer mehr durch.
- Gesundheit & Langlebigkeit der Pferde → Vermeidung von Überforderung durch angepasste Turniersysteme.
💡 Zukunftstrend: Immer mehr Reiter und Trainer setzen auf positive Verstärkung, biomechanisch fundierte Trainingsmethoden und individuell angepasste Ausbildungskonzepte.
Kritik an der klassischen Dressurausbildung – Notwendige Veränderungen
In den letzten Jahren gab es immer wieder negative Schlagzeilen über den Dressursport. Bilder und Videos von überforderten, gequälten oder mechanisch gerittenen Pferden sorgten für hitzige Debatten.
Warum gibt es Kritik an der klassischen Dressur?
- Missbrauch von Hilfsmitteln & Ausrüstung (z. B. scharfe Gebisse, enge Nasenriemen)
- Unnatürliche & erzwungene Bewegungen (z. B. zu starke Anlehnung, Rollkur-Debatte)
- Mangelnde Fairness in der Beurteilung (zu subjektive Bewertung durch Richter)
Wie kann der Sport fairer werden?
- Striktere Kontrollen auf Turnieren durch neutrale Tierärzte & Offizielle.
- Bessere Ausbildung für Reiter & Trainer, um pferdegerechte Methoden zu fördern.
- Neue Beurteilungskriterien, die übermäßige Spannung & unnatürliche Bewegungen negativ bewerten.
📌 Fazit: Der Dressursport kann sich nur weiterentwickeln, wenn Fairness & Respekt für das Pferd an erster Stelle stehen.
Neue Regeländerungen & Entwicklungen
Um den Dressursport gerechter und pferdefreundlicher zu gestalten, haben die FEI (Fédération Equestre Internationale) und nationale Reitverbände in den letzten Jahren zahlreiche Regeländerungen eingeführt.
Wichtige Anpassungen & Neuerungen
📌 Striktere Kontrollen von Rollkur & Hyperflexion:
Die FEI untersagt Rollkur (anhaltende erzwungene Hyperflexion des Halses) ausdrücklich. Allerdings ist die Technik des Long, Deep and Round (LDR), wenn ohne Krafteinwirkung ausgeführt, weiterhin erlaubt. Steward-Kontrollen sollen sicherstellen, dass aggressive Reitweisen sanktioniert werden, aber die Umsetzung bleibt ein kontrovers diskutiertes Thema.
📌 Standardisierte Nasenriemen-Kontrollen ab 2025:
Die FEI wird ein offizielles Messinstrument zur Überprüfung der Straffheit von Nasenriemen einführen. Dieses soll sicherstellen, dass der Druck auf das Pferdemaul reduziert wird. Die genauen Mindestwerte werden in den disziplinspezifischen FEI-Protokollen festgelegt.
📌 Fokus auf natürliche Bewegungsabläufe:
Richter sollen stärker darauf achten, dass Losgelassenheit & Durchlässigkeit priorisiert werden. Übertriebene oder verspannte Bewegungen, die durch übermäßige Spannung erzeugt werden, sollen kritischer bewertet werden.
📌 Diskussionen über objektivere Beurteilungen:
Es gibt laufende Debatten darüber, wie die Bewertungssysteme weiterentwickelt werden können, um übermäßige Spannung und unnatürliche Bewegungsmuster strenger zu bestrafen. Die Einführung moderner technischer Hilfsmittel zur objektiveren Bewertung steht im Raum, ist aber noch nicht offiziell beschlossen.
Technologie & Digitalisierung in der Dressurausbildung
Die Digitalisierung revolutioniert den Dressursport - von Online-Training und Coaching-Plattformen bis hin zu smarten Technologien zur Analyse von Pferd und Reiter. Moderne Trainingsmethoden ermöglichen es, effektiver zu lernen, Fehler schneller zu erkennen und die Ausbildung noch pferdegerechter zu gestalten.
Die wichtigsten technologischen Entwicklungen:
- Online-Training & Coaching-Plattformen – Lernen mit den Besten!
Die ClipMyHorse.TV Academy bietet exklusive Lehrvideos, Expertentipps und Online-Kurse von weltweit führenden Dressurreitern und Trainern. Egal ob Grundlagen der Dressur, gezielte Lektionen oder Turniervorbereitung – in der Academy bekommst du praxisnahes Wissen von Profis, das du direkt im eigenen Training umsetzen kannst.
- Wearables & Sensoren für die Dressuranalyse
Smarte Technologien wie Bewegungssensoren & Reiter-Tracker helfen, Takt, Anlehnung und Losgelassenheit messbar zu machen. Diese Daten ermöglichen eine präzisere Trainingssteuerung und sorgen für eine langfristige Gesunderhaltung des Pferdes. - KI-gestützte Videoanalyse für präzisere Korrekturen
Innovative Software analysiert Sitz, Hilfengebung und Bewegungsqualität mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI). Reiter erhalten detailliertes Feedback und können gezielt an Verbesserungen arbeiten – egal ob im Profi- oder Freizeitsport. - Virtuelle Dressurprüfungen – Turnierfeeling von überall aus
Dank digitaler Turnierplattformen können Reiter ihre Ritte hochladen, von Richtern bewerten lassen und weltweit an Online-Wettbewerben teilnehmen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Training & Qualifikationen, ohne lange Anfahrtswege oder Turnierkosten.
💡 Zukunftsausblick: Die Kombination aus traditioneller Ausbildung & modernen Technologien ermöglicht es Reitern, ihre Pferde effizienter & gesünder zu trainieren. Plattformen wie die ClipMyHorse.TV Academy helfen dabei, Wissen auf höchstem Niveau zugänglich zu machen und Reitern aller Ausbildungsstufen die Möglichkeit zu bieten, ihr Dressurreiten zu verbessern – jederzeit & überall!
➡ Möchtest du deine Dressurausbildung auf das nächste Level bringen? Dann schau dir die ClipMyHorse.TV Academy an und lerne von den Besten der Branche!
Wohin entwickelt sich der Dressursport?
- Die Zukunft der Dressur wird von Tierschutz, Fairness & nachhaltigen Trainingsmethoden geprägt sein.
- Neue Technologien & Digitalisierung werden den Sport zugänglicher & messbarer machen.
- Striktere Regelwerke & ethische Standards sorgen für ein pferdegerechtes Dressurreiten.
Kernbotschaft: Der Dressursport entwickelt sich stetig weiter – mit mehr Verantwortung für das Pferd, faireren Bewertungsmethoden und neuen technologischen Möglichkeiten.
Faszination Dressurreiten – Ästhetik, Harmonie und Präzision
Das Dressurreiten verbindet jahrhundertealte Tradition mit moderner Sportlichkeit. Was einst als Disziplin der Kriegsreiterei begann, hat sich zu einer der elegantesten und anspruchsvollsten Reitweisen entwickelt. Heute steht nicht mehr die reine Kontrolle des Pferdes im Mittelpunkt, sondern Gymnastizierung, Gesunderhaltung und eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Reiter und Pferd.
Die Ausbildungsskala bildet dabei das Fundament der klassischen Dressur. Sie sorgt für eine schrittweise Entwicklung von der ersten Losgelassenheit bis hin zur höchsten Versammlung. Doch die starre Reihenfolge der Skala wird zunehmend hinterfragt. Immer mehr Trainer setzen auf flexible, pferdeindividuelle Ausbildungsansätze, die den natürlichen Bewegungsablauf und die mentalen Voraussetzungen des Pferdes stärker berücksichtigen.
Ein weiteres zentrales Element der Dressur sind die verschiedenen Leistungsklassen, die Pferde und Reiter systematisch an höhere Anforderungen heranführen. Von der Einsteigerklasse (E) bis zur schweren Klasse (S) erfordert jede Stufe präzise Hilfengebung, Durchlässigkeit und Harmonie. Internationale Wettbewerbe wie der Grand Prix oder die Olympischen Spiele repräsentieren das höchste Niveau dieses Sports.
Doch Dressurreiten fordert nicht nur das Pferd, sondern auch den Reiter. Es schult Beweglichkeit, Koordination, Feinmotorik und Sensitivität – essenzielle Fähigkeiten, um sich mit den Bewegungen des Pferdes zu verbinden und die Hilfengebung zu verfeinern. Ohne dieses Körpergefühl wäre ein präzises, gefühlvolles Reiten nicht möglich. Dressurreiten ist daher eine anspruchsvolle Körperschulung für Reiter und Pferd gleichermaßen.
Der Dressursport steht jedoch auch vor Herausforderungen. Fairness, Tierschutz und Transparenz rücken immer stärker in den Fokus. Strengere Regelwerke, verbesserte Richterausbildung und moderne Technologien sollen sicherstellen, dass Pferde nicht mechanisch geritten, sondern mit Respekt und Verständnis ausgebildet werden. Digitale Lehrplattformen wie die ClipMyHorse.TV Academy tragen dazu bei, Wissen auf höchstem Niveau zugänglich zu machen und die Ausbildung zu optimieren.
Die Zukunft des Dressurreitens liegt in der Balance zwischen Tradition und Fortschritt. Nur wenn Harmonie, Respekt und pferdegerechte Trainingsmethoden an erster Stelle stehen, kann die Faszination für diese Reitkunst auch weiterhin bestehen bleiben.
Dressurreiten: Die wichtigsten Fragen und Antworten
Ist Dressurreiten gut für Pferde?
Ja, wenn es pferdegerecht und nach klassischen Ausbildungsgrundsätzen durchgeführt wird. Dressurreiten dient der Gymnastizierung, Gesunderhaltung und Stärkung der Muskulatur. Eine korrekte Ausbildung verbessert die Balance, Beweglichkeit und Tragkraft des Pferdes. Entscheidend ist, dass das Training individuell angepasst und ohne Zwang durchgeführt wird.
Was ist Dressurreiten einfach erklärt?
Dressurreiten ist eine Reitweise, bei der Pferd und Reiter durch präzise Hilfen harmonisch zusammenarbeiten. Das Ziel ist es, das Pferd mit feinen, kaum sichtbaren Signalen zu lenken, sodass es losgelassen, ausbalanciert und durchlässig läuft.
Was ist beim Dressurreiten wichtig?
Wesentlich sind eine korrekte Hilfengebung, eine feine Kommunikation zwischen Reiter und Pferd sowie die Einhaltung der Ausbildungsskala. Nur wenn Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung und Versammlung im Einklang sind, entsteht eine harmonische Dressur.
Was ist der Weltrekord im Dressurreiten?
Der aktuelle Weltrekord für die höchste Grand Prix Kür-Wertung liegt bei 94,3 % und wurde von Charlotte Dujardin mit Valegro aufgestellt. Die höchste Wertung im Grand Prix Special liegt bei 88,63 % und wurde ebenfalls von Dujardin und Valegro erreicht.
Was macht man beim Dressurreiten?
Dressurreiten umfasst eine Reihe von Lektionen und Übungen, die darauf abzielen, das Pferd gymnastisch zu fördern und seine Bewegungen zu verfeinern. Je nach Ausbildungsstand des Pferdes gehören dazu Grundgangarten, Übergänge, Seitengänge, fliegende Wechsel, Piaffe, Passage und Pirouetten.
Ist Dressurreiten schwer?
Ja, denn es erfordert viel Körpergefühl, Disziplin und eine präzise Hilfengebung. Auch für das Pferd ist es anspruchsvoll, da es sich im Laufe der Ausbildung mehr versammeln, ausbalancieren und auf feine Hilfen reagieren muss. Mit der richtigen Anleitung und Geduld kann jedoch jeder Reiter die Grundlagen des Dressurreitens erlernen.