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Headshaking Pferd - Was tun bei Kopfschlagen beim Pferd?
Headshaking Pferd – Ursachen, Symptome und Behandlung. Erfahre, warum Pferde mit dem Kopf schlagen, welche Rolle der Trigeminusnerv spielt und welche Therapien helfen können.
Inhaltsverzeichnis
Was ist Headshaking beim Pferd?
Headshaking bezeichnet ein unkontrolliertes und häufig wiederkehrendes Kopfschütteln oder Kopfschlagen beim Pferd, das ohne erkennbaren Auslöser auftreten kann. Besonders betroffen sind Headshaker-Pferde, die unter einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber Umweltreizen wie Licht oder Wind leiden.
Headshaking Pferd Symptome
Die Symptome variieren stark: Während manche Pferde mit Headshaking nur gelegentlich den Kopf schütteln, zeigen andere ein starkes, anhaltendes Kopfschlagen beim Reiten, das die Arbeit unter dem Sattel erschwert.
Pferd schlägt beim Reiten mit dem Kopf
Besonders beim Reiten können sich die Headshaking Symptome verstärken. Das Pferd schlägt mit dem Kopf, sobald es an die Zügel genommen wird, zeigt Unwillen oder wirkt gestresst. In vielen Fällen wird das Kopfschlagen im Trab oder Galopp deutlicher.
Wann wird Headshaking beim Pferd problematisch?
Die Schwere der Headshaking Symptome kann stark variieren und beeinflusst, wie stark das Pferd im Alltag und beim Reiten eingeschränkt ist.
- Leichte Ausprägung: Das Pferd zeigt gelegentliches Kopfschütteln, ist aber weiterhin normal reitbar. Die Symptome treten meist nur in bestimmten Situationen auf, beispielsweise bei Wind oder Sonneneinstrahlung.
- Moderate Ausprägung: Das Kopfschlagen beim Reiten ist deutlich ausgeprägter, insbesondere in höheren Gangarten oder bei Zügelkontakt. Manche Pferde reagieren gereizt, verweigern Hilfen oder lassen sich schwer konzentrieren.
- Schwere Ausprägung: Das Pferd schlägt unkontrolliert mit dem Kopf, selbst in Ruhephasen. Es verweigert die Arbeit, zeigt Anzeichen von Stress oder Schmerz und kann im Alltag stark beeinträchtigt sein.
Besonders problematisch wird Headshaking, wenn das Pferd durch die unkontrollierten Kopfbewegungen Verletzungsgefahr für sich selbst oder den Reiter darstellt. In schweren Fällen kann es so stark betroffen sein, dass eine Nutzung als Reit- oder Freizeitpferd nicht mehr möglich ist. Hier ist eine gezielte Diagnose und Behandlung entscheidend.
Kopfschlagen Pferd Ursachen
Die Ursachen für Headshaking beim Pferd sind vielfältig und lassen sich grob in physische und neurologische Faktoren unterteilen. Bei vielen Headshakern bleibt die genaue Ursache unbekannt – dann spricht man von idiopathischem Headshaking.
Physische Ursachen von Headshaking
Wenn ein Pferd mit dem Kopf schlägt oder ständig schnaubt, können körperliche Beschwerden dahinterstecken:
- Zahnprobleme: Scharfe Kanten oder Zahnfehlstellungen können Schmerzen verursachen und unkontrollierte Kopfbewegungen auslösen.
- Ohrenkrankheiten beim Pferd: Entzündungen, Milben oder andere Infektionen im Gehörgang können starken Juckreiz oder Schmerzen verursachen.
- Probleme an der Halswirbelsäule oder dem Kiefergelenk: Blockaden oder muskuläre Verspannungen führen oft zu Abwehrreaktionen beim Reiten.
- Allergien und Pollenempfindlichkeit: Manche Pferde reagieren allergisch auf Pollen, Staub oder Schimmel, was zu Juckreiz oder Irritationen in den Atemwegen führt.
- Reaktion auf Futter: Bestimmte Inhaltsstoffe oder Zusatzstoffe können Unverträglichkeiten hervorrufen und Headshaking verstärken.
Neurologische Ursachen von Headshaking
In vielen Fällen lässt sich keine klare körperliche Ursache finden. Dann steht häufig eine Überempfindlichkeit des Trigeminusnervs im Fokus – dieser Nerv ist für die Empfindungen im Gesicht zuständig. Eine Fehlfunktion kann dazu führen, dass harmlose Reize wie Wind, Licht oder Berührungen an der Nase übertrieben stark wahrgenommen werden.
- Trigeminusnerv Pferd Behandlung: Wenn dieser Nerv überempfindlich reagiert, kann es zu plötzlichem Kopfschlagen beim Pferd kommen – auch ohne erkennbaren Grund.
- UV-Empfindlichkeit: Viele Pferde zeigen verstärkt Symptome an sonnigen Tagen, weshalb UV-Masken für Headshaking Pferde häufig zur Linderung eingesetzt werden.
- Windempfindlichkeit: Manche Pferde reagieren besonders stark auf Luftzüge – selbst leichter Wind kann einen Headshaking-Anfall auslösen.
Da Headshaking-Pferde oft auf verschiedene Umweltfaktoren empfindlich reagieren, ist eine genaue Diagnose entscheidend, um die richtige Therapie einzuleiten.
Headshaking Pferd: Diagnose
Die Diagnose von Headshaking beim Pferd gestaltet sich oft schwierig, da die Symptome verschiedene Ursachen haben können. Besonders wichtig ist es, frühzeitig eine umfassende Untersuchung durchzuführen, um herauszufinden, ob eine Pollenallergie beim Pferd, ein Trigeminusnerv-Problem oder eine andere Erkrankung zugrunde liegt
Klinische Untersuchung durch den Tierarzt
Der Tierarzt beginnt die Untersuchung mit einer gründlichen klinischen Überprüfung. Dabei werden Herz, Atmung, Muskulatur und Nervenreflexe kontrolliert. Zudem wird der Kopfbereich auf Verspannungen, Schwellungen oder andere Auffälligkeiten untersucht.
Zahn-, Ohren- und Nasenhöhlenuntersuchung
Da Zahnprobleme, Ohrenentzündungen oder Nasennebenhöhlenreizungen Headshaking auslösen können, werden diese Bereiche genau untersucht:
- Zähne: Scharfe Kanten, Zahnfehlstellungen oder Entzündungen im Maulraum.
- Ohrenkrankheiten beim Pferd: Infektionen, Milbenbefall oder Fremdkörper im Ohrgang.
- Atemwege: Nasenpolypen, Allergien oder Fremdkörper in den Nasengängen.
➡️ Videotipp: Zahnpflege beim Pferd – Warum regelmäßige Kontrolle so wichtig ist!
Pferdezähne wachsen stetig nach – deshalb ist eine regelmäßige Kontrolle unerlässlich. Dr. Carsten Vogt von der Tierärztlichen Praxis Ottersberg erklärt, wie eine Zahnbehandlung abläuft und was das Pferdegebiss so besonders macht

Endoskopie der Atemwege
Falls eine Atemwegsreizung vermutet wird, kann eine Endoskopie der oberen Atemwege durchgeführt werden. Dabei wird ein flexibles Endoskop durch die Nüstern in die Atemwege geführt, um Schwellungen, Schleim oder Entzündungen zu erkennen.
Bildgebende Verfahren: Röntgen oder CT
Röntgen zur Diagnose von Headshaking
Röntgenaufnahmen sind eine bewährte Methode, um strukturelle Veränderungen im Schädel-, Kiefer- und Halsbereich zu erkennen. Mit ihnen lassen sich Knochenveränderungen, Arthrosen, Engstellen in der Halswirbelsäule oder Zahnprobleme sichtbar machen, die möglicherweise das Headshaking-Syndrom auslösen. Besonders bei Verdacht auf Zahnfehlstellungen, Kiefergelenksprobleme oder degenerative Veränderungen bietet sich diese Untersuchung an.
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Röntgen ist der erste und wichtigste Schritt in der bildgebenden Diagnostik. Carsten Rohde von der Pferdeklinik am Kottenforst erklärt, wie das Verfahren funktioniert, welche Vor- und Nachteile es hat und wann es besonders sinnvoll ist.

CT für detaillierte Einblicke in Nerven und Weichteile
Während Röntgenaufnahmen vor allem die Knochenstrukturen abbilden, liefert eine Computertomografie (CT) deutlich detailliertere Aufnahmen, insbesondere von Weichteilen, Nervenverläufen und feinen Strukturen im Schädelbereich. Mit dieser Technik können Nervenkompressionen, Entzündungen oder versteckte Läsionen im Bereich des Trigeminusnervs erfasst werden, die mit herkömmlichen Methoden nicht erkennbar sind. Besonders wenn eine neurologische Ursache für das Headshaking vermutet wird, kann eine CT-Untersuchung wichtige Hinweise liefern.
➡️ Videotipp: Ab in die Röhre – Ursachenforschung mit dem CT!
Wenn Röntgen nicht ausreicht, liefert die Computertomografie (CT) detaillierte Einblicke in Knochen und Weichteile. Dr. Susanne Blessing von der Pferdeklinik Parsdorf erklärt, wann ein CT sinnvoll ist, worin der Unterschied zum Röntgen liegt und welche Befunde sich auf den Bildern erkennen lassen.

Neurologische Untersuchung: Trigeminusnerv als mögliche Ursache
Eine der häufigsten Ursachen für idiopathisches Headshaking beim Pferd ist eine Überempfindlichkeit des Trigeminusnervs, der für die Sensibilität der Gesichtshaut und Nüstern verantwortlich ist.
- Der Tierarzt überprüft die Reflexe im Gesicht, um festzustellen, ob eine Nervenreizung vorliegt.
- In manchen Fällen wird eine diagnostische Nervenblockade durchgeführt: Eine Betäubung des Trigeminusnervs kann bestätigen, ob eine neurologische Ursache für das Headshaking verantwortlich ist.
Allergietest: Pollen als Auslöser von Headshaking
Falls das Headshaking beim Pferd verstärkt im Frühjahr oder Sommer auftritt, kann eine Pollenallergie die Ursache sein. Ein Blut- oder Hauttest gibt Aufschluss über mögliche Allergene wie Gräser, Blüten oder Staub.
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Headshaking Pferd Therapie
Die Behandlung von Headshaking beim Pferd hängt stark von der Ursache ab. Während einige Headshaker-Pferde gut auf Medikamente ansprechen, benötigen andere alternative Ansätze wie Akupunktur für Pferde, Homöopathie für Pferde oder mechanische Hilfsmittel wie eine UV-Maske für Headshaking-Pferde.
Headshaker-Pferd: Welche Medikamente helfen?
Medikamente können die Symptome lindern, wenn eine neurologische Störung, eine allergische Reaktion oder eine Entzündung als Ursache identifiziert wurde:
Nasennetz und UV-Maske: Mechanische Hilfsmittel gegen Headshaking
Einige Pferde sprechen gut auf spezielle mechanische Hilfsmittel an, die helfen, Umweltreize zu minimieren:
- Nasennetz für Headshaker-Pferde: Viele betroffene Pferde reagieren empfindlich auf Luftströmungen an den Nüstern. Ein Nasennetz kann diesen Reiz verringern und das Kopfschlagen reduzieren.
- UV-Maske für Headshaking-Pferde: Pferde, die auf Lichtempfindlichkeit reagieren, profitieren oft von speziellen Masken mit UV-Schutz. Diese reduzieren den Lichteinfluss und können die Symptome lindern.
Alternative Behandlungen
Zusätzlich zur klassischen Tiermedizin setzen viele Pferdebesitzer auf alternative Therapieformen, um die Symptome zu lindern:
- Akupunktur & Osteopathie können helfen, Verspannungen zu lösen und das Nervensystem zu stabilisieren. Einige Pferde zeigen nach osteopathischer Behandlung deutliche Verbesserungen.
- Homöopathie für Pferde mit Headshaking: Kräuter wie Baldrian, Johanniskraut oder Melisse können beruhigend wirken.
- Lasertherapie & Elektrostimulation werden eingesetzt, um die Reizempfindlichkeit des Trigeminusnervs zu regulieren.
Headshaking-Pferd operieren: Wann ist ein chirurgischer Eingriff sinnvoll?
Wenn alle anderen Maßnahmen nicht helfen, kann in schweren Fällen eine Operation in Betracht gezogen werden:
- Nervenschnitt (Tieback-Operation): Ein Zweig des Trigeminusnervs wird durchtrennt, um die Überempfindlichkeit zu reduzieren. Dies birgt jedoch Risiken, da es zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann.
- Neurektomie: Hierbei wird ein Teil des betroffenen Nervs entfernt, um die Reizweiterleitung zu unterbrechen. Der Eingriff kann jedoch zu dauerhaften Taubheitsgefühlen im Gesichtsbereich führen.
Headshaking Pferd einschläfern: Wann ist es die letzte Option?
Wenn ein Pferd trotz aller Behandlungsversuche keine Lebensqualität mehr hat, unter starken Schmerzen leidet oder nicht mehr reitbar ist, kann eine Euthanasie in Betracht gezogen werden. Diese Entscheidung sollte jedoch erst getroffen werden, wenn alle Therapieansätze ausgeschöpft wurden und in enger Absprache mit dem Tierarzt.
Kann Headshaking beim Pferd geheilt werden?
Ob ein Pferd mit Headshaking geheilt werden kann, hängt von der individuellen Ursache ab. Während manche Pferde durch eine gezielte Therapie symptomfrei werden, bleibt es für viele eine chronische Erkrankung, die gut gemanagt werden muss. Eine frühzeitige Diagnose und individuell angepasste Behandlung sind entscheidend, um die Symptome zu kontrollieren und die Lebensqualität des Pferdes zu erhalten.
Headshaking-Pferde: Darauf sollte geachtet werden
Die Haltung eines Headshaking-Pferdes spielt eine entscheidende Rolle für sein Wohlbefinden und kann die Headshaking-Symptome positiv beeinflussen. Besonders wichtig sind eine staubfreie Umgebung, ein angepasstes Weidemanagement sowie Schutz vor äußeren Reizen.
Staubarme Haltung für Headshaker-Pferde
Staub kann die Atemwege reizen und Allergien verschlimmern. Deshalb sollten Headshaking-Pferde in einer möglichst staubfreien Umgebung gehalten werden. Empfehlenswert sind:
- Staubarmes Einstreu wie entstaubte Holzspäne oder Leinstroh.
- Hochwertiges Heu, das vor der Fütterung bedampft oder gewässert wird, um Staubpartikel zu minimieren.
- Regelmäßiges Ausmisten zur Reduktion von Ammoniakdämpfen, die die Atemwege zusätzlich belasten können.
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Schutz vor Pollen und Luftreizen
Viele Headshaking-Pferde reagieren empfindlich auf Pollenallergien oder Luftströme. Um Symptome zu minimieren, kann Folgendes helfen:
- Weidemanagement: Falls eine Pollenallergie beim Pferd vorliegt, kann eine nächtliche Weidehaltung oder ein Aufenthalt im Stall während der Hauptpollensaison sinnvoll sein.
- Luftfilter im Stall: In geschlossenen Ställen können Luftfilter helfen, Pollenbelastung zu reduzieren.
- Windgeschützter Offenstall: Pferde mit einer Trigeminusnerv-Überempfindlichkeit profitieren von windgeschützten Paddocks oder Offenstallkonzepten.
Fütterung zur Unterstützung von Headshaking-Pferden
Headshaking kann durch eine gezielte Fütterung positiv beeinflusst werden, indem das Nervensystem gestärkt, Entzündungen reduziert und der Stoffwechsel unterstützt wird. Eine optimale Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, Aminosäuren, Spurenelementen und Vitaminen kann helfen, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden des Pferdes zu verbessern.
Die Wahl der richtigen Zusatzfuttermittel
Bestimmte Zusatzfuttermittel haben nachweislich einen positiven Einfluss auf die Nervenreizweiterleitung und die allgemeine Stressresistenz. Besonders entzündungshemmende und beruhigende Inhaltsstoffe sollten gezielt eingesetzt werden:
- Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl oder Hanföl tragen dazu bei, Entzündungsprozesse im Nervensystem zu reduzieren und die Reizverarbeitung zu stabilisieren.
- Magnesium ist essenziell für die Nervenleitfähigkeit und kann helfen, Überempfindlichkeiten des Trigeminusnervs zu reduzieren. Zudem wirkt es muskelentspannend und kann damit Verspannungen im Kopf-, Hals- und Schulterbereich lösen.
- Aminosäuren sind essenziell für den Muskelaufbau und können helfen, Verspannungen zu reduzieren, die möglicherweise Headshaking-Symptome verstärken.
- Johanniskraut, Baldrian und Melisse wirken beruhigend, unterstützen den Stressabbau und können die Reizempfindlichkeit des Nervensystems senken.
- Probiotische Mikroorganismen fördern eine gesunde Darmflora, was sich positiv auf das gesamte Nervensystem auswirken kann.
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Welche Supplemente helfen wirklich? Erfahre, wie Omega-3-Fettsäuren, Magnesium und Aminosäuren die Nervenfunktion unterstützen, Verspannungen lösen und Stress abbauen können – für mehr Wohlbefinden und Ausgeglichenheit deines Pferdes!

Spurenelemente für ein stabiles Nervensystem
Spurenelemente spielen eine Schlüsselrolle im Nervenstoffwechsel, der Zellregeneration und dem Stressmanagement. Ein Mangel kann die Nervenleitfähigkeit beeinträchtigen und die Symptome des Headshaking-Syndroms verstärken.
- Zink fördert die Regeneration von Nervenzellen und unterstützt das Immunsystem.
- Selen schützt die Zellen vor oxidativem Stress und trägt zur Nervenfunktion bei.
- Kupfer ist essenziell für die Signalübertragung im Nervensystem und die Blutbildung.
- Mangan unterstützt die Nervenreizleitung und ist für den Knochenstoffwechsel von Bedeutung.
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Vitamine für ein starkes Nervensystem
Vitamine sind essenziell für zahlreiche Körperfunktionen und tragen maßgeblich zur Nervenstabilität und Stressresistenz bei. Eine gezielte Versorgung kann dazu beitragen, die Reizverarbeitung des Trigeminusnervs zu unterstützen und Headshaking-Symptome zu lindern.
- Vitamin B-Komplex: Fördert die Nervenleitfähigkeit, unterstützt die Energieproduktion und trägt zur Stressbewältigung bei.
- Vitamin E: Ein starkes Antioxidans, das Zellschäden verhindert und die Muskel- sowie Nervenfunktion stabilisiert.
- Vitamin C: Unterstützt das Immunsystem, reduziert oxidativen Stress und wirkt entzündungshemmend.
- Vitamin D: Entscheidend für die Kalziumaufnahme, die Muskelfunktion und das allgemeine Wohlbefinden.
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Headshaking Pferd reiten
Stress kann Headshaking verschlimmern, daher sollte das Training von Headshakern möglichst entspannt und reizarm gestaltet werden.
- Druckfrei trainieren: Ein ruhiges Training mit Pausen hilft, Stress zu reduzieren.
- Individuelle Anpassung: Manche Pferde reagieren empfindlich auf Zügelkontakt – zu starker Druck aufs Genick kann die Symptome verstärken.
- Reizquellen minimieren: Lichtempfindliche Pferde profitieren von bewölktem Wetter oder Hallentraining.
- Windschutz beachten: Bei starkem Wind kann eine geschützte Umgebung helfen, Trigger zu vermeiden.
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Kopfschlagen beim Pferd: Welche Ausrüstung hilft?
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Headshaking Pferd: Fazit
Auch wenn Headshaking beim Pferd in vielen Fällen nicht heilbar ist, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden des Pferdes zu verbessern. Ein gezieltes Management der Haltungsbedingungen, Fütterung und Trainingsweise sowie der Einsatz von mechanischen Hilfsmitteln kann dazu beitragen, die Beschwerden zu minimieren.
Headshaking: Die wichtigsten Fragen
Was tun bei Headshaking beim Pferd?
Die Behandlung von Headshaking beim Pferd hängt von der Ursache ab. Falls physische Ursachen wie Zahnprobleme oder Ohrenkrankheiten beim Pferd vorliegen, sollten diese zuerst behandelt werden. Wenn das Headshaking idiopathisch ist, können Nasennetze, UV-Schutzmasken und Medikamente wie Antiepileptika oder Magnesium helfen, die Symptome zu lindern.
Wie erkennt man Headshaking beim Pferd?
Typische Headshaker-Pferd Symptome sind unkontrolliertes Kopfschütteln, Kopfschlagen beim Reiten, ständiges Schnauben beim Pferd sowie eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Wind und Licht. Viele Pferde zeigen auch ein auffälliges Nasenreiben an Gegenständen oder mit den Vorderbeinen.
Warum schlägt mein Pferd mit dem Kopf?
Das Kopfschlagen beim Pferd kann viele Ursachen haben. Häufige Gründe sind Zahnprobleme, Ohrenentzündungen, Atemwegsreizungen oder Allergien. Auch neurologische Ursachen wie eine Trigeminusnerv-Überempfindlichkeit können das Headshaking-Syndrom auslösen.
Was hilft gegen Headshaking beim Pferd?
Ein Nasennetz für Headshaker-Pferde kann helfen, wenn das Pferd empfindlich auf Wind reagiert. Falls eine Lichtempfindlichkeit besteht, kann eine UV-Schutzmaske die Symptome reduzieren. Ergänzend können Medikamente wie Gabapentin, eine angepasste Fütterung mit Magnesium und Omega-3-Fettsäuren sowie alternative Therapien wie Akupunktur oder Osteopathie helfen.
Was tun gegen Kopfschlagen beim Pferd beim Reiten?
Wenn das Pferd mit dem Kopf schlägt beim Reiten, kann dies an unpassender Ausrüstung, Schmerzen durch Trensen oder Gebisse, Druck auf das Genick oder einer Überempfindlichkeit des Trigeminusnervs liegen. Eine sanfte Zügelführung, eine alternative Trense oder ein gebissloser Zaum können helfen.
Kann Headshaking beim Pferd geheilt werden?
Ob Headshaking heilbar ist, hängt von der Ursache ab. Liegt eine physische Ursache wie eine Ohrenkrankheit oder Zahnprobleme vor, kann eine vollständige Heilung möglich sein. Bei idiopathischem Headshaking gibt es keine garantierte Heilung, aber verschiedene Therapieansätze, die die Symptome lindern können.
Wann sollte ein Headshaking-Pferd eingeschläfert werden?
Ein Headshaking-Pferd muss nicht zwangsläufig eingeschläfert werden, wenn die Symptome durch angepasste Haltung, Fütterung oder medikamentöse Therapie kontrollierbar sind. In schweren Fällen, in denen das Pferd unter starken Schmerzen leidet und keine Behandlung anschlägt, kann eine Euthanasie als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden.
Welche Maske hilft bei Headshaking beim Pferd?
Eine UV-Schutzmaske für Headshaking Pferde ist ideal für Pferde, die besonders empfindlich auf Lichtreize reagieren. Sie filtert schädliche UV-Strahlen, die den Trigeminusnerv reizen können. Ergänzend kann ein Nasennetz helfen, wenn das Pferd empfindlich auf Wind oder Berührungen an den Nüstern reagiert.
Welche Kräuter helfen bei Headshaking beim Pferd?
Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Johanniskraut, Baldrian, Melisse oder Passionsblume können beruhigend auf das Nervensystem eines Headshaker-Pferdes wirken. Zudem helfen entzündungshemmende Kräuter wie Thymian und Süßholz, die Atemwege zu unterstützen.
Was bedeutet Kopfschütteln beim Pferd?
Kopfschütteln beim Pferd kann ein natürliches Verhalten sein, beispielsweise um Fliegen zu vertreiben. Wenn das Kopfschütteln jedoch wiederholt und ohne erkennbaren Reiz auftritt, kann es ein Zeichen für Headshaking, Schmerzen oder Irritationen sein.